Mittelamerika sollte es sein. Und Costa Rica im Besonderen, eine Reise dorthin war schon lange ein Traum von uns gewesen. Von Frankfurt flogen wir nach San José. Die Stadt liegt im Landesinneren.

Gleich beim Aussteigen bemerkten wir die Wärme und das veränderte Klima. Viele Palmen, die überall die Straßen säumten, rundeten das Bild ab. Die Stadt liegt inmitten eines wunderbaren Panoramas, umgeben von Bergen. Gleich nach der Ankunft wurden wir erst einmal ins Hotel gebracht, um uns frisch zu machen. Das Hotel war in Ordnung, entsprach unseren Vorstellungen, wenn auch nicht europäischen Anforderungen. Aber es war sauber und die Mitarbeiter waren freundlich. Unser erster Ausflug führte uns zum nahe gelegenen Vulkan Poás. In seiner Mitte lag ein wunderschöner türkisblauer See, die Luft war klar, es war einfach herrlich. Puerto Viejo ist ein Ort am Fluss Sarapiquí.

Seine Lage mitten im Regenwald ist sehr schön, es ist alles grün, viele Ananasplantagen säumten unseren Weg. Wir machten Halt an einem Schmetterlingspark. Hier dürfen die Falter frei herumfliegen und die Formen und Farben hier sind scheinbar unbegrenzt. Wieder ist es sehr warm hier, und die Luftfeuchtigkeit hier drin ist furchtbar hoch. Dagegen war es draußen um einiges angenehmer. Das Wetter konnten wir bei einer Bootstour wieder genießen. Wir konnten viele Tiere am Wegesrand und auf dem Wasser sehen. Eine Schildkröte kreuzte und der Wald war alles andere als ruhig und still, eher ganz schön laut. Leider kann man die meisten Tiere nur hören und nicht sehen. Es ist so wunderschön hier, dass wir gar nicht weiter wollen. Die nächsten Tage verbrachten wir in La Fortuna.

Von hier aus kann man den Vulkan besuchen, was wir auch taten, und auch andere interessante Ausflugsziele liegen nah. Bei einem Halt an den heißen Quellen konnten wir uns bei einem warmen Bad von den Anstrengungen der vergangenen Tage erholen. Wir fühlten uns zwar schon erholt, tauchten aber trotzdem gern in das warme Wasser. Dann folgte eine Wanderung durch den Regenwald, bei der wir über lange Hängebrücken das Waldleben auch von oben sehen konnten. Wer sich den Weg über die Hängebrücken nicht zutraute, musste nicht hinauf, sondern konnte unten eine andere Strecke entlangspazieren. Wer sich allerdings traut, sollte sich das nicht entgehen lassen. Danach besuchten wir das Ojoche Project, eine Baumschule, die aussterbende Baumarten retten wollte. Im Nationalpark Tenorio fuhren wir zu einem sehr idyllischen Wasserfall, der richtig romantisch hätte sein können, wenn nicht so viele Menschen anwesend gewesen wären. Schön ist es hier. Auch hier konnte man schwimmen gehen, und auch hier nahmen wir diese Möglichkeit gern wahr. Dann verließen wir den feuchten Regenwald und besuchten bei Guanacaste eine biologische Finca, auf der Macadamia-Nüsse und Kaffee angebaut wurden. Bei einem Treffen mit den Ticos, den Ureinwohnern von Costa Rica, die das Glück haben, einen der schönsten Orte auf Erden zu bewohnen, konnten wir deren einfaches Leben aus nächster Nähe kennen lernen. Wir wurden aufgeteilt und aßen bei einer Familie zu Mittag.

Das Mahl war einfach, aber lecker, und wir unterhielten uns angeregt, wenn auch mit Händen und Füßen. Ein lustiger Tag und eine schöne Möglichkeit, auch die Menschen hier näher kennen zu lernen. Unsere letzte Station war dann der Strand Playa Hermosa. Hier konnten wir es uns zwei Tage lang noch richtig gut gehen lassen und am Strand die Seele baumeln lassen. Das war wunderbar. Ein schöner Abschluss für eine tolle Reise in ein landschaftlich unvergleichliches Land. Unsere Reise hat uns sehr gut gefallen, wir würden sie jederzeit genauso wieder buchen.
Marlies Scholz