
Mit Kiwi Tours nach China, das war bereits unsere dritte Reise mit dem Münchner Reiseveranstalter. Wir kannten das Prozedere schon von unseren früheren Reisen, und so waren wir schon am Flughafen gespannt, ob wir beim Checkin vielleicht schon auf andere Mitreisende unserer Reisegruppe treffen würden. Ein Ehepaar, das vor uns in der Schlange stand, hatte ebenfalls den typischen Kofferanhänger an seinem Gepäck. Und so sprachen wir sie an. Marianne und Martin waren auch begeisterte Reisende, aber auch für sie war es der erste Besuch in China. Der Flug verlief ohne Zwischenfälle. Wir landeten am nächsten Morgen in Peking und wurden am Flughafen von der Reiseleiterin abgeholt. Um unser Gepäck mussten wir uns von da an nicht mehr kümmern, das wurde für uns zum Bus gebracht. So konnten wir uns schonmal entspannt umsehen. Die Straße in die Stadt ist voll mit Schlaglöchern.

Das fängt ja schon gut an. Peking ist riesig. Die Architektur ist ein munterer Mischmasch an verschiedenen architektonischen Stilen, mit wenig Sinn für Einheitlichkeit. Und das ist nicht immer schön. Immer wieder tauchen riesige Betonburgen vor unseren Augen auf, aber auch immer wieder schöne Beispiele traditioneller Architektur. Unsere Reiseleiterin Lei erklärte uns dabei alles, was wir zum Thema Peking im Spannungsfeld zwischen vorsozialistischer, also kaiserlichem China und der heutigen wissen müssen. Das war schon einmal sehr interessant.
Unser Hotel war das Novotel, das sehr zentral liegt. Das Hotel war sehr schön, die Zimmer schlicht eingerichtet, aber schön. Ein Designtisch ragte aus der Wand und es gab einen Fernseher mit Flachbildschirm. Besonders schön fand ich den Strauß frischer Blumen auf dem Tisch. Eine Geste, die man nicht in jedem Hotel erwarten sollte. Nach dem Mittagessen wartete unser Bus draußen für eine erste Stadtbesichtigung. Der Bus entsprach europäischem Standard, wenn auch die Sitze weicher waren. Unser erster Stopp war der Himmelstempel. Die Anlage war wunderschön. An einer Stelle sahen wir ältere Pekinger beim Qi Gong. Die Halle der Ernteopfer beeindruckte mich aufgrund ihrer besonderen Form und Symmetrie. Die Decke ist so eindrucksvoll! Den Abend verbrachten wir auf eigene Faust, allerdings trauten wir uns nicht weit weg vom Hotel. Peking bei Nacht ist hell erleuchtet und strahlt in verschiedensten Farben. Es ist ein Spektakel, Menschenmassen bewegen sich über die Straßen und überall die Schriftzeichen in hellen Neonlettern!

Am nächsten Tag fuhren wir früh los zur Chinesischen Mauer. Die Größe ist gigantisch, und man kann dem Verlauf über Kilometer hinweg mit den Blicken folgen. Der Sommerpalast war ein weiteres Ziel unserer Reise. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel der Pekinger. Wenn man hierher kommt, dann versteht man, warum es die Pekinger hierherzieht: Die schöne Lage am See, die verzierten Gebäude, die Drachenschiffe auf dem ruhigen Wasser, das lädt zur Entspannung ein. Wer nach Peking kommt, sollte unbedingt einen Abstecher hierher machen. Nachdemn wir unsere Reiseleiterin Lei gefragt haben, wo wir am Abend hingehen könnten, folgen wir ihrem Rat und begeben uns in ein Restaurant, auf dem wir auf Fotos unser Essen aussuchen können.
Am nächsten Tag besichtigen wir den Tiananmenplatz. Was für ein Kontrast zu der Ruhe und Geborgenheit gestern! Vor allem die schreckliche Geschichte macht diesen Platz ein wenig unheimlich. Außerdem liegt hier Mao seit seinem Tod 1976 mumifiziert aufgebahrt wird - uah! Dafür ist die Verbotene Stadt umso eindrucksvoller. Wahrscheinlich lag das an der extremen Weite des Areals. Bei einer Rikschatour entdeckten wir, die Hutongs, die letzten noch lebenden Überbleibsel des alten, einfachen Peking. Das hier war unser Peking! Hier gefiel es uns am besten, diese Viertel waren lebendig, hier lebten die Menschen, hier war es authentisch.
Am nächsten Morgen wartete unser Flug nach Xian. Am Abend kamen wir im Grand New World Hotel an, wie fast überall in China ein Hochhausbunker, allerdings mit einer beeindruckenden Lobby und schönen sauberen Zimmern. Xian ist ebenfalls eine Stadt voller Widersprüche. Wie jede chinesische Stadt ist sie quadratisch angelegt, so ist es einfach, sich zu orientieren. Hier fuhren wir als allererstes zu einer der größten archäologischen Fundstellen der Welt: die Terrakottaarmee.

Die tönernen Figuren stehen beeindruckend in perfekter Formation hintereinander. Sogar Pferde und ganze von Pferden gezogene Karossen wurden ausgegraben. Eine beeindruckende Fundstelle.
Nach dem Besuch konnten wir bei der Herstellung von chinesischen Nudeln zusehen, die wir danach essen durften. Der Koch beeindruckte uns mit seiner Fingerfertigkeit. Er schlang die langen Nudeln um seine Hände, ohne sie kaputt zu machen.
Der nächste Halt war die berühmte Wildganspagode. Es handelt sich hierbei um eine schön angelegte Tempelanlage. Abends wurden wir zu einer Tang-Tanzdarbietungen gebracht.
Am nächsten Morgen besuchten wir noch das Shaanxi Museum. Danach mussten wir schon wieder zum Flughafen für unseren Flug nach Shanghai.

Auch in Shanghai erwartete uns ein Moloch, sie ist mit 16 Millionen Einwohnern eine der größten Städte der Welt. Wieder wurden wir von einem neuen Reiseleiter am Flughafen abgeholt. Der Bus wartete schon und wir wurden gleich zum Hotel gebracht. Am nächsten Tag machten wir eine Stadtrundfahrt. Am Jade Buddha Tempel machten wir Halt. In der Halle stehen zwei Buddhafiguren. Die eine sitzt, die andere liegt. Eine zeigt Buddha bei der Erleuchtung, die andere beim Eintritt ins Nirvana. Nach einem Spaziergang am Bund und in den Yu Gärten schlendern wir über die Einkaufsstraße Nanjing Road.
Die Reise durch das "Reich der Mitte" hat uns sehr beeindruckt. Unser besonderer Dank gilt neben Kiwi Tours und dem Service in Deutschland vor allem Lei, die es geschafft hat, ihr Land in so schöner, bildhafter Weise zu beschreiben, dass wir noch heute davon zehren. Ich kann eine Reise mit Kiwi Tours nur empfehlen. Dies war schon unsere dritte Reise und wieder waren wir voll zufrieden. Fünf Sterne von uns!
von Walter und Daniela L., Rosenheim