Länderinformationen Kongo (Demokratische Republik)

+  Überblick

Offizieller Staatsname

Demokratische Republik Kongo

Hauptstadt

Kinshasa.

Geographie

Die Demokratische Republik Kongo, der drittgrößte afrikanische Staat, grenzt im Norden an die Zentralafrikanische Republik und den Sudan, im Osten an Uganda, Ruanda, Burundi und Tansania, im Süden an Sambia und Angola und im Westen an die Republik Kongo und die angolanische Enklave Cabinda. Der nur 27 km lange Küstenstreifen an der Mündung des Kongo in den Atlantik bietet den einzigen Meereszugang. Der Kongo ist der zweitgrößte Fluss Afrikas. Das Land bietet verschiedene Landschaftsformen, Bergketten im Norden und Westen, das Kongo-Becken im Landesinneren, das Hochland von Shaba im Süden sowie die Vulkane und Seen der Kivu-Region. An der Westgrenze zur Republik Kongo liegen tropische Regenwälder.

Staatsform

Staatsform: Republik. Semipräsidentielles Regierungssystem seit 2006 laut Verfassung. Die Demokratische Republik Kongo hat ein autoritäres Regime. Präsidialrepublik von 1978 bis 2006. Neue Verfassung von 2006. Senat und Nationalversammlung mit insgesamt 608 Mitgliedern, Wahl alle 5 Jahre. Nach seiner Machtübernahme 1997 ordnete der ehemalige Präsident Laurent-Désiré Kabila die Rückbenennung Zaïres in Demokratische Republik Kongo an. Unabhängig seit 1960 (ehemalige belgische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Félix Tshisekedi, seit Januar 2019. 

Regierungschef

Bruno Tshibala, seit April 2017.

Netzspannung

220 V, 50 Hz in den größeren Städten vorhanden. Im Landesinneren werden häufig Stromaggregate eingesetzt.

Sprache

Amtssprache ist Französisch, weiterhin vier Nationalsprachen: Chiluba, Kikongo, Lingala (Handelssprache) und Kingwana (ein Kisuaheli-Dialekt). Außerdem werden u. a. Luvena, Chokwe, Gbaya und Kituba gesprochen (insgesamt über 400 Sprachen).

Religion

50 % Katholiken, 20 % Protestanten und 10 % andere christliche Glaubensrichtungen (hauptsächlich Kimbangisten). 10 % Anhänger von Naturreligionen und 10 % Muslime.

+  Vertretung

Botschaft der Demokratischen Republik Kongo

(031) 371 35 38.
Sulgenheimweg 21, Postfach 5261, CH-3007 Bern, Switzerland
Mo-Fr 10.00-15.00 Uhr.


Botschaft der Demokratischen Republik Kongo

(030) 30 11 12 98 oder 30 11 12 96.
Ulmenallee 42a, D-14050 Berlin, Germany
Mo-Fr 09.30-15.30 Uhr.
http://www.ambardc.de

Honorarkonsulat der Demokratischen Republik Kongo

(+43) (01) 21 16 61 06 30.
Ignaz Köck Straße 8, A-1210 Wien , Austria
Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr, Termine nur nach telef. Vereinbarung.


+  Einreisebetimmungen

Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und sollte keine Visa oder Ein-/Ausreisestempel Ugandas, Ruandas und Burundis enthalten.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass (empfohlen).

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Allein reisende Minderjährige bedürfen einer "autorisation parentale", der elterlichen schriftlichen Genehmigung, und einer "prise en charge" durch die betreffende Fluglinie. Es gibt keine Besonderheiten bei der Begleitung durch nur ein Elternteil.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Visakosten

Deutschland und Österreich

Touristenvisum

84 € (einmalige Einreise, 1 Monat gültig);
123 € (mehrmalige Einreise, 1 Monat gültig);

148 € (einmalige Einreise, 2 Monate gültig);
174 € (mehrmalige Einreise, 2 Monate gültig);

202 € (einmalige Einreise, 3 Monate gültig);
212 € (mehrmalige Einreise, 3 Monate gültig);

250 € (einmalige Einreise, 6 Monate gültig);
327 € (mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig).

Transitvisum: 39 € (einmalige Durchreise, 8 Tage Aufenthalt), 77 € (mehrmalige Durchreise).

Zu den Visagebühren kommen 25 € Bearbeitungsgebühr hinzu.

Expressausstellung werden in Berlin nicht mehr angeboten.

Visagültigkeit

Einfach- und Mehrfachvisa 1, 2, 3 oder 6 Monate. Visa müssen innerhalb von 3 Monaten nach der Ausstellung verwendet werden.

Visaarten

Transit-, Touristen-, Geschäfts- und Sondervisum für ein- und mehrmalige Einreise.

Transit

Die Möglichkeit eines visumfreien Transits besteht nicht.

Visaantrag

Persönlich oder postalisch bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und freie Seiten enthält.
(d) Gelbfieber-Impfbescheinigung und internationaler Impfpass sowie Gesundheitszeugnis, das bestätigt, dass der Antragsteller keine ansteckenden Krankheiten hat.
(e) Rück- oder Weiterreiseticket oder Bescheinigung der Reiseagentur oder Einladung aus DR Kongo.
(f) Polizeiliches Führungszeugnis bei Aufenthalten über einem Monat.
(g) Gebühr (Überweisung).

(h) Genehmigung vom Außenministerium der Demokratischen Republik Kongo. 

(i) amtlich bestätigte Einladung.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(h) Schreiben der eigenen Firma und des Geschäftspartners mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer und Bestätigung der Kostenübernahme.

Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühr beigefügt werden. Je nach Reisezweck können zusätzliche Unterlagen verlangt werden, für Verwandtenbesuche braucht man ein von den örtlichen Behörden genehmigtes Einladungsschreiben. Alle benötigten Unterlagen müssen ins Französische übersetzt werden.

Bearbeitungsdauer

In Berlin: 10 Tage.
Expressausstellung: 2-3 Tage (auch in Berlin).

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Besucher müssen sich bei der Direction Générale de Migration (DGM) (Boulevard du 30 Juin 65, Commune de Gombe, Kinshasa) auch nach jedem Ortswechsel melden.

Temporärer Wohnsitz

Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

 

+  Geld

Währung

1 Franc Congolais = 100 Centimes. Währungskürzel: FC, CDF (ISO-Code). Aufgrund der innenpolitischen Situation ändern sich die zugelassenen Banknoten ständig. Zurzeit sind Banknoten in den Nennwerten von 500, 200, 100, 50 und 20 FC im Umlauf. Münzen existieren nur als Sammlerstücke. Üblich ist die Bezahlung in US$.

Geldwechsel

Der US-Dollar ist die einzige Währung im Land, die einen echten Wert darstellt und wird als übliches Zahlungsmittel genutzt. US$ und Euro können problemlos in Banken und Wechselstuben getauscht werden. Quittungen sind aufzubewahren. Teilweise kann auch mit Euro bezahlt werden.

Kreditkarten

Mastercard und Visa werden nur in den beiden großen Hotels in Kinshasa (Memling und Grand Hotel), bei den Fluglinien SN-Brussels und Air France, sowie in großen Supermärkten akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. 

Geldautomaten

Bankkarten

Mit der Kreditkarte (Visa) und Pinnummer kann an wenigen Geldautomaten in größeren Städten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld (US-Dollar) verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in der Demokratischen Republik Kongo nicht akzeptiert.

Wechselkurse

  • 1.00 EUR = 1216.25 CDF
  • 1.00 GBP = 1448.60 CDF
  • 1.00 USD = 1169.50 CDF

Devisenbestimmungen

Ein- und Ausfuhr der Landeswährung verboten. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht ab dem Gegenwert von 10.000 US$. Ausfuhr von Fremdwährungen nur bis zum Gegenwert von 10.000 US$ (ausgenommen sind Geschäfts- und Transitreisende).

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 07.30-11.00 Uhr und teils auch 14.30-16.00 Uhr.

 

+  Zollfrei einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Demokratische Republik Kongo eingeführt werden:

100 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 Flasche alkoholische Getränke;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
1 Fotoapparat, wenn er wieder ausgeführt wird.

Importbeschränkungen

Radios, CD-/MP3-Player und Geschenke sind zollpflichtig.

Einfuhrverbot

Satellitentelefone, GPS-Empfänger und Militärbekleidung.

 

+  Gesetzliche Feiertage

Feiertage

01.01.2019 Neujahr
04.01.2019 Gedächtnisfeier für die Märtyrer der Unabhängigkeit
17.01.2019 Tag der Volkshelden
01.05.2019 Tag der Arbeit
17.05.2019 Befreiungstag
30.06.2019 Unabhängigkeitstag
01.08.2019 Tag der Eltern
17.11.2019 Gedenktag zu Ehren des Militärs
25.12.2019 Weihnachten

 

+  Gesundheit

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen, sie ist vielfach technisch und apparativ problematisch, die hygienischen Standards sind grundsätzlich unzureichend, im Landesinneren katastrophal. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Einigermaßen europäischem Standard entspricht das Centre Médical de Kinshasa (CMK), Avenue de Wagenia 168, B.P. 95 86 Kinshasa, Tel: (00243) (089) 50 300. Alle Behandlungen, auch Notfälle, sind grundsätzlich im Voraus bar zu bezahlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. In der Hauptstadt Kinshasa sind die meisten Medikamente erhältlich, aber sehr teuer – vorübergehende Engpässe können nie ausgeschlossen werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholmöglichkeit ist daher dringend zu empfehlen.

Impfungen

Erkrankung Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
###erkrankung### 4 -
###erkrankung### 3 -
###erkrankung### Ja -
###erkrankung### 2
###erkrankung### 1

Impfvorschriften können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in der Demokratischen Republik Kongo den Flughafen nicht verlassen. Die Demokratische Republik Kongo liegt in der Gelbfieber-Endemiezone, eine Schutzimpfung wird dringend empfohlen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung. Ein gültiger Nachweis einer Choleraimpfung kann bei Einreise jedoch verlangt werden. Das Risiko einer Infektion, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft, ist hoch. Zurzeit ist die Demokratische Republik Kongo von einer Cholera-Epidemie betroffen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz ganzjährig landesweit erforderlich. Die vorherrschende gefährliche Form Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent sein.
[4] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Wasser ist nicht keimfrei und sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Sonstige Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Dengue-Fieber tritt landesweit auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: besonders Sexualkontakte, aber auch unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Häufig treten Pest-Fälle vor allem in der Ituri-Region im Nordosten der Provinz Orientale auf. Mit 1000 Pestfällen jährlich ist der Bezirk Ituri das am stärksten von der Seuche betroffene Gebiet weltweit. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Die Schlafkrankeit kommt landesweit, vor allem aber in den Provinzen Equateur und Bandundu, vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Auch das hämorrhagische Ebola-Fieber tritt in touristisch nicht erschlossenen Gebieten auf.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Sonstige Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Dengue-Fieber tritt landesweit auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: besonders Sexualkontakte, aber auch unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Häufig treten Pest-Fälle vor allem in der Ituri-Region im Nordosten der Provinz Orientale auf. Mit 1000 Pestfällen jährlich ist der Bezirk Ituri das am stärksten von der Seuche betroffene Gebiet weltweit. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Die Schlafkrankeit kommt landesweit, vor allem aber in den Provinzen Equateur und Bandundu, vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Auch das hämorrhagische Ebola-Fieber tritt in touristisch nicht erschlossenen Gebieten auf.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Gesundheitszeugnis

Für eine Arbeitserlaubnis (Arbeitsvisum) ist die Vorlage eines Certificat Médical in französischer Sprache erforderlich. Ein HIV-Test ist derzeit nicht erforderlich.

 

+  Reiseverkehr International

Flugzeug

Derzeit gibt es keine nationale Fluggesellschaft. Die Demokratische Republik Kongo wird u.a. von Air France (AF) über Paris, Brussels Airlines (SN) über Brüssel, South African Airways über Johannesburg und Kenya Airways (KQ) angeflogen.

Ausreisegebühr

Keine.

Bus/PKW

Es gibt Verbindungsstraßen in nahezu alle Nachbarstaaten. Die Grenze zu Ruanda kann jederzeit geschlossen werden. Straßen sind in sehr schlechtem Zustand und bei Regen oft unpassierbar. Die meisten Grenzgebiete sind geschlossen oder sehr gefährlich.

Bahn

Es gibt Bahnverbindungen nach Dar es Salaam (Tansania), Sambia, Simbabwe, Mosambik und Südafrika. Die Strecken im Landesinneren sind häufig unterbrochen.

Ein Luxuszug von Rovos Rail fährt quer durch Afrika von Dar-es-Salaam in Tansania über Sambia und die Demokratische Republik Kongo nach Lobito in Angola. 

Schiff

Matadi am Kongo-Fluss ist der einzige internationale Hafen. Von der Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik verkehren unregelmäßige Fähren über den Kongo bzw. den Ubangi. Um den Kongo von Kinshasa nach Brazzaville (Republik Kongo) zu überqueren, braucht man eine Ausreise-Erlaubnis des Immigration Department.

Warnung

Reisen innerhalb des Landes ist nur in sehr begrenztem Umfang möglich. Für Reisen in die Minengebiete, insbesondere die beiden Kasais, ist ein “Sauf conduit” erforderlich. Ein “Laissez-Passer Special” des Innenministerius ist für Reisen außerhalb der Provinz Kinshasa zwar nicht mehr offiziell erforderlich, es ist jedoch möglich, dass diese Neuregelung nicht überall umgesetzt wird.

Besucher dürfen weder trampen noch öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrzeuge oder Motorräder mit ausländischen Nummernschildern benutzen. Touristische Reisen in die DR Kongo sind unter den gegebenen Umständen nicht möglich. Gegen Reisen in die Hauptstadt Kinshasa und die angrenzenden Provinzen Bandundu und Bas-Congo bestehen derzeit zwar keine Sicherheitsbedenken, aber es existiert keinerlei touristische Infrastruktur.

 

+  Reiseverkehr National

Flugzeug

Es gibt Verbindungen vom Flughafen N’Djili in Kinshasa zu 40 Flugplätzen und 150 Landebahnen. Kleinflugzeuge können gechartert werden. Die Flughäfen und Flugzeuge des Landes entsprechen in keiner Hinsicht internationalem Standard.

Bus/PKW

Bedingt durch mangelhafte Instandhaltung sind die Straßen in äußerst schlechtem Zustand und nur im Einzugsgebiet größerer Städte und in Stadtgebieten befahrbar. Die wenigen Straßen sind allenfalls mit Lkw bzw. vierradgetriebenen Fahrzeugen zu benutzen. Während der Regenzeit sind die Straßen oft unpassierbar. Straßensperren sind unbedingt zu beachten. Autodiebstähle und Raubüberfälle kommen vor.

Busse
verbinden die größeren Städte, sind aber überfüllt und halten die Fahrpläne oft nicht ein.

Mietwagen
erhält man am Flughafen.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Stadtverkehr

Die Busse der öffentlichen Busgesellschaft in Kinshasa sind meist sehr überfüllt. Minibusse und umgebaute Lastwagen (Fula-Fulas) dienen ebenfalls als öffentliche Verkehrsmittel, unregelmäßig fahrende Lastwagenbusse sind als »Taxibusse« bekannt. Die vielen Sammeltaxis und Taxis in Kinshasa bieten mehr Komfort. In den meisten anderen Städten gibt es nur wenige oder gar keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Bahn

Die Hauptstrecke führt von Lubumbashi nach Ilebo, mit Nebenlinien nach Kalemie und Kindu sowie von Kinshasa nach Matadi. Auf der zweimal wöchentlich verkehrenden Eisenbahn zwischen Kinshasa und Matadi kommt es immer wieder zu Entgleisungsunfällen. Die Eisenbahnlinien im Landesinneren sind teilweise von bewaffneten Gruppen bedroht oder unterbrochen. Die Züge bieten generell wenig Komfort, Abteile der Luxus- und 1. Klasse entsprechen – wo vorhanden – europäischem Standard. Es gibt keine Klimaanlagen, die wichtigsten Züge führen Speise- und Liegewagen. Der Zugverkehr ist unzuverlässig.

 

+  Wirtschaftsprofil

 

+  Land & Leute

Essen & Trinken

In Kinshasa und Lubumbashi gibt es einige gute Restaurants, Preise sind jedoch hoch. Das Angebot in Hotels und Restaurants ist auf europäische Gäste zugeschnitten, auf der Speisekarte stehen internationale und einheimische Gerichte. Eine Spezialität ist Moambe-Huhn, das in frischem Palmöl mit Reis und Spinat zubereitet wird. Auch die französischen, belgischen und kongolesischen Restaurants in Kinshasa sind in erster Linie auf Geschäftsleute ausgerichtet. In kleineren Restaurants und Imbissen wird auch chinesische, tunesische und griechische Küche angeboten.

Sitten & Gebräuche

Zwanglose Kleidung wird überall akzeptiert, Badekleidung gehört an den Strand oder Swimmingpool. Fotografieren: Zum Fotografieren braucht man eine Genehmigung, und selbst dann sind Schwierigkeiten nicht auszuschließen. Öffentliche Gebäude und Anlagen sollten nicht fotografiert werden. Trinkgeld: 10% Bedienungsgeld wird auf alle Hotel- und Restaurantrechnungen aufgeschlagen, Extratrinkgeld ist unnötig.

Einkaufen

Schöne Souvenirs sind handgearbeitete Armbänder, Ebenholzschnitzereien und einheimische Gemälde. Auf den Märkten und in den Einkaufszentren erhält man alles von frischem Ingwer über Korbwaren bis zu schönen afrikanischen Holzschnitzarbeiten. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Mo-Sa 08.00-18.00 Uhr.

Nachtleben

Kinshasa bietet das interessanteste Nachtleben, das sich überwiegend im Stadtteil Cité abspielt. Es gibt viele Diskotheken und Live-Musikclubs unter freiem Himmel.

 

+  Klima

Beste Reisezeit

Das Klima hängt von der jeweiligen Entfernung vom Äquator ab. Trockenzeit im nördlich des Äquators von Dezember bis Februar, Regenzeit April bis Oktober, südlich des Äquators Trockenzeit April bis Oktober, Regenzeit November bis März. Temperaturen sind fast überall ganzjährig hoch mit hoher Luftfeuchtigkeit. Angenehmes Höhenklima in der Region Kivu, in Hochlagen (1500-4000 m) liegen Temperaturen zwischen 6°C und 20°C.

 

+  Urlaubsorte & Ausflüge

Die Hochebene erstreckt sich im Osten bis in die Umgebung der Tanganjika-, Kivu-, Idi-Amin-Dada-, Mobutu-SéséSéko- und Bukavu-Seen. Goma und Bunia sind kleine malerische Städte mit Villen, Restaurants und Hotels.
Im Norden liegt der 400.000 ha große Garamba-Nationalpark, der Löwen, Elefanten, Leoparden, den seltenen Weißen Nashörnern und Giraffen einen Lebensraum bietet. Im Kaluzi-Biéga-Nationalpark kann man Tiefland-Gorillas beobachten. Im 618 m ü. d. M. gelegenen Mobutu-Sésé-Séko-See gibt es mehr Fische als in irgendeinem anderen afrikanischen See. Bunia ist
ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu diesem Gewässer, in die
Wälder und Berge, zu den Pygmäendörfern, den Höhlen des Hoyo-Berges und
den Escaliers-de-VenusWasserfällen. Der Idi-Amin-Dada-See ist Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Der höchste Berg der Ruwenzori-Bergkette ist der Pic Marguerite (5119 m); hier leben Gorillas und die seltenen Okapis. Zwischen Goma und Beni liegt die angeblich schönste Berglandschaft Afrikas, allerdings ist der Straßenzustand extrem schlecht.

Kinshasa

Die Auswahl an historischen Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt ist
nicht sehr groß, aber geschichtlich Interessierte sollten sich auf
jeden Fall die prähistorischen und völkerkundlichen Museen der
Universität ansehen. Die Universitätsgebäude liegen in einer
rechteckigen Anlage an einem Hang, auf dem eine farbenfrohe Kapelle
steht. Nicht weit entfernt zwischen den Hügeln liegt ein schöner See,
der Ma Valée, der von tropischem Regenwald umgeben ist.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Fischereihafen Kinkole, die Gärten der Präsidentenresidenz Nsele
mit ihren Pagoden und die großen Wasserreservoirs, in denen man
schwimmen und angeln kann. Auf den Märkten und in den Vororten der
Hauptstadt stellen Kunsthandwerker traditionelle Holzskulpturen und
Schmuck her. Im Nationalmuseum kann man einzigartige Werke
traditioneller einheimischer Kunst bewundern.

 

+  Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst. Das interne Telefonnetz beschränkt sich auf die größeren Städte und ist oft unzuverlässig.

Mobiltelefon

GSM 900/1800. Mobilfunknetz im Großraum Kinshasa. Hauptanbieter: Congo GSM (Internet: www.africanwireless.com), Celtel Congo (Internet: www.cd.celtel.com/fr/index.html oder www.msi-cellular.com), CELLCO, SAIT Telecom, Supercell Sprl, Vodacom Congo und Intercel Congo. Es gibt Roaming-Abkommen mit zahlreichen internationalen Anbietern, u.a. mit deutschen Anbietern. Mobiltelefone können bei örtlichen Telefongesellschaften gemietet werden. Wer Mobiltelefone in der Öffentlichkeit benutzt, läuft Gefahr, Opfer von Raubüberfällen zu werden.

Internet

Es gibt Internetcafés in Kinshasa. Internet/E-Mail-Zugang wird oft durch Stromausfälle behindert.

Post

Luftpost nach Europa benötigt 4-18 Tage, oft länger. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00-18.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

 

+  Sicherheitsinformationen

 

 

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