
Der Kilimandscharo, der hat es mir angetan. Ein Bergmassiv mit weißer Spitze mitten in Afrika. Für eine Reise mit dem Rucksack fühlten wir uns dann doch schon zu alt, und so buchten wir bei Kiwi Tours das, was wir unser "kleines Abenteuer" nannten. Bei Kiwi Tours ist bereits alles enthalten: Die Flüge mit KLM, die Steuern und Gebühren, Vollpension, alle Safaris, Gepäcktransport. Man hat also die Sicherheit, dass das, was draufsteht, auch drin ist. Dabei musste man darauf achten, dass man keinen Hartschalenkoffer mitnimmt, warum auch immer, ich denke, es hatte etwas mit dem Transport zu tun und damit, dass die Taschen immer ganz schön ins Auto gezwängt wurden. Also nichts Zerbrechliches mitnehmen!
Wir waren recht froh, dass wir mit KLM flogen, denn wir hatten keine Ahnung, wie die afrikanischen Fluglinien so waren. KLM enttäuschte uns jedenfalls nicht, wie bei europäischen Linien gewohnt, war der Service gut und das Essen lecker. Der Flug war dann doch länger, als wir erwartet hatten, in Amsterdam stiegen wir noch einmal um, dann gings 11 Stunden in Richtung Süden. Abends kamen wir an und wurden erst einmal ins Hotel gebracht. Arusha, unser erstes Ziel, ist eine einigermaßen große Stadt mit 300.000 Einwohnern. Und sie hat ein traumhaftes Panorama: den Kilimajaro in der Ferne. Am Vormittag hatten wir etwas Zeit für uns, die Stadt zu erkunden. Afrikanische Städte hatten wir uns anders vorgestellt. Es war dann doch vieles sehr europäisch. Aber die Straßen, die Sonne und die Berge im Hintegrund haben uns schon sehr gut gefallen.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen lernten wir dann endlich einige unserer Mitreisenden kennen. Danach wurden wir von unserem freundlichen Reiseleiter zum Bus gebracht und brachen auf zum Ngorongoro Nationalpark. Hier würden wir die nächsten Nächte verbringen. Die Fahrt dauerte gute vier Stunden, und als wir schließlich ankamen, waren wir schon dfroh, endlich aus dem Bus aussteigen zu können. Unserer Lodge lag direkt am Ngorongoro Krater mit einer Sicht, die man nicht beschreiben kann. Ich denke überhaupt, dass man manche Dinge einfach mit eigenen Augen gesehen haben muss. Gleich nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg. Wir machten Halt in der Nähe eines Wasserbeckens im Krater und konnten von unserem Platz aus gut unsere ersten Flusspferde beobachten. Der riesige Krater entstand durch den Zusammenbruch eines Vulkans und beherbergt heute etwa 20.000 große Wildtiere. Nach den Flusspferden sahen wir auch noch Elefanten, ebenfalls die ersten wildlebenden unseres Lebens. Es war beeindruckend. Am Nachmittag führte uns ein Ausflug noch in ein Massai-Dorf.

Dieses kriegerische Volk lebt in Hütten aus getrocknetem Kuhdung.
So war schon der erste Tag ein voller Erfolg, denn wir hatten schon ein wenig Angst gehabt, dass wir evtl. von unserer Safari zurückkommen könnten, ohne auch nur ein Tier gesehen zu haben, das kommt ja auch vor. Die Tiere leben hier eben wild und können machen und sein, was und wo sie wollen. Aber wir hatten Glück. Und das sollte auch den Rest der Reise anhalten. Am nächsten Morgen fuhren wir dann weiter in Richtung Serengeti Nationalpark. Unterwegs machten wir einen Halt in der Olduvaischlucht, wo wir ein Museum besuchten. Dann der Serengeti Nationalpark: Einen ersten Eindruck erhielten wir am Nachmittag auf unserer ersten Pirschfahrt. Der Tierreichtum hier ist überwältigend. Wir verbrachten zwei hier. Der Park ist gut 15000 Quadratkilometer groß und beherbergt eine Menge Elefanten, Giraffen und Flusspferde.

Dann fuhren wir weiter zum Lake Manyara, wo wir auf eine Unmenge rosane Flamingos trafen.
Unsere Safari führte uns weiter zum Tarangire Nationalpark, einem Park, der berühmt ist für seine riesigen Elefantenherden. Leider wurden wir am selben Nachmittag schon wieder nach Arusha zurückgebracht, denn der letzte Tag war angebrochen. Unser einziges Thema in diesen letzten Stunden waren die Eindrücke, die wir mit nach Hause nehmen würden. Wir würden diese Reise jederzeit wieder machen. Allerdings gibt es ja so viele Reiseziele, die wir noch nicht gesehen haben. Wir können jedem, der sich für die großen Tiere, die man hier sehen kann, interessiert, eine solche Reise nur ans Herz legen, denn man muss sie einmal im Leben live gesehen haben und nach Möglichkeit nicht hinter Gittern.

Sie sind so beeindruckend. Und gleichzeitig gibt einem das Gefühl, dass sie hier in Ruhe so leben können, wie sie es verdienen, nimmt einem das komische Gefühl, das einen manchmal in einem Zoo beschleicht, das schlechte Gewissen, dass man ja eigentlich etwas Schlechtes unterstützt. Hier ist alles anders und die Riesen frei lebend zu sehen, ist ein erhebendes und gutes Gefühl. Die Reise insgesamt war nicht anstrengend und man bekommt viel zu sehen. Kiwi Tours können wir als Veranstalter nur weiterempfehlen und wünschen der Firma und den Mitarbeitern weiter viel Glück und viele weitere schöne Reiseziele.
Manfred K.