
Für eine Reise nach Taiwan haben wir uns entschieden, weil wir etwas ganz Neues sehen wollten. Ein Land, in dem der Tourismus noch nicht ganz so ausgeprägt ist. Die erste Station unserer Reise "Höhepunkte Taiwans" führte uns nach Taipeh, die Hauptstadt. Ein netter Reiseleiter holt uns am Flughafen ab. Das Hotel, in das wir zuerst einmal gebracht werden, war ganz in Ordnung, ein klassisches Kettenhotel, aber sauber und die Mitarbeiter sind sehr zuvorkommend.
Unsere Stadtrundfahrt startete am Nachmittag, wir machten vorher einen kurzen Spaziergang, um schonmal einen Eindruck zu bekommen. Taipeh ist eine Stadt voller Gegensätze. Einerseits die modernen Hochhäuser, u.a. der

101, den man von überall sehen kann, andererseits die kleinen Gässchen mit den Märkten und Imbissen. Wirklich toll. Die Stadtrundfahrt bot eine Mischung aus alten Sehenswürdigkeiten wie Chiang Kai Shek-Gedenkstätte und dem Luang-Shan-Tempel und den neuesten Errungenschaften des aufstrebenden Landes, z.B. den Taipeh 101. Wir fuhren hinauf auf das Gebäude, bis in den 88. Stock. Meinem Magen wurde ein wenig schwummrig, so schnell schoss der Aufzug in die Höhe. Von hier oben aus hatten wir eine fantastische Sicht über Taipeh. Am späten Abend wurden wir noch zu einem Nachtmarkt gebracht. Es war quirlig und viel los, wir waren beeindruckt von dem Gewimmel und ließen uns von der Stimmung einfach mitreissen. Übrigens: Das taiwanesische Essen ist wirklich vorzüglich!
Morgens starteten wir mit dem Bus zu unserer Rundreise. Es war eine ziemlich komfortable Art zu reisen, wir fuhren zum

Sonne-Mond-See, der seinen Namen von seinen Umrissen verglichen mit den chinesischen Schriftzeichen der jeweiligen Himmelskörper hat. Er soll so etwas wie die Niagara Fälle Taiwans sein, ein beliebtes Ziel für Jungverheiratete. Der Blick über den "Sonne-Mond-See" war aber auch berauschend. Am Wen Wu Tempel lernten wir, was Meditation ist. Es war unglaublich ruhig hier. Zwei jeweils 6 Meter hohe rote Löwen bewachen den Tempel und zum Tempeleingang muss man erst einmal 360 Stufen erklimmen.
In Foguangshan erwartete uns eine riesige Buddha-Statue. Bunte Lampions säumten die Wege, tausende kleiner Statuen standen am Rand und begleiteten unseren Weg. Eine ganz eigene Welt. Wir konnten an einer morgendlichen Zeremonie teilhaben: Die Mönche standen nebeneinander auf dem großen Platz, vor ihnen nur ein paar Notenpulte, fast ein wenig westlich, die Ruhe und Gelassenheit beeindruckt. Die Gesänge haben uns gefallen, es war ein wenig meditativ.
In Chihpen wurden wir zu den heißen Quellen gebracht. Das klare Wasser hat hier eine Temperatur von 32°C. Leider ist es hier ein wenig zu touristisch für unser Gefühl, obwohl es wirklich sehr schön ist. Überall wird einem etwas angeboten oder jemand will einen in sein Restaurant ziehen. Nervend und wirklich schade.

Unsere Reise führt uns weiter nach Hualien. Die Stadt bietet eigentlich nicht viel, aber sie ist das Tor zur nahe gelegenen Taroko-Schlucht. Die tief eingeschnittene, wunderschöne Schlucht zeigt, was die Natur zu schaffen fähig ist. Die Gegend ist bekannt für seine Marmorvorkommen, und so tost auch hier der Fluss vorbei an marmornen verschiedenfarbigen Wänden.
Uns hat das Land tief beeindruckt. Es bietet eine schöne Mischung aus interessanten Städten und sehenswerten Naturschönheiten. Taiwan ist sicher eine Reise wert, ein tolles Land mit vielen faszinierenden Ecken. Auch die Organisation der Reise durch den Reiseveranstalter Kiwi Tours war sehr gut. Unser Reiseleiter hatte Spaß bei seiner Arbeit, das merkte man ihm an, und das machte die Reise für uns noch schöner. Die Hotels waren gut ausgesucht, wenn auch nicht immer architektonische Schönheiten, dann zumindest nach europäischem Standard sauber und freundlich. Nur zu empfehlen.
Florian B.