Zuallererst: Südafrika ist eines der besten Reiseziele, das man sich vorstellen kann. Unser persönliches Highlight war der Krüger Nationalpark mit seinen vielen Tieren. Tiere in freier Wildbahn zu erleben, das hat schon etwas eigenes, ist so ganz anders als im Zoo oder wo man sonst in Deutschland wilde Tiere sehen kann.

Bereits bei der Ankunft wurden wir von einer sehr freundlichen Reiseleiterin begrüßt, die uns auf dem Weg zum Hotel in Johannesburg erst einmal einen Ausflug nach Pretoria versprach. Das schien ja schon mal ziemlich nah zu sein. Die Zeit reichte gerade für einen ersten Eindruck, aber Pretoria war sowieso nicht unser vorrangiges Ziel.
Vor Johannesburg hatten wir ein wenig Bammel, wir hatten wohl zu viel im Vorhinein über die Stadt gelesen. Aber unsere Bedenken waren grundlos, wir wurden vor dem Hotel abgesetzt, wo es am Abend ein wunderbares Essen gab und am nächsten Morgen starteten wir dann zu unserer Südafrika-Rundreise.
Die erst Fahrt führte uns entlang der Panorama Route. Beim ersten Wasserfall leuchten unsere Augen, beim fünften haben wir uns dann schon daran gewöhnt. Es war herrlich! Immer wieder hielten wir an und genossen die wunderbare Aussicht. Der Blyde River Canyon ist der zweitgrößte Canyon auf der Erde und teilweise bis zu 500 Meter tief.
Und dann der Krüger Nationalpark. Wir haben uns so ziemlich am Anfang in ihn verliebt. Zuerst erlebten wir "nur" ein paar Elefanten, drei Giraffen und eine Herde

Zebras. Unser wunderbarer Ranger schärfte unser Auge für das Verhalten der Tiere, wenn sie allein waren oder ein Räuber in der Nähe war. Man konnte ihre Unruhe förmlich spüren. Wirklich etwas ganz anderes als so etwas im Fernsehen zu sehen. Die ganze Herde scheint sich in einer Bewegung zu vereinen, eins zu werden, wie eins zu reagieren, bis sie auf einmal nicht mehr zu halten sind und einfach losstürmen, weg von den Angreifern. Faszinierend. Raubtiere haben wir hier nicht gesehen, denn dafür muss man wohl am besten früh aufstehen. Das machten wir am nächsten Tag, als wir im Game Reserve auf Großwildjagd gingen. Allerdings mit der heutigen Munition, unseren Kameras. Der Ranger wurde von seiner Leitstelle informiert, wo sich die Raubkatzen aufhalten.

Das war praktisch, garantierte aber dennoch keinen Erfolg. Doch wir hatten Glück, sahen Löwen, Hyänen, Elefanten, Flusspferde, Nashörner, Büffel, Warzenschweine, Giraffen, Antilopen, Paviane, Gnus und Kudus, Strauße und etliche andere Vögel. Nicht jeder trifft auf so eine Menge Tiere.
Über Swasiland und seine Hauptstadt Mbabane, wo wir den Markt besuchten, fuhren wir zum nächsten Nationalpark, dessen Bewohner auf ihre Entdeckung warteten, diesmal im offenen Geländewagen: Der Umfolozi Nationalpark ist berühmt für seine Nashörner. Leider hatte kein Exemplar Lust darauf. Wir hatten den ganzen Tag kein Glück und kamen an kein Tier näher als einige hundert Meter heran. Schade. Aber es sind nun mal wild lebende Tiere, die ihren eigenen Kopf haben und auch haben können. Dafür sind sie nicht eingesperrt.

Unsere nächste Station war Durban, die indische Stadt. Auf dem Gewürzmarkt klärte und ein Inder über die Feinheiten der indischen Küche auf, die Stadt ist lebendig, wir besichtigten eine große Moschee und hatten etwas Zeit für uns.
Von hier aus flogen wir nach Port Elizabeth, wo die Garden Route beginnt. Wir schienen zur falschen Zeit hier zu sein, viel blühte hier nicht, es muss zur richtigen Zeit wunderschön sein, aber wir sahen davon wenig. Trotzdem war es schön dort, aber allein deswegen würden wir die Reise nicht machen, zumindest nicht zu unserer Jahreszeit. In den Cango Caves, die wir uns mit unserer Führerin ansahen, herrschte eine tolle Akustik. Hier hat man früher sogar Konzerte gegeben. Die nächste Strecke war die einzige längere der ganzen Reise. 500 Kilometer waren es nach Kapstadt. Doch der Bus war komfortabel, und auf der ganzen Strecke gab es am Wegesrand schöne Dinge zu sehen, so dass uns eigentlich keine Minute zu lang war.

In Kapstadt hatten wir Glück mit dem Wetter. Wir fuhren auf den Tafelberg hinauf und hatten einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Von hier oben wirkte alles so friedlich, wie es unten nicht mehr war. Bei einer Stadtrundfahrt sahen wir nicht nur die schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten Kapstadts, sondern bekamen auch einen Einblick in die Ungerechtigkeiten, die selbst nach der Aufhebung der Apartheid immer noch sichtbar waren. Die Kluft zwischen schwarz und weiß ist groß, während schwarze Kinder im Zentrum betteln, haben sich die Weißen hinter hohen Stacheldrahtzäunen verbarrikadiert. Doch wenn man das für kurze Zeit vergessen kann, zeigt sich die Stadt freundlich und lebensfroh. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich an der Waterfront.
Natürlich machten auch wir einen Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung

und in die Weinanbaugebiete Südafrikas. Hier genossen wir eine sehr leckere Weinprobe, bevor es wieder zurück nach Kapstadt ging. Unsere Freizeit verbrachten wir an der Waterfront.
Diese Südafrika-Reise "Eine ganze Welt in einem Land" von Kiwi Tours hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir haben bei Kiwi Tours gebucht, weil wir mit ihnen schon in Namibia waren und von dieser Reise auch schon sehr angetan waren. Der Service war entsprechend hervorragend, die Reiseleiterin hatte immer wertvolle Informationen für uns und immer ein offenes Ohr für unsere Fragen. Die Hotels waren allesamt gut und entsprachen auch unserer Vorstellung von Sauberkeit. Der Bus war angenehm und mit allem ausgestattet, was man für eine längere Reise braucht. Um unser Gepäck mussten wir uns so gut wie nie kümmern, es wurde für uns ausgeladen und auf unsere Zimmer gebracht und auch wieder zum Bus. Auch die Flüge mit South African Airlines waren gut organisiert, der Checkin und der Abflug klappten reibungslos. Das Land ist wunderschön, die Nationalparks sehenswert und die Menschen freundlich und entgegenkommend. Kiwi Tours wird für uns als Veranstalter für zukünftige Reisen immer mit eingeplant werden.
Martina R. aus Stuttgart