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Südafrika - Springbock
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Südafrika: Eine ganze Welt in einem Land

 
     
 
Am Anfang meiner Reise nach Südafrika, wusste ich nicht auf welches Abenteuer ich mich einlasse. Natürlich habe ich mich in vielen Reiseführern über Südafrika informiert, aber diese Vielseitigkeit und Schönheit des Landes habe ich in der Art nicht erwartet. Gebucht habe ich die Rundreise dann letztendlich über den Reiseveranstalter KIWI Tours, weil mir die Reiseroute und die individuellen Ausflüge mit deutsch sprechender Reiseleitung am Besten gefallen haben.

Es war auch meine erste Gruppenreise und ich würde immer wieder mit einer kleinen Gruppe ein Land bereisen. Nach einiger Zeit wächst man wie eine kleine Familie zusammen und während der doch längeren Strecken, die wir mit unserem Bus zurückgelegt haben, konnte ich mich immer wieder mit anderen Menschen austauschen und nette Gespräche führen. Abends sind wir öfters zusammen Essen gegangen und haben viele lustige und schöne Momente miteinander verbracht.

Meine erste Reise nach Afrika überhaupt startete in Johannesburg. JohannesburgAuf dem Weg ins Hotel haben wir eine Orientierung von Johannesburg bekommen. Ich muss sagen, dass ich Johannesburg zwar sehr quirlig und direkt sympathisch empfunden habe, aber mich die Slums in Soweto mit den vielen Blechhütten und dem ganzen Elend auf den Straßen doch sehr schockiert haben. Die Zeugnisse aus der Apartheidvergangenheit sind in verschiedenen Teilen der Stadt doch gegenwärtig!

Am nächsten Tag ging es ganz früh mit dem Bus weiter in die Provinz Mpumalanga, die landschaftlich sehr abwechslungsreich ist. Von trocken, über grün und sehr gebirgig hat die Region alles zu bieten. Im Osten Südafrikas besuchten wir am nächsten Tag den Blyde River CanyonBlyde River Canyon mit den Three Rondavals. Im Laufe der Jahrmillionen hat hier der Blyde River runde Formationen in die umliegenden Felsen geschliffen. Auf einen Rundgang konnten wir hier viele kleine Wasserfälle sehen. Vor dem Parkplatz, wo der Bus auf uns gewartet hat, saßen auf einen Baum viele kleine Äffchen, die umher rannten und auf einem Baum spielten. Mein erstes Erlebnis mit wilden Tieren!

Weiter ging es zum Krüger Nationalpark. Es war einfach nur gigantisch! Das Reservat zählt zu den artenreichsten und schönsten Wildreservaten der Welt und das kann ich nur so bestätigen. Den ganzen Tag sind wir herumgefahren und haben viele Tiere gesehen. Die Big Five und viele andere Tiere, wie Krokodile, Giraffen und Zebras. ZebrasEin Höhepunkt unserer Reise war sicherlich, dass wir Wildhunde mit kleinen Welpen, die ganz unbekümmert am Straßenrand spielten, beobachten konnten. Eine echte Seltenheit, wie man uns sagte!
Wir haben nicht im Krüger Nationalpark übernachtet, was im nachhinein betrachtet viel schöner war. Wir waren weg von den Touristenscharen und konnten den Abend auf der Terrasse unserer Lodge ausklingen lassen, von wo aus wir noch einmal viele Zebras, Kudus und sogar ein paar Elefanten an ihrem Wasserloch zuschauen und dabei ganz in Ruhe lesen und ein Glas Wein trinken konnten.

Der Hluhluwe Nationalpark hat mir wegen seiner Vegetation sehr gut gefallen. Im offenen Geländewagen sind wir auf die Pirsch in die hügelige Region aufgebrochen und haben wieder viele Tiere gesehen. Leider wurde gegen Mittag das Wetter schlechter und so sind wir als Gruppe in einem der Restaurants nett Essen gegangen und haben die Natur und einige Tiere von innen bewundert. Nachmittags haben wir ein Zulu-Dorf besucht. Mit den Kindern des Dorfes, die anfangs sehr verschüchtert waren, haben wir einige englische Kinderlieder gesungen. Eine sehr schöne Erfahrung! Wir wurden in ein Zulu-Lehmhäuschen geführt und eine afrikanische Hexenmeisterin, sagte uns die Zukunft aus Muscheln, kleinen Seilen und Perlen voraus. Man sagte uns, dass viele Südafrikaner aus dem ganzen Land zu ihr kommen würden und viele fest an ihre Vorraussagungen glauben!

Entlang der wunderschönen Küste des Indischen Ozeans ging es nach Durban Indian MarketDurban. Ein wahrer Schmelztiegel der verschiedenen Kulturen. Hier lebt außerhalb Indiens die meiste Indische Bevölkerung. Wir machten zuerst eine kleine Stadtrundfahrt, um eine erste Orientierung zu bekommen. Die Stadt ist sehr bunt und quirlig. Am Besten hat mir jedoch die Strandpromenade gefallen. Das Ushaka Marine World, die süße Mall, die im südafrikanischen Stil gehalten ist und der Strand mit den originellen Sandfiguren.

In Knysna hatten wir den ganzen Vormittag zur freien Verfügung. Ein Teil der Gruppe ist mit dem Boot zu den Knysna Heads rausgefahren und der andere Teil ist spontan auf eine kurze Tour zum Tsitsikama National Park gefahren. Dieser landschaftlich einmalige Park mit seinen steilen Klippen lädt zu vielen Fotomotiven ein und ist nur zu empfehlen. Hier wachsen weiße Callas wie Sand am Meer und das Meer hebt durch die raue Küste viele Wasserfontänen empor. Mittags haben wir ein kulinarisches Highlight ausprobiert: einen südafrikanischen Spezialitätenteller. Mit Strauß, Kudu und Krokodil. Gerade Krokodil fiel mir sehr schwer zu essen. Aber ich bin froh, dass ich es probiert habe. Zu meinem absoluten Lieblingsfleisch wurde seit diesem Tag Kudu.

Kapstadt WaterfrontBevor es entlang der Gartenroute endlich Richtung Kapstadt losging, war ich schon ein bisschen aufgeregt. Viele Freunde und Bekannte haben mir schon so viel von dieser tollen Reiseroute erzählt. Mein erster Gedanke als ich aus dem Fenster schaute: links mediterranes Flair mit wilden und felsigen Küstenabschnitten und rechts Alpenstimmung, kleine Seen, und saftige grüne Wiesen wie im Allgäu! Entlang steiler Berge, weißer Strände und glitzerndem Meer ging es nach Kapstadt.

Nur wenige Minuten außerhalb von Kapstadt beginnt eine der schönsten Landschaften Südafrikas: die Kap-Halbinsel. Die Fahrt zum Cape Peninsula Nationalpark und Kap der guten Hoffnung war traumhaft schön und wildromantisch. Am Besten hat mir wohl Boulder's Beach gefallen. Hier leben Brillenpinguine am Strand, einige wenige Pinguine auf dem afrikanischen Festland überhaupt.
Mein weiteres Highlight in Kapstadt war wohl der Besuch der Weinanbauregion Stellenbosch mit Weinprobe auf einem urigen Weingut und der Besuch des kleinen, gemütlichen Städtchens Stellenbosch. Hier faszinierte mich besonders die verträumte Gegend und das hautnahe Erleben der Verschmelzung der afrikanischen Kultur mit der niederländischen Vergangenheit und Kolonialarchitektur.

Wir hatten uns im Vorfeld entschieden an die Rundreise noch 3 Tage in Kapstadt anzuhängen. KIWI Tours erstellte uns im Vorfeld ein passendes Angebot zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Wir mussten uns praktisch nur entscheiden und KIWI Tours organisierte alles schnell und sehr unkompliziert. So hatten wir die Möglichkeit viele Sehenswürdigkeiten, wie die vielen afrikanischen Läden und Märkte auf eigene Faust zu erkunden. Einen fantastischen Eindruck auf die Umgebung Kapstadts haben wir vom Tafelberg bekommen. Die Aussicht von dem 1100 Meter hohen Plateau ist einfach atemberaubend. Es huschten ab und zu "Rock Daisys" vorbei, die zoologisch mit Elefanten verwandt sein sollen. Beeindruckend war auch die Gefängnisinsel Robben Island, wo Nelson Mandela inhaftiert war. Am Strand der Insel lebt eine riesige Pinguinkolonie. Die meiste Zeit haben wir aber an der quirligen "Waterfront" im Hafenviertel Kapstadts verbracht. Uns laden hier viele Einkaufsmöglichkeiten, sehr gute gemütliche Restaurants und viele Straßenmusiker täglich ein, "die ganze Welt in einem Land" Revue passieren zu lassen!

Danke liebe KIWIS für die gute Betreuung und die tolle Organisation unserer traumhaften Erlebnisreise durch Südafrika! Die Hotels waren durchweg schön gewählt und haben uns nicht enttäuscht. Auch bei der Reiseleitung möchten wir uns nochmal herzlich bedanken. Wir wurden nicht nur mit den durchschnittlichen Informationen über Südafrika versorgt, sondern auch immer wieder mit netten kleinen Anekdoten. Wir hatten eine rundherum gelungene Reise.

S. Maier
 
     
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