Zu Beginn ein paar Fakten zu unserer Reise, dann noch genauere Angaben
zu den Stationen der Reise.
Der Flug: Unsere Fluglinie für den Flug von Deutschland nach Mexiko war
Lufthansa, dazu muss man wohl nicht viel sagen.
Die Hotels: Die Hotels waren alle gut gewählt, sie waren sauber und die
Mitarbeiter freundlich. Nur ein paar wenige Ausnahmen gab es, in denen
wir uns nicht ganz so wohl gefühlt haben, aber die Wahl fiel wohl auf
diese Häuser, weil es nicht viel mehr Auswahl in den Orten gab. Generell
waren die Hotels alle sehr gut.

Der Bus: Unser Reisebus war ein komfortabler großer Bus, ganz nach
europäischem Standard. Generell sollte man sich eher weiter vorne
hinsetzen, die Fahrt ist oft kurvenreich und der Bus extrem gefedert,
was man im hinteren Teil noch stärker fühlt.
Das Essen: Das mexikanische Essen ist deftig und oft scharf, aber sehr
lecker.
Die Reiseleitung: Unser Reiseleiter war ein netter junger Mann, der
recht gut deutsch sprach, allerdings musste man gut hinhören, damit man
alles verstand. Er war aber überaus zuvorkommend und freundlich und man
merkte ihm an, dass er seinen Job gern machte und sich sehr gut
vorbereitet hatte.
Der Service des Reiseveranstalters: Schon vor dem Abflug hatten wir
einige Fragen zur Reise. Wir haben die Reise über die Internetseite von
Kiwi Tours bestellt und das hat alles sehr gut geklappt. Am Telefon war
die Mitarbeiterin immer sehr freundlich zu uns, manchmal hatten wir wohl
auch eine Praktikantin am Telefon, was man daran merkte, dass sie bei
genauerer Frage zu einer Kollegin weiterleitete. Aber alle Mitarbeiter
waren nett und auskunftsfreudig.
Unsere Reise:

Unsere erste Station war Mexico City. Es ist ein Moloch, eine
Riesenstadt. Und ständig scheint sie unter einer Smogglocke zu liegen.
Die Sonne kommt gar nicht richtig durch. Am Flughafen wurden wir von
unserem Reiseleiter abgeholt und mit dem Bus zum Hotel gebracht. Es war
schon spät am Abend und so fielen wir gleich ins Bett. Es fiel uns nicht
leicht, uns auf die Stadt einzulassen, wir waren froh, dass wir erst
einmal eine Stadtrundfahrt im Bus machen konnten. Wir wollten am
liebsten gar nicht aussteigen und hingen wie gebannt am Fenster. Aber
die große Gruppe gab uns die Sicherheit, dann doch auch zu Fuß ein paar
Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Besonders fiel uns auf, dass überall
diese kleinen Imbissstände standen, an denen sehr leckere Sachen
verkauft wurden. Doch man sollte sich zurückhalten, denn unser deutscher
Magen verträgt nicht alles, was Mexikaner essen können. Dann stiegen
wir wieder in den Bus und fuhren aus der Stadt nach Xochimilco, einem
beliebten Ausflugsziel der Mexikaner. Auf einem kleinen Fluss fanden wir
hier massig kleine farbenfrohe Boote vor, auf denen man über den Fluss
schippern konnten. Das machten wier dann auch. Der Bootsführer rudert
dabei mit einem Stock, und die Boote tragen die Namen - Frauennamen
natürlich - auf dem großen Bogen des Daches, das das Boot überspannte.
Unser Boot hieß Anamaria. Ein wenig erinnert es an Kirmes. Die Menschen
hier sind alle gut gelaunt, es ist laut und lebendig. Im
anthropologischen Museum machten wir uns danach noch über die Geschichte
Mexikos schlau. Leider sind die Erläuterungen hier alle auf englisch.
Das war schade.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Guadalupe und von dort weiter nach
Teotihuacan. Es ist eine Ruinenstadt, die bereits 600 vor Christus
gebaut wurde, ein eindrucksvolles Beispiel für frühindianische Baukunst.
Ihre Anlage ist symmetrisch, was man besonders gut von oben sehen kann:
Wir machten das von der Pyramide des Quetzalcoatl aus. Die ist riesig.
Über die berühmte Panamericana ging die Reise weiter nach Puebla. Hier
machten wir eine Stadtbesichtigung und fuhren danach weiter nach Oaxaca.
Die Stadt war sehr bunt, die Menschen offen. In der Nähe liegt der
Monte Alban. Die Lage seiner Kultstätten ist das Besondere: Vor den
Bergen der Sierra Madre wurde eine künstliche Plattform angelegt.
Dann ging die Reise weiter zum Sumidero Canyon. Nach all den kulturellen
Stationen war die Natur hier eine schöne Abwechslung. Mit einem Boot
fuhren wir durch die Schlucht. Es war wunderschön, Felsenwände
rundherum, überwältigend schöne Natur, es gab viele Vögel
San Cristóbal de las Casas strotzt vor wunderschöner
Kolonialarchitektur. Die Kathedrale hatte eine schöne Fassade und wir
genossen den Anblick der etwas höher gelegenen Iglesia de Guadelupe. Bei
Palenque erreichten wir Agua Azul, zu deutsch blaue Wasser. Es handelt
sich hierbei um türkisblaue Wasserfälle. Die Tempel von Palenque sind
eine

Maya-Kultstätte, die tief im Regenwald liegt. Die Natur hat sich
hier schon einen großen Teil zurückerobert und viele der Bauten
überwuchert. Es war einer der beeindruckendsten archäologischen Orte,
die wir bisher gesehen haben.
Von Campeche aus konnten wir dann zum ersten Mal das Meer sehen.
Besonders bei Sonnenuntergang hat man vom Fort aus einen herrlichen
Blick auf die Stadt. In Uxmal gab es dann noch einmal Ruinen, deren
unglaublich hoher Tempel weit über die Baumkronen in den Himmel ragt.

Unser letzter Höhepunkt war Chichen Itza. Nur ein Teil ist für Besucher
frei gegeben: die Pyramide des Kukulkan, der Kriegertempel mit der
bekannten Steinfigur des Chac-Mooll, die Heilige Cenote, ein
Observatorium und ein Ballspielplatz. Die Stadt wurde etwa 440
gegründet, aber bereits nach 250 Jahren wieder verlassen. Zentrum der
Stadt ist die 33 Meter hohe Pyramide, das Castillo, an der sehr viele
astronomische Kenntnisse der Mayas abgeleitet werden.
Dann ging es nach Cancun, von wo aus wir dann wieder zurück nach
Deutschland flogen.
Beatrice S., Luxemburg