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Jordanien: Spurensuche

 
     
 
Jordanien KüsteWir flogen von Hamburg über Wien nach Amman. Unsere Reise nach Jordanien hatten wir schon lange geplant, nur der Termin verschob sich bei uns immer wieder. Im Oktober letzten Jahres ging es dann endlich los. Amman begrüßte uns mit wunderbarem Wetter. Der Flughafen liegt etwas außerhalb, nach unserer Ankunft, der Zollkontrolle und der Begrüßung durch unseren Reiseleiter fuhren wir mit einem Bus zu unserem Hotel. Es war bereits etwas später am Abend, so dass wir einfach noch schnell im Hotelrestaurant aßen und uns dann gleich in unser Zimmer zurückzogen.
Am nächsten Morgen machten wir eine Stadtrundfahrt durch "das alte und neue Amman". Wir besuchten die Zitadelle mit dem archäologischen Museum sowie das römische Amphitheater. Das erinnerte uns ein wenig an europäische Ruinen, was ja auch nicht verwunderlich ist. Auch die König-Abdullah-Moschee mit ihrem blauen Dach gefiel uns sehr gut.
Jordanien KamelreiterAls nächstes machten wir einen Ausflug zu verschiedenen Wüstenschlössern. Sie stammen aus dem 8. Jahrhundert, der Zeit der ersten Kalifen. Die Räume im Qasr Al Harrana sind sehr sehenswert, im kleineren Quseir Amra, das wahrscheinlich als Jagdschloss diente, zieren die Wände immer noch schöne Fresken, außerdem sahen wir ein Bad in römischem Stil.
Danach fuhren wir wieder zurück nach Amman. Nach dem Frühstück am nächsten Tag ging die Fahrt nach Jerash. Das liegt nur knapp 50 Kilometer von Amman entfernt. Die Ausgrabungen hier haben die besterhaltensten römisch-byzantinischen Stätten des Nahen Ostens freigelegt. Die Kolonnadenstraße mit hunderten von Säulen und eine schon damals vorgefertigt geplante Stadtanlage erwartet den Besucher. Außerdem besuchten wir noch die 1184 erbaute Burg Ajloun.
Der nächste Abstecher führte uns in den Norden Jordaniens. In Umm Qais erwartete uns dann eine griechisch geprägte Stadt. Auch hier besuchten wir ein altes Theater und die übrig gebliebenen korinthischen Basaltsäulen einer ehemaligen byzantinischen Kirche aus dem 6. Jahrhundert. Umm Qais gehört zur so genannten Dekapolis, einer Reihe von Städten, die Alexander der Große nach griechischem Vorbild bauen ließ. Man hat von hier einen sehr schönen Blick auf den See Genezareth. Auch Pella bot einen beeindruckenden Anblick. Von hier fuhren wir ans Tote Meer. Hier ließen wir uns zum Baden nieder und wir konnten uns richtig am Meer erholen.
Am Abend fuhren wir wieder nach Amman zurück. Von hier machten wir noch einen Ausflug zum Berg Nebo. In Madaba besichtigten wir die Kirche des Heiligen Georg. Madaba ist bekannt für seine wunderschönen Mosaikarbeiten. Über die Königsstraße kamen wir dann zur Kreuzritterburg Kerak. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und bietet einen herrlichen Blick über die Gegend.
Jordanien PetraUnd dann erreichten wir einen der Höhepunkt der Reise: Petra. Es ist eine Stadt, deren Anblick man eigentlich nicht mit Worten beschreiben kann. Petra ist eine Stadt der Nabataer, die vermutlich 300 vor bis 300 nach Christus erbaut wurde. Das Besondere ist ihre Lage: Die Gebäude wurden zum Großteil einfach in den Fels geschlagen. Das macht das Ganze sehr beeindruckend. Wir spazierten durch die enge, hohe Felsschlucht zum Schatzhaus des Pharao und besichtigen die Felsengräber, das Theater und die Stadtanlage.
Jordanien Wadi RumDanach sahen wir das Wadi Rum, das Wüstental der Beduinen. Wirklich eine imposante Landschaft. An den aus der Wüste ragenden Felsen besichtigten wir die Felszeichnungen. Mit einem Allradfahrzeug ging es dann noch tiefer hinein. Danach fuhren wir wieder nach Amman. Am nächsten Tag flogen wir wieder nach Deutschland zurück.
Uns hat die Reise sehr gut gefallen. Durch ihre Kürze kann man sie gut mal zwischenreinschieben, acht Tage kann man schon mal entbehren. Der Flug ist angenehm kurz, nur vier Stunden und das Land ein völlig anderes als alles, was wir hier gewohnt sind. Die Organisation von Kiwi Tours ist wirklich sehr gut, Probleme gab es nur aufgrund des etwas anderen Verständnisses von Pünktlichkeit oder Sauberkeit seitens der Jordanier, und da leider ziemlich viele. Aber da muss man dann wohl durch. Jordanien ist einfach ein etwas anderes Land, und vor allem noch ein wirklich zu empfehlender Geheimtipp.

Ronnie D.
 
     
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