Ich habe mich zu dieser Reise ziemlich kurzfristig entschieden. Mehr durch Zufall habe ich mich für Namibia entschieden. Bei Kiwi Tours buchte ich eine Gruppenrundreise, 15 Tage durch Deutschlands ehemalige Kolonie. Meine Erfahrungen habe ich für Interessierte in diesem kurzen Bericht zusammengefaßt.

Tag 1: Die Reisegruppe startet mit South African Airways nach Windhoek. Der Flug war angenehm und ist auch nicht zu lang. Die Fluglinie in Ordnung. Die Stadt war nicht so spannend, aber es ist ja nur der Ausgangspunkt in das Land. Der Guide von Kiwi Tours erwartete uns am Ausgang mit einem Schild, die Koffer wurden für uns zum Bus gebracht, mit dem wir in die Stadt fuhren. Das Hotel war in Ordnung, wenn auch später schönere kommen sollten. Vom Flughafen sind es ca. 45 Kilometer bis nach Windhoek, Namibias Hauptstadt. Sie hat 300.000 Einwohnern, es herrscht Linksverkehr, aber ich muss ja nicht fahren.
Tag 2: Nacht war gut, allerdings mussten wir früh aufstehen. Fahrt in Richtung Sossusvlei mit Halt am Sesriem Canyon für einen Fotostopp. Dann weiter. Am Sossusvlei angekommen waren wir rundherum von roten Sanddünen umgeben. Die höchsten hier sind bis zu 350 Meter hoch. Wirklich spektakulär. Wir hatten genügend Zeit, um gemütlich durch die Dünenlandschaft zu wandern und zu versuchen, die eine oder andere zu erklimmen.

Tag 3: Swakopmund. Eine nette Stadt. Wir besuchten das historische Museum, den Schlangenpark und das Aquarium. Hier trifft man noch auf die deutsche Vergangeheit, u.a. bei der Schwarzwälder Kirschtorte im Café Anton.
Tag 4-7: Etosha Nationalpark. Umwerfende Umgebung, tolle Tiere. Etosha ist großartig! Und auf jeden Fall eine Reise wert. Ich war begeistert von den Tieren, der Landschaft, einfach allem! Ih kann jedem nur zu einer Reise hierhin raten und auch etwas Zeit hier einzuplanen. Bei unserer Reise "Abenteuer Caprivi" blieb auf jeden Fall genügend Zeit, so dass wir ziemlich viel mitbekommen haben.

Tag 8: Ab Grootfontein andere Landschaft. Es ging weiter zum Okavango. Hier war es sehr grün, wir übernachteten in einer Lodge direkt am Wasser. Beim Abendessen hatten wit einen wunderbaren Blick auf den Fluss. Am Nachmittag Ausflug zu einem Kral mit Gesprächen mit dem Dorfältesten. Wir wurden mit viel Gesang und Trommeltänzen empfangen.
Tag 9: Die Popa Falls sind beeindruckende Stromschnellen im Okavango. Die Landschaft wie aus einem Katalog. Nach einem kurzen Stopp weiter zum Mahangu Nationalpark. Auch dieser Park, der so viel unbekannter ist als der Etosha Park, hat viel zu bieten: Wir haben hier, wie ich glaube, sogar mehr gesehen als im Etosha. Höhepunkt des heutigen Tages die Bootsfahrt auf dem Kwando. Das würde ich zu gern noch einmal machen!
Tag 10: Wieder ein Nationalpark. Bwabwata. Hier ist es viel ursprünglicher, viel weniger berührt von der Zivilisation und vor allem vom Tourismus.

Tag 11: Ein Tag bei den Mafwe, einem namibischen Volksstamm. Das Living Museum bietet einen Einblick in ihr Leben, hier zeigen die Mafwe äußerst lebhaft, wie man flechtet oder wie sie ihr Essen zubereiten.
Tag 12: Am heutigen Tag noch ein Besuch bei einem Buschmänner-Dorf. Die Subia leben hier ebenfalls noch in einfachen Hütten und mit einfachsten Mitteln. Dann der Besuch des Baobab. Man kann den Riesenbaum auch besteigen. Am Nachmittag noch eine Bootsfahrt, bei der wir den Chobe Nationalpark drei Stunden lang erkunden.
Tag 13: Nach einer weiteren Safari fuhren wir dann noch zu den Victoria Fällen. Diese Wasserfälle sind gigantisch und sehr laut. Die Vegetation hier ist sehr grün, es ist feucht wie im Regenwald. Ein schöner Abschluss für eine großartige Reise.

Tag 14: Heute am frühen Nachmittag zum Flughafen von Victoria Falls. Rückflug nach Deutschland. Es war eine sehr besondere Reise durch Namibia, mehr Landschaft als die kleinen Städte. Auch die Besuche bei den Volksstämmen haben mir mehr über das Land erzählt, als ein Besuch eines Museums es getan hätte. Viel zu schnell vergangen sind diese beeindruckenden Tage.
Bernhard D., Gießen