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Namibia: Naturwunder Afrikas

 
     
 
Strahlend blauer Himmel, eine angenehme Wärme und ein laues Lüftchen. So wurden wir vormittags bei unserer Ankunft am Flughafen Windhoek in Namibia begrüßt.
Nachdem uns unsere deutsch sprechende Reiseleitung am Flughafen in Empfang genommen hatte, brachen wir voller Vorfreude auf die Ereignisse der kommenden Tage, in Richtung Windhoek auf.

Bei einer Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Namibias hatten wir Gelegenheit einen ersten Eindruck zu erhalten. Die Tour führte uns zur Alten Feste, die zum Schutz der Angehörigen der Deutschen Schutztruppen und den ersten Siedler dienen sollte. Heute ist hier das namibische Staatsmuseum untergebracht. Ein paar Meter vor der Feste steht das Reiterdenkmal. Es wurde aufgestellt, um den deutschen Gefallenen der Herero-und Hottentotten-Aufstände von 1903 bis 1907 zu gedenken. Da das Denkmal nur an die deutschen Gefallenen erinnert, wird es als ein sehr umstrittenes Monument angesehen. Gegenüber dem Reiterdenkmal befindet sich die Christuskirche und unweit davon der "Tintenpalast", der Regierungssitz des Parlaments. Seinen
Namen erhielt das Gebäude von den vielen Schreibern vergangener Tage, die sehr viel Tinte verschrieben haben.
Im Anschluss an die Stadtrundfahrt ging es weiter Richtung Süden in die Kalahari. Schon hier konnten wir uns von der wunderschönen Landschaft Namibias überzeugen. Nach der Ankunft in unserer Unterkunft für die kommende Nacht unternahmen wir eine Sundownerfahrt in die roten Dünen. Es war ein unbeschreiblicher Anblick die Sonne im rot gefärbten Himmel  hinter den Sandbergen untergehen zu sehen.

Am nächsten Morgen brachen wir auf in die Namib-Wüste. Wir fuhren über den kleinen Ort Maltahöhe und erreichten gegen Mittag Hammerstein. Hier trafen wir auf die Namas, eine Bevölkerungsgruppe die etwa 5 % der gesamten namibischen Bevölkerung ausmacht. Bei traditionellem Tanz und Gesang der Namas wurde die afrikanische Lebensfreude auch auf uns übertragen. Mit viel freudigen Emotionen im Gepäck fuhren wir weiter nach Sossusvlei zu unsere Lodge. Dort haben wir den restlichen Tag am Pool, mit wundervollem Blick in die Umgebung, genossen.
Noch vor Sonnenaufgang starteten wir am nächsten Tag in den Namib Naukluft Park. Die etwa 80 Millionen Jahre alte Namib ist nicht nur die älteste Wüste der Welt, hier stehen auch die höchsten Dünen der Erde. Der unbeschreiblich schöne Anblick des orangefarbenen Dünenmeers ist uns bis heute noch tief im Gedächtnis verankert. Angekommen am Sossusvlei, erfuhren wir, dass dies eine Lehmsenke ist, welche nur mit Wasser gefüllt ist, wenn der Tsauchab-Fluss genug Regenwasser erhält. Da die Namib-Wüste zu einer der trockensten Wüsten zählt, ist dies nicht oft der Fall. Immer noch fasziniert von der Weite und Stille die in mitten der Dünen vorherrscht, machten wir uns mit der Gruppe auf den Weg zum Sesriem Canyon.
Beeindruckt waren wir wiedereinmal von der Natur und von der Kraft des Wassers, welches sich hier im Laufe von 2 Millionen Jahren einen Weg durch Felsgestein geschaffen hat. Wie uns erzählt wurde, stammt der Name des Sesriem (sechs Riemen) Canyons von den ersten Siedlern die sechs aneinandergeknöpfte Riemen benötigten, um vom Rand des Canyons das am Boden gelegene Wasser schöpfen zu können.
Nach einem Tag voller schöner Erlebnisse in der Namib-Wüste, kehrten wir zurück zu unserer Lodge und verbrachten dort gemütliche Stunden bis zum Abendessen, welches uns wieder vorzüglich schmeckte!
Gut gerüstet machte sich unsere Gruppe mit der netten Reiseleitung auf den Weg zu einer nicht sehr schönen, dennoch sehr außergewöhnlichen Pflanze, der Welwitschia Mirabilis. Sie überlebt nur durch die geringe Feuchtigkeit des Wüstenbodens, welche sie durch ihr äußerst tiefes und weit verzweigtes Wurzelwerk auf einer sehr großen Fläche aufnehmen kann.
Nach der Besichtigung der Welwitschia ging es weiter in die bizarre Mondlandschaft, ein fast vegetationsloses Felstal des Swakop-Flusses. Auf den ersten Blick wirkte die Gegend sehr trostlos und abgestorben, doch bei genauerem Hinsehen und Erkunden waren wir begeistert von der Landschaft - erstaunlich, was die Natur im Laufe der Zeit geschaffen hat.

Nach Tagen der Ruhe, Idylle und Einsamkeit erreichten wir das belebte Küstenstädtchen Swakopmund -  was zu Beginn eine kleine Umstellung von Wüste zu Stadt erforderte. Schnell stellten wir fest, dass dies ein beliebtes Ferienziel für einen Badeaufenthalt ist, welcher bei der kühlen Wassertemperatur sehr erfrischend ist. Doch nicht nur Touristen, auch viele Einheimische suchen hier Erholung. In Swakop trifft man auf viele deutsche Touristen, allerdings ist nicht jeder der deutsch spricht auch ein Tourist. Die frühere deutsche Kolonialmacht hat allerdings nicht nur in der Sprache ihre Spuren hinterlassen. Von der Schwarzwälder Kirschtorte im Café Anton über die vielen Gebäude, welche im deutschen Kolonialstil erbaut sind, bis hin zu den deutschen Straßenamen und Beschriftungen reicht der Einfluss des ehemaligen Deutsch-Südwestafrikas.
An unserem zweiten Tag in Swakopmund unternahmen wir einen Bootsausflug in Walvis Bay. Während der Tour wurden wir mit Häppchen, frischen Austern und Sekt verwöhnt. Unsere treuen Begleiter, Robben und Pelikane, wurden von unserem Kapitän mit leckerem Fisch belohnt. Ein weiteres Highlight der Bootsfahrt waren die Delphine, die sich kurz und doch lange genug um sie zu entdecken an der Meeresoberfläche zeigten.
Besonders beeindruckt waren wir von der Aussicht, die sich uns vom Meer aus bot: die unendlich wirkende Namib-Wüste angrenzend an den tiefblauen Atlantik - kontrastreicher geht es kaum. Auch kulinarisch hat Swakopmund einiges zu bieten. Frischer Fisch direkt aus dem Meer ist besonders empfehlenswert!

Am 7.Tag unserer Reise erwartete uns das Damaraland. Entlang der Strecke hielten wir an unserem ersten Stopp - dem Versteinerten Wald, westlich von Khorixas gelegen. Unsere Reiseleitung erklärte uns die Entstehung dieses Waldes. Die 240 - 300 Millionen Jahre alten Stämme wurden an diese Stelle angeschwemmt und aufgrund des luftdichten Abschlusses (und weiterer Faktoren) versteinert. Das längste Exemplar besitzt heute noch einen Durchmesser von einem Meter. Die Stämme wurden durch die Versteinerung so gut erhalten, dass man die Jahresringe noch erkennen kann.
Im Anschluss ging es weiter nach Twyfelfontein. Hier haben wir die Felsgravuren- und malereien bewundert, die Jäger teilweise schon vor Christi Geburt auf Felsplatten gezeichnet und graviert haben. Auf den Platten sind Jagdszenen dargestellt, bei denen Jäger Giraffen, Zebras, Antilopen... mit Pfeil und Bogen jagen.
Mit vielen neuen Erlebnissen erreichten wir gegen Abend unser neues Quartier.

Gleich nach dem Frühstück brachen wir am nächsten Tag Richtung Etosha Nationalpark auf. Wir verließen das Damaraland und konnten während der fahrt nach und nach feststellen, dass es, je näher wir Etosha kamen, immer grüner wurde. Unbeschreiblich welchen Facettenreichtum dieses Land zu bieten hat!
Angekommen in Etosha unternahmen wir gleich unsere erste Pirschfahrt in den Park. Eine Besonderheit des Etosha Nationalparks ist die Etosha-Pfanne, eine über 100 Kilometer lange ausgetrocknete mit Salz durchsetzte Fläche.  Wir kamen an ein paar Wasserlöchern vorbei an denen wir die Tierwelt beobachteten. Es ist unbeschreiblich die Zebras, Giraffen, Elefanten, Springböcke und all die anderen Tiere in Ihrem ursprünglichen Lebensraum zu sehen - kein Vergleich zu den Tieren, die bei uns zu Hause im Zoo eingesperrt sind.
Für unsere zweite Pirschfahrt hatten wir den ganzen nächsten Tag zu Verfügung. Unser Tourguide hat uns auch an diesem Tag an die Wasserlöcher geführt, an denen die Wildtiere kommen um Ihren Durst zu löschen. Doch nicht nur Freunde der großen Tiere kommen im Etosha Park auf Ihre Kosten. Eine Vielzahl an Vögeln und Kleintieren, z.B. die niedlichen Erdhörnchen, haben unseren Weg gekreuzt. Auch im Etosha Park konnten wir wieder viele Fotos machen, die uns immer an diese schöne Reise erinnern werden.

Leider rückte das Ende unserer Reise immer näher und so machten wir uns auf den Weg zurück nach Windhoek, dem Ausgangspunkt der Reise. Entlang der Strecke besuchten wir das Städtchen Okahandja, welches an der Eisenbahnlinie im Hereroland liegt. Hier treffen wir auf einige Herero - Frauen, die mit Ihren außergewöhnlichen und sehr farbigen Gewändern direkt ins Auge fallen
Auf dem Kavango - Holzschnitzermarkt nutzen wir die Gelegenheit um für unsere Lieben zu Hause ein paar Mitbringsel zu kaufen. Bei der großen Vielzahl an handgeschnitzten Arbeiten, fiel uns die Auswahl allerdings alles andere als leicht.
Nachdem wir uns für die schönsten Exemplare entschieden hatten ging die Fahrt weiter, bis wir am Nachmittag Windhoek erreichten. Den restlichen Tag  bummelten wir noch etwas durch die Stadt und kehrten am Abend zu unserer Unterkunft  zurück.

Nun war es also soweit. Nachdem wir die Zeit bis zum Abflug mit letzten Einkäufen verbracht haben, erfolgte der Transfer zum Flughafen Windhoek. Trotzdem wir noch gerne länger in Namibia geblieben wären, freuten wir uns doch auch auf unser Zuhause. So verließen wir Namibia mit einem lachenden und einem weinenden Auge!

Wir möchten uns hiermit nochmals herzlichst bei KIWI Tours für diese wundschöne Reise bedanken! Von der Organisation bis zur Ausführung der Reise waren wir vollstens zufrieden. Unsere Reisegruppe war ein sehr netter Trupp, mit der man die vielen Eindrücke teilen und sich über die wunderbaren Erlebnisse austauschen konnte.
Dieses faszinierende Land wird uns immer im Gedächtnis, vor allen Dingen im Herzen bleiben. Und wer weiß, vielleicht war dies nicht unsere letzte Reise nach Namibia...

Frau Schweigert aus Potsdam
 
     
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