Wir waren schon öfter in östlichen Zielgebieten gewesen und es hat uns immer sehr gut gefallen.

Wir waren fasziniert von der Mischung aus abend- und morgenländischen Einflüssen, und so suchten wir nach einer neuen Destination, die wir noch nicht kannten. Bei Kiwi Tours fanden wir unser Ziel: Usbekistan. Eine Reise durch ein unbekanntes Land. Wirklich unbekannt, wir wussten zu Beginn nicht einmal, wo es lag. 9 Tage sollte es gen Osten gehen, in ein Land, von dem man bei uns selten hört. Die Geschichte Usbekistans ist eine wechselvolle, Nomaden, Bauern, die Griechen, Buddhisten, Islam, Indische Einflüsse. Hier gibt es alles.
Über Kiwi Tours erhielten wir unsere Visa und unsere Unterlagen. Dann ging's los. Frühmorgens fanden wir uns am Bahnhof ein und nahmen einen ICE nach Frankfurt.

Wir flogen mit Uzbekistan Airways, klingt schon nach Abenteuer, aber die Maschine war in erstklassigem Zustand. Das Essen schmeckte und nach 6 Stunden Flug landeten wir dann in Taschkent.
Das erste, was uns auffiel, war die Hitze. Aus irgendeinem Grund hatten wir geglaubt, es wäre kühl hier, aber wir mussten uns eines besseren belehren lassen. Wir fragten unsere Reiseleiterin, Mrs. Barno, die uns erklärte, dass die Durchschnittstemperatur hier bei 30 bis 35° Celsius liegt. Puh! Allerdings sollten die Nächte weit kühler sein und deswegen zum Schlafen angenehm. Mrs. Barno sprach sehr gutes und verständliches Deutsch und erklärte uns zu Beginn der Reise erst einmal, was uns erwartete. Dann brachte sie uns mit unseren Mirteisenden in unser Hotel im Zentrum.
Die Stadt hat uns sofort gefallen. Die Gegensätze, auf die man hier stößt, sind atemb

eraubend. Auf der einen Seite die eher hässlichen Einflüsse der Sowjetrepublik, auf der anderen wunderschöne, arabisch beeinflusste Bauten, z.B. die Medrese oder das Denkmal des Mir Ali Scher Navoi. Wunderschöne, fein verzierte Bauwerke. Und dann auch einige europäische Gebäude, wie das Opernhaus. Toll. Auch die Landschaft hat uns sehr gut gefallen. Es gibt viel Grün und Taschkent entpuppt sich als eine moderne Großstadt. Unser nächstes Ziel heißt Chiwa, das wir mit dem Flieger erreichen. Und wieder eine Überraschung: Hier ist 1001 und eine Nacht lebendig. Die engen Gassen, der helle Stein der Gebäude, der Basar, die Gerüche - kein Wunder, dass Chiwa zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Eine wunderschöne Stadt!
Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus quer durch die Wüste nach Buchara. Auch hier ereilte uns der Gedanke an 1001 und eine Nacht. In den Gassen der Altstadt ist die Vergangenheit lebendig. Bei unserem Stadtrundgang sahen wir den eindrucksvollen Bau der Char-Minar mit den vier blauen Kuppeln.

Der Innenhof der Mir i Arab Medressa ist traumhaft und in den schmalen Gassen der Altstadt erleben wir das gemütliche Leben der Bewohner dieser Traumstadt, die trotz des sowjetischen Hintergrunds eine orientalische Stadt geblieben ist. Unser nächster Ausflug führte uns nach Shaxrisabz, die Heimatstadt des großen und grausamen Herrschers Tamerlan. Nicht ganz so beeindruckend wie unsere anderen Ziele, war der "weiße Palast" Tamerlans ist etwas verfallen, aber das Dorut Tibovat-Ensemble mit der blau überkuppelten Ko'K-Gumbaz-Moschee ist sehenswert. Am nächsten Tag ging es weiter nach Samarkand, eine der ältesten Städte der Welt. Fast scheint es, als würde Samarkand angeben mit seinen wunderschönen, arabischen Gebäuden. Überall feinste Mosaike, die Fassade des Gur Emir Mausoleums, die in strahlendem Blau geflieste Kuppel der Bibi Hanim Moschee, die feinen türkisblauen Ornamente - selten haben wir so viel Pracht auf einmal gesehen. Was für ein unbekanntes Kleinod! Wir konnten uns kaum satt sehen. Bei einer Stadtrundfahrt sahen wir das Mausoleum des Gur-e Amir und den Registan-Platz.
Dann ging es noch einmal nach Taschkent, wo wir uns die U-Bahn anschauten, die erste U-Bahn Zentralasiens. Sie besteht aus nur drei Linien, wobei eine vierte in Planung ist. Selbst hier unten stößt man auf reiche Verzierungen. Dann ist unser Reise leider schon wieder vorbei. Diese Reise hat uns vollkommen überzeugt. Usbekistan zeigt Städte, wie man sie sich nur im Traum vorstellt. Ein tolles Reiseziel, absolut zu empfehlen. Kiwi Tours hat sich hier in ein neues Reiseziel gewagt, das zu erkunden sich wirklich lohnt.
J. Schuster,, Essen