
Nach einem langen Flug kommen wir in Windhoek an. Das Hotel hier entspricht normalem Standard, nichts besonderes, aber wenigstens sauber. Windhoek kommt uns nicht richtig afrikanisch vor, aber das mag ja auch an dem deutschen Einfluss liegen. Wir haben das Gefühl, immer noch in Deutschland zu sein. So haben wir uns unseren Urlaub nicht vorgestellt. Viele der Bewohner der Stadt sind Weiße, die Stadt wirkt sehr modern. Am Nachmittag ziehen wir mit unserem Reiseleiter los und besichtigen die Stadt. Alte Feste, Reiterdenkmal, Christuskirche.
Am nächsten Morgen finden wir uns in aller Herrgottsfrühe am Bus ein, um endlich weiter in das Land vorzustoßen. Leider sind nicht alle Mitreisenden so pünktlich wie wir, so dass wir warten müssen. Schade, dass manche feste Termine auch im Urlaub nicht für wichtig halten und andere warten lassen. Nach gut einer halben Stunde sind dann endlich alle beieinander, und so kann es mit einer gewissen Verspätung losgehen.

Wir fahren wir in die Kalahari. Darauf haben wir uns schon lange gefreut. Flora und Fauna sind hier sehr ausgeprägt. Wir machen eine Rundfahrt um die Lodge, in der wir übernachten. Und endlich macht sich Urlaubsgefühl breit und das Gefühl, dass wir endlich in einem fremden Land angekommen sind. Wir besichtigen den Köcherbaumwald, mich beeindruckt besonders das Licht. Am Fish River Canyon steigen wir dann auch mal aus dem Bus aus und schnappen ein wenig Luft. Ein kurzer Spaziergang bringt uns zu einem Granitfelsen, von dem aus man einen ganz netten Blick auf den Sonnenuntergang hat. Sogar gekühlte Getränke waren bereitsgestellt, damit wir nach unserem Marsch auch was trinken können. Das war gut organisiert.
Unsere nächste Station war der kleine Hafenort Lüderitz. Er ist heute ein kleiner netter Ort am Meer, in dem nicht viel los ist. Wir spazieren am Strand entlang, dann gehen wir ins Hotel.

Die Geisterstadt Kolmannskuppe ist heute verlassen, die Wüste holt sich die Stadt langsam zurück und bedeckt sie immer weiter mit Sand. Das ist beeindruckend. Seit es hier nichts mehr gibt, weder Diamanten noch Wasser, wie es scheint, lebt hier niemand mehr freiwillig. Verständlich.
In der Sossusvlei ist die Landschaft wirklich atemberaubend. Wir steigen aus dem Bus aus und sogar mir verschlägt es die Sprache. Dann spazieren wir eine Weile herum und betrachten die hohen Sanddünen in den schönen rötlichen Farben. Ews ist eine wirkliche Sandwüste, die Dünen sind hoch und der Sand liegt ganz glatt, nur vom Wind ein wenig verweht. Wir besteigen eine der Dünen.

Durch den Sesriem Canyon fahren wir weiter nach Swakopmund. Swakopmund ist wieder eine extrem deutsche Stadt, es gibt hier sogar Schwarzwälder Kirschtorte, doch die mag ich nicht. Aber der Ort ist nett, die Architektur ganz interessant. Wir genießen den Blick aufs Meer und sehen uns in aller Ruhe den Ort an.
Das Damaraland ist abwechslungsreich. Leider konnten wir keine Tiere sehen, vor allem Elefanten und Nashörner hätten uns interessiert, aber leider war uns das nicht vergönnt. Eine Afrika-Reise, in der man keine Tiere sieht, das ist schade. In Twyfelfontein besichtigen wir die Felsgravuren, die Orgelpfeifen und den Versteinerten Wald.
Danach geht es in die Etosha Pfanne. Wenigstens hier hoffen wir auf ein Treffen mit einigen der hier lebenden Tiere. Sonst hätte sich wohl die ganze Reise nicht gelohnt. Doch unsere Geduld sollte belohnt werden: Wir freuen uns über den Anblick von Zebras, Giraffen, Oryxe, Springböcke und Kudus freuen. Sogar Elefanten kreuzen unseren Weg. Großartig.

Dann führt die Strecke wieder zurück nach Windhoek. Unser Fazit der Reise: Ein schönes Land, freundliche Menschen und eine sehenswerte Tierwelt. Die Reise "Entdeckungsreise Namibia" macht schöne Wechsel zwischen Städten bzw. Orten und reiner Landschaft. Es hat alles so funktioniert wie wir uns das vorgestellt haben, die Organisation durch Kiwi Tours war sehr gut und der Reisebus komfortabel. Eine empfehlenswerte Reise.
C. Paul