Kiwi Tours verdanken wir eine der schönsten Urlaubsreisen, die wir je gemacht haben: Eine Flusskreuzfahrt über den Dnjepr. Die Reise begann mit einem Flug nach Kiew.

Gleich am Flughafen wurden wir in Empfang genommen und in einem Bus zum Schiff gebracht. Unsere Koffer wurden von einem freundlichen Herrn übernommen, der uns versprach, dass wir es an Bord in unserer Kabine wieder sehen würden. Der Checkin an Bord ging schnell und reibungslos, das war erfreulich, die Anfahrt und der Flug waren schon anstrengend gewesen, jetzt waren wir froh, dass wir in unsere Kabine konnten.
Wir wurden vom Kapitän selbst bei einem Cocktail begrüßt und auf die Schiffsreise vorbereitet. Nur noch schnell einen Happen zu Essen und dann ab ins Bett. Erst am nächsten Tag lernten wir unser Schiff näher kennen. Es war nicht sehr groß, aber ganz schön, die Kabine ziemlich klein, gut 10 Quadratmeter. 280 Passagiere hatten Platz.
Nach unserem ersten Frühstück erwarteten uns vor dem Schiff vier Busse mit jeweils einem deutsch sprechenden Reiseleiter, der uns auf der ganzen Reise zugeordnet blieb. Wir waren immer noch in Kiew,viel hatten wir davon bisher ja noch nicht gesehen. Kiew ist eine Mischung aus sowjetischer praktischer Architektur, also eher hässlich, und Kirchtürmen aus purem Gold - was für ein Kontrast.

Die Ukraine gehört geographisch zu Europa und wird so zu dessen größtem Land. Das hatten wir nicht gewusst. Kiew ist teilweise eine sehr schöne Stadt, sehenswert sind die Oberstadt mit dem Palast des Fürsten, den Häusern der Adligen, der Sophien-Kathedrale und dem Goldenen Tor als prunkvollem Zugang, und die Unterstadt, das Viertel der Handwerker und Kaufleute unten am Hafen.
Unsere erst Nacht an Bord. Ich schlief nicht gut, aber das konnte auch an der veränderten Umgebung liegen. Auch musste ich mich erst an die ständige Bewegung des Schiffes gewöhnen. Am nächsten Morgen gingen wir wieder zu dem herrlichen Frühstücksbüffet, das keine Wünsche offen ließ. Rührei und Schinken, Obst wie z.B. Melone und Apfel, Kaffee und ein hiesiges Schwarzbrot. Danach wurden wir - wir standen immer noch im Hafen von Kiew - wieder in Busse verfrachtet und zum berühmten Höhlenkloster gebracht. Heiligenbilder, goldene Kuppeln und ein steiler Weg hinab zu den Höhlen. Daran erinnere ich mich. Hier gab es Särge und Mumien zu sehen,. Damit hatten wir nicht gerechnet. Ein bisschen gruselig, aber interessant.
Dann fuhren wir zum Schiff zurück und legten endlich ab. Die Landschaft, an der wir vorbeifahren, genießen wir vom Liegestuhl aus. Es gibt immer was zu sehen.

Wir legen am Hafen von Saporoschje an. Bei einer Stadtrundfahrt besuchen wir das Kosakenmuseum auf der mitten im Fluss liegenden Insel Chortitsa. Wir erreichten Chersson. Hier ist man dem Schwarzen Meer schon ganz nah. Das Dnjeprdelta, das sich hier großzügig ausbreitet, erkundeten wir in kleinen Booten. Dann hielten wir Kurs auf die "Verbotene Stadt" Sewastopol. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die starken Spuren des Krieges wieder aufgebaut. Wir besichtigen den Nachimov-Platz, das Denkmal des Kleinen Mannes und die Wladimir-Kathedrale.
Am nächsten Tag folgte ein Ausflug zum Weißen Palast von Liwadija, in dem sich 1945 Churchill, Roosevelt und Stalin zur Konferenz von Jalta trafen. Rund um den Weißen Palast erstreckt sich ein Park. Jalta selbst fällt besonders durch seine vielen Balkone auf. Jugendstilfassaden liegen darunter und drüber. Das ist wirklich sehr schön.

Nach der Überfahrt des Schwarzen Meeres erwartete uns das Donaudelta, eine weitgehend unberührte Naturlandschaft mit vielen Tieren, vor allem Vögeln und Schlangen. Wilkowo, unser nächster Halt, ist eine Stadt, die auf vielen kleinen Inseln gebaut ist u und über unzählige Kanäle verfügt. Dann schon unsere letzte Station: Odessa. Die "Potemkin-Treppe" hat durch Sergeij Eisensteins preisgekröntem Film Berühmtheit erlangt. Odessa ist eine sehr schöne Stadt mit vielen schönen Flaniermeilen, von denen die Deribasovskaya die bekannteste ist.

Am nächsten Morgen mussten wir das Schiff wieder verlassen und wurden zum Flughafen gebracht. Für uns eine wunderbare Kreuzfahrt mit vielen interessanten Zielen, die man sonst nicht unbedingt sehen würde. Wirklich empfehlenswert auch der Service von Kiwi Tours in Deutschland. Obwohl alles über Telefon ging, waren die Mitarbeiter immer sehr zuvorkommend und freundlich und wir bekamen ausführliche und sehr schöne Reiseunterlagen (u.a. einen recht brauchbaren Reiseführer).
Vicki A.