Die Vereinigten Staaten von Amerika- das Land der unendlichen Weite, Stars und Glamour, überwältigende Naturschönheiten, einzigartige Städte und der Traum von unendlicher Freiheit.
Jahrelang wurde ich von den verschiedensten Medien beeinflusst. Das Bild das sich durch Filme und Lieder in meinem Kopf festgesetzt hat, war das eines Landes, mit einer einzigartigen Geschichte, das eines Landes, dass jährlich Millionen von Menschen anzieht und das abwechslungsreicher nicht sein könnte.
Somit stand mein Plan, die USA zu bereisen, fest. Doch wie? Wie bereist man ein Land, dass 27 mal größer ist als Deutschland? Schnell musste ich feststellen, dass dies mit einer einzigen Reise beinahe unmöglich ist (bedenkt man meine zeitlichen Möglichkeiten). Also musste ich persönliche Prioritäten setzen und ich beschloss mit der Westküste zu beginnen.
Mit Kiwi Tours, einem Reiseveranstalter aus München, der sich auf Gruppenreisen spezialisiert hat und auf den ich durch Bekannte aufmerksam geworden bin, ging es dann letztes Jahr auf die große Reise. Zuerst war ich ein bisschen skeptisch, mit einer ganzen Gruppen zu reisen, da ich vorher immer alleine oder mit einer Freundin unterwegs war, doch meine Zweifel wurden schnell beseitigt. Ich habe die Vorzüge einer Gruppenreise schnell zu schätzen gelernt: Unterhaltung, Gemeinsamkeiten und viele neue Bekanntschaften. Mit einigen meiner Mitreisenden habe ich heute noch immer Kontakt und wir überlegen uns schon unsere nächste Reise....
Aber erst ma

l zurück in die USA:
Endlich war der große Tag gekommen. In Frankfurt ging meine 13-tägige Reise los. Ich muss ehrlich sagen, dass ich ein bisschen nervös war, doch hier zeigte sich schon zu Beginn der Vorteil, mit einem Reiseveranstalter zu reisen- es war alles organisiert und der Flug lief reibungslos. Bereits unser erster Stop in San Francisco war für mich ein persönliches Highlight. Die Stadt hat unglaublichen Charme und schafft es auch, diesen innerhalb weniger Minuten an seinen Besucher zu vermitteln. Sei es am Pier 39, am Alamo Square mit den Panited Ladies oder in der Market Street- überall spürt man die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Stadt. Schon als ich die vielen steilen Straßen mit den Cable Cars sah, wusste ich: endlich bin ich in Amerika angekommen. Dann ging es weiter zu Golden Gate Bridge. Bei unsere Ankunft hing der Nebel noch tief an der Brückenspitze, doch schon nach wenigen Minuten hatte er sich Gott sei Dank verzogen und wir haben ein paar sehr schöne Bilder schießen können.
Auf dem Weg zum Yosemite Nationalpark fuhren wir anschließend durch

viele kleine Ortschaften und haben auch unter anderem in Monterey Halt gemacht- die ehemalige Hauptstadt Kaliforniens war der Schauplatz des Romans "Straßen der Ölsardinen". Es war ein sehr schöner Kontrast zu sehen, wie unterschiedlich das Leben dort doch ist.
Dann natürlich die verschiedenen Nationalparks Amerikas! Die Parks haben wirklich das gehalten, was ich mir vorgestellt hatte. Ich kann mich nicht entscheiden, welcher mir besser gefallen hat. Ganz weit oben auf der Liste steht aber auf jeden Fall der Yosemite Nationalpark- er ist nicht umsonst eine der beliebteste Touristenattraktion der USA. Die beeindruckenden Felsen aus Granit, die reißenden Wasserfälle und die Mammutbäume haben mich wirklich in ihren Bann gezogen.
Dann natürlich das krasse Gegenteil zu dem satten Grün des Yosemite Nationalpark:

Der Grand Canyon. Die Fahrt zum Grand Canyon war teilweise sehr holprig, aber der Weg lohnt sich. Sich einmal in die Nähe des Abgrundes stellen und die Tiefen und gleichzeitigen Weiten auf sich wirken lassen- das sollte man nicht verpassen. Von dem groß angekündigten Sky Walk war ich allerdings sehr enttäuscht. Am Anfang ist es ja noch recht unterhaltsam- man bekommt eine Art "Papierschuh", den man über seine eigenen Schuhe (festes Schuhwerk!) ziehen muss, damit das Glas nicht zerkratzt wird. Teilweise ein recht lustiger Anblick. Doch schon wenn man seine Kamera abgeben muss, stutzt man das erste mal. Wie, keine eigenen Fotos? Auf dem Walk musste ich dann feststellen, dass an 3 verschiedenen Stellen Fotografen standen und Fotos von jedem Touristen geschossen haben. Hierzu musste man zuerst einmal anstehen, was bei der Größe des Walks (ziemlich klein) nicht immer das angenehmste ist und man ist, wenn wirklich viel Betrieb ist, in seiner Bewegungsfreiheit ziemlich eingeschränkt. Zudem wird wirklich nur 1 Foto von jedem geschossen und auch wenn dieses nicht unbedingt das Schönste ist- ein Zweites wird selten gemacht. Diese Fotos werden dann für einen ziemlich hohen Preis verkauft. Es sind teilweise schöne Fotos- gar keine Frage- aber für mich persönlich einfach nicht den Preis wert. Auch die Aussicht ist nicht so spektakulär, wie er erwartet. Dieses Geld kann man sich wirklich sparen. Der Helikopterflug soll allerdings sehr, sehr schön gewesen sein- ich bereue, das ich diese nicht unternommen habe. Den Canyon auch mal von "unten heraus" zu sehen- das stelle ich mir wirklich überwältigenden vor. Landschaftlich hat mich die Westküste vollkommen überzeugt.
Und dann war da natürlich noch Las Vegas- die Spielermetropole

inmitten der Wüste. Blinkende Lichter, Musik und Spaß wohin man schaut. Empfehlenswert ist hier meiner Meinung nach natürlich der Strip (das Wasserspiel vor dem Bellagio nicht verpassen!), aber man sollte sich ebenso noch andere Ecken Las Vegas Downtown anschauen. Auch wenn die Hitze im Sommer ziemlich schlaucht, sollte man versuchen, so viel wie möglich zu sehen. Wir waren leider nur recht kurz in Vegas- ein bisschen mehr Zeit wäre hier sehr schön gewesen.
Abschluss unserer Reise bildete Los Angeles. Für mich persönlich ein bisschen eine Enttäuschung. Die Stadt ist sehr groß- an sich ja nichts schlechtes- aber für mich persönlich war sie einfach zu sehr ausgedehnt. Um von einem Ort zum anderen zu kommen, musste man sich erst mal durch zahllose Straßen winden und das hat gedauert. Ich muss ehrlich sagen, dass ich froh war, in dieser großen Stadt nicht auf öffentliche Verkehrmittel angewiesen gewesen zu sein.

Natürlich waren die einzelnen Sehenswürdigkeiten, die wie bei einer Stadtrundfahrt besichtigt haben, schön und man sollte es schon mal gesehen haben- doch einmal ist hier meiner Meinung nach genug. Allgemein wird diese Stadt im Fernsehen um einiges spektakulärer dargestellt, als sie in Wirklichkeit ist. Jedoch gab es auch sehr schöne Ecken: Zu nennen ist hier auf jeden Fall der Santa Monica- Strand und Sommer Gefühle garantiert. Unsere letzte Übernachtung in Redonda Beach war auch sehr schön- ein perfektes Ende für eine schöne Reise.
Die Verlängerungsmöglichkeit Hawaii konnte ich leider nicht mehr mit einbauen, dennoch war diese Reise ein Erlebnis, dass ich nicht mehr so schnell vergessen werde und das meine Neugierde auf dieses Land noch verstärkt hat. Ich hätte nie gedacht, dass eine Reise mit einer Gruppe so viel Spaß machen könnte. Ich war begeistert von der Organisation, den Hotels, der Reiseleitung und besonders den anderen Mitreisenden. Ostküste- ich komme....
W.Affing