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Uganda & Ruanda Reisen

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Baumlöwe QENP Uganda

Uganda - Ruanda "Die Perle Afrikas" Termine 2020

  • Garantierte Durchführung ab 2 Personen
  • Kleingruppe mit max. 10 Personen
  • Rundreise im Allrad-Safarifahrzeug ab Entebbe bis Kigali
  • Nashörner im Ziwa Rhino Schutzgebiet
  • Murchison Falls mit Bootsfahrt auf dem Viktoria-Nil
  • Schimpansen-Trekking im Kibale Forest Nationalpark
  • Phantastische Naturschönheit Queen Elizabeth Nationalpark
  • Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal – die Heimat unzähliger Flusspferde
  • Ishasha mit seinen baumkletternden Löwen
  • Möglichkeit zum Berggorilla-Trekking
Termine: Januar 2020 - Dezember 2020
14 Tage | ab 3.595 €
Uganda Gorilla

Uganda "Das Beste von Uganda" Termine 2020

  • Neue Termine für 2020
  • Garantierte Durchführung ab 2 Personen
  • Rundreise im Allrad-Safarifahrzeug ab/bis Entebbe
  • Murchison Falls und Bootssafari auf dem Viktoria-Nil
  • Schimpansen-Trekking im Kibale Forest Nationalpark
  • Phantastische Naturschönheit – Queen Elizabeth Nationalpark
  • Bootsfahrt auf dem Kazingha Kanal, Heimat unzähliger Flusspferde
  • Berggorilla-Trekking im Bwindi Nationalpark
Termine: Januar 2020 - Dezember 2020
10 Tage | ab 2.950 €
21780,21730
21730,21780
21730,21780

Länderinformationen Uganda

+  Überblick

Offizieller Staatsname

Republik Uganda.

Hauptstadt

Kampala.

Geographie

Uganda grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Kenia, im Südosten an den Victoria-See, im Süden an Tansania und Ruanda sowie im Westen an der Demokratischen Republik Kongo. Die Hauptstadt Kampala liegt am Ufer des Victoria-Sees, dessen wichtigster Abfluss der Weiße Nil ist, der durch einen Großteil des Landes fließt. Tropische Wälder, die terrassenartigen Hügel von Kigezi und die Teeplantagen an den Hängen der schneebedeckten Ruwenzori Mountains prägen das Landschaftsbild. Die unfruchtbare Karamoja-Ebene liegt an der sudanesischen Grenze, die üppig-grüne Region Buganda weist die höchste Bevölkerungsdichte auf.

Staatsform

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1967. Neue Verfassung von 1995, Verfassungsänderung 2006. Parlament mit 332 Mitgliedern, von denen 228 gewählt und 104 von verschiedenen Interessengruppen ernannt werden. Unabhängig seit 1962 (ehemaliges britisches Protektorat).

Staatsoberhaupt

Yoweri Kaguta Museveni, seit 1986 (1996 im Amt bestätigt).

Regierungschef

Ruhakana Rugunda, seit September 2014.

Netzspannung

240 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.

Sprache

Amtssprachen sind Englisch und Kisuaheli; daneben ist Ganda/Luganda weit verbreitet. Zahlreiche Bantusprachen wie Buganda, Banyoro, west- und ostnilotische Sprachen werden ebenfalls gesprochen.

Religion

66 % Christen, 16 % Muslime und 18 % Anhänger von Naturreligionen.

Ortszeit

Eastern Africa Time: MEZ +4

+  Vertretung

Generalkonsulat der Republik Uganda

(+43) (01) 863 11 40.
Breitenfurterstraße 219, A-1230 Wien, Austria
Mo-Fr 09.00-12.00 und Mo-Do 13.00-16.00 Uhr.
http://www.uganda.at

Botschaft der Republik Uganda

(030) 206 09 90.
Axel-Springer-Str. 54 a, D-10117 Berlin, Germany
Mo-Do 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-14.00 Uhr.
http://www.ugandaembassyberlin.de/en/home/

Botschaft der Republik Uganda

(+41) (022) 339 88 10.
Rue Antoine Carteret 6 bis, CH-1202 Genf, Switzerland
http://www.ugandamission.ch

Visa Provider Bridge-Corporation

(030) 809 203 22.
Perleberger Straße 48, D-Berlin, Germany
http://www.bridge-corporation.com

+  Einreisebetimmungen

Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja 1 Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Kinderreisepass mit einem Lichtbild, das mit einem Rastergerät befestigt wurde, oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 6 Monaten:
[1] Malta und Zypern.

Visum bei der Einreise mit vorab besorgtem E-Visum

Ein 3 Monate gültiges Visum zur einmaligen Einreise und für einen Aufenthalt von maximal 30 Tagen ist an verschiedenen Grenzübergängen und am Flughafen Entebbe für ca. 50 US$ erhältlich. Für die Erteilung des Visums am Flughafen muss der Ausdruck des vorab besorgten elektronischen «Entry Permits»  auf https://visas.immigration.go.ug vorgelegt werden.

Visakosten

Deutschland, Österreich
Touristenvisum, Geschäftsvisum:
45 € (einmalige Einreise, Aufenthalt bis zu 3 Monaten) plus 35 € Providergebühr.

100 € (mehrfache Einreise, Aufenthalt bis zu 3 Monaten, 180 Tage gültig) plus 35 € Providergebühr.

East Africa Visa (EAC): 100 US$/ 80 €. 

Bei Expressausstellung wird ein Zuschlag von 50 € zur Visumgebühr berechnet.

Schweiz

Besuchervisum
:
50 CHF (einmalige Einreise, Aufenthalt bis zu 3 Monaten).
120 CHF (mehrmalige Einreise, Aufenthalt bis zu 6 Monaten).

East Africa Visa (EAC): 100 US$/ 95 CHF.

Visum bei der Einreise:
Am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen können auf Antrag Visa zur einmaligen Einreise mit einer Gebühr von 50 US$ ausgestellt werden. Es wird jedoch ausdrücklich empfohlen, das Visum schon vor der Reise einzuholen.

Visagültigkeit

3 Monate

Visaarten

Besuchervisum, Transitvisum, Studentenvisum, gemeinsames Visum für Kenia, Uganda und Ruanda.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende die innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise vefügen, benötigen kein Transitvisum.

Visaantrag

Zum 1. Juli 2016 wurde das e-Visum eingeführt. Seitdem ist die Online-Beantragung und Einholung eines Barcodes verpflichtend. Der Ausdruck des elektronischen «Entry Permits» muss der zuständigen diplomatischen Vertretung bzw. dem Visumprovider vorgelegt werden. Weitere Informationen unter www.visas.immigration.go.ug.

Deutschland und Österreich: Die Beantragung eines Touristen- oder Geschäftsvisums muss über den Konsularprovider Bridge-Corporation oder für österreichische Antragsteller beim Generalkonsulat in Wien erfolgen. Auch das East Africa Visum kann beim Provider beantragt werden. 

Schweiz: Persönlich oder postalisch an die zuständige konsularische Vertretung (s. Kontaktadressen). Schweizer können Visa auch bei der Ständigen Vertretung Ugandas bei den Vereinten Nationen in Genf beantragen (Internet: www.ugandamission.ch).

Touristen:
(a) Antragsformular und Barcode (www.visas.immigration.go.ug).
(b) Passfotos.
(c) Eingescannter Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens drei Monate gültig ist und mindestens zwei freie Seiten enthält.
(d) Gebühr (per Verrechnungsscheck oder per Überweisung mit Zahlungsbeleg, Barzahlung nur in Österreich möglich).

(e) Nachweis der Impfung gegen Gelbfieber.
(f) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(f) Einladung der Firma in Uganda und Begleitschreiben der eigenen Firma.

Der postalischen Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.

Bearbeitungsdauer

7 Tage in Deutschland, 2-3 Arbeitstage in Österreich, 1 Tag in der Schweiz (Genf).

Eine Expressausstellung ist in Deutschland im Einzelfall innerhalb von 3-4 Tagen möglich. Eine Sameday-Bearbeitung ist jedoch nicht möglich.

Temporärer Wohnsitz

Anfragen an die zuständige konsularische Vertretung (s. Kontaktadressen).

 

+  Geld

Währung

1 Uganda-Shilling. Währungskürzel: USh, UGS (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50.000, 20.000, 10.000, 5.000, 2.000 und 1.000 USh, Münzen in den Nennwerten 1.000, 500, 200, 100 und 50 USh.
Der US-Dollar wird vorzugsweise als Zahlungsmittel genutzt, es werden jedoch nur Geldscheine ab 2006 akzeptiert.

Geldwechsel

Ausländische Währungen, wie z.B. Euro und Dollar, können bei der Central Bank, bei Handelsbanken oder in Wechselstuben am Flughafen Entebbe, in Kampala und in einigen größeren Städten gewechselt werden. Die empfohlene Tauschwährung ist der US-Dollar, der problemlos gewechselt werden kann, so lange es sich um neue Scheine (ab 2006) handelt.

Kreditkarten

Kreditkarten (meist Visa, manchmal auch Mastercard und Diners Club) werden von Hotels, Restaurants, Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

Bankkarten

Mit Kreditkarte (meist nur mit Visa, manchmal auch mit Mastercard) und Pinnummer kann an den Geldautomaten einiger Banken (u.a. Stanbic Bank) in großen Städten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann an wenigen Geldautomaten mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Der Höchstbetrag, der abgehoben werden kann, liegt zwischen 250.000 und 700.00 UGX pro Tag. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Uganda nicht akzeptiert.

Wechselkurse

  • 1.00 EUR = 3714.60 UGX
  • 1.00 GBP = 4423.60 UGX
  • 1.00 USD = 3572.00 UGX

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen und von der Landeswährung.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.00-14.00 Uhr, Sa teilweise auch 09.00-12.00 Uhr.

 

+  Zollfrei einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Uganda eingeführt werden (Personen ab 17 J.), sofern die Einreise nicht aus Kenia oder Tansania erfolgt:

200 Zigaretten oder 225 g Tabak oder eine Auswahl an Tabakprodukten bis zu einem Gesamtgewicht von 225 g;
1 l Spirituosen oder Wein;
Parfüm und Eau de Toilette für den persönlichen Gebrauch.

 

+  Gesetzliche Feiertage

Feiertage

01.01.2019 Neujahr
26.01.2019 Befreiungstag
08.03.2019 Weltfrauentag
19.04.2019 Karfreitag
22.04.2019 Ostermontag
01.05.2019 Tag der Arbeit
03.06.2019 Tag der Märtyrer
09.06.2019 Tag der Helden
09.10.2019 Unabhängigkeitstag
25.12.2019 Weihnachten
26.12.2019 Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

 

+  Gesundheit

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch sein.

Die Mitnahme einer Reiseapotheke wird empfohlen, man sollte sich vor der Einreise bei der Botschaft erkundigen, ob die Einfuhr gebührenpflichtig ist.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.

Impfungen

Erkrankung Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
###erkrankung### 4 -
###erkrankung### 3 -
###erkrankung### Ja -
###erkrankung### 2
###erkrankung### 1 Ja

Impfvorschriften können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind. 
Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen, da Uganda als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten gilt.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Malariaschutz gegen die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum ist ganzjährig in allen Landesteilen erforderlich, auch in den Städten Fort Portal, Jinja, Kampala, Mbale und in Teilen von Kigezi. Chloroquinresistenz wurde gemeldet. Medikamentenprophylaxe ist dringend empfohlen.

[4] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Sonstige Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, besonders in der Umgebung des Lake Albert bis hin nach Pakwach im Nordwesten, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A und E sowie Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In Uganda kommt es periodisch zu Ausbrüchen von hämorrhagischen Fiebererkrankungen durch Ebola– und Marburg-Viren. Es ist ratsam, den Kontakt zu erkrankten Personen und, im Falle des Marburg-Virus, zu Fledermäusen (Fledermaushöhlen!), zu vermeiden.

Masern kommen vor. Reisende sollten ihren Impfschutz vor einer Uganda-Reise unbedingt überprüfen und ggf. auffrischen.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen landesweit vor, besonders im Nordwesten und Nordosten von Dezember bis Mai. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Die Pest tritt vereinzelt im Westen in Nebbi und in Arua im Norden auf, es besteht jedoch ein geringes Infektionsrisiko. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Die Schlafkrankheit kommt v.a. zwischen dem nördlichen Viktoriasee bis nördlich vom Kyoga-See und im Grenzgebiet nördlich des Lake Edward im Lira Distrikt vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Sonstige Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, besonders in der Umgebung des Lake Albert bis hin nach Pakwach im Nordwesten, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A und E sowie Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In Uganda kommt es periodisch zu Ausbrüchen von hämorrhagischen Fiebererkrankungen durch Ebola– und Marburg-Viren. Es ist ratsam, den Kontakt zu erkrankten Personen und, im Falle des Marburg-Virus, zu Fledermäusen (Fledermaushöhlen!), zu vermeiden.

Masern kommen vor. Reisende sollten ihren Impfschutz vor einer Uganda-Reise unbedingt überprüfen und ggf. auffrischen.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen landesweit vor, besonders im Nordwesten und Nordosten von Dezember bis Mai. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Die Pest tritt vereinzelt im Westen in Nebbi und in Arua im Norden auf, es besteht jedoch ein geringes Infektionsrisiko. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Die Schlafkrankheit kommt v.a. zwischen dem nördlichen Viktoriasee bis nördlich vom Kyoga-See und im Grenzgebiet nördlich des Lake Edward im Lira Distrikt vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

 

+  Reiseverkehr International

Flugzeug

Uganda hat keine eigene nationale Fluggesellschaft.

U.a. Lufthansa (über Nairobi), British Airways (über London), Brussels Airlines (SN) (über Brüssel), South African Airways (SA), Egyptair MS) und Kenya Airways (KQ) fliegen Uganda an.

Ausreisegebühr

Keine.

Bus/PKW

Straßen führen in alle Nachbarstaaten, die Grenzen sind jedoch nicht immer geöffnet. Die Verbindungsstraßen nach Kenia sind gut. Reisende sollten sich auf jeden Fall vor Überquerung der Grenze nach Ruanda über die aktuelle Sicherheitslage informieren. Von einer Grenzüberquerung in die Demokratische Republik Kongo wird dringend gewarnt.

Bus:
Linien- und Ausflugsbusse fahren von Nairobi (Kenia) sowie Arusha und Dar-es-Salaam (Tansania) nach Uganda.

Bahn

Derzeit keine Passagierverbindungen.

 

+  Reiseverkehr National

Flugzeug

Eagle Air (H7) fliegt von Entebbe aus alle größeren Städte einschließlich Arua und Kasese an. Charterflüge sind ebenfalls möglich, auch in die Nationalparks.

Bus/PKW

Linksverkehr. Der Zustand der Straßen ist schlecht. Die Hauptstadt Kampala ist Verkehrsknotenpunkt; im Norden nur wenige Straßen. Polizeikontrollen können vorkommen. Man sollte die Autotüren verriegeln.

Taxis sind durch schwarzweiße Streifen gekennzeichnet und meist deutlich teurer als Matatus.

Mietwagen sind am Flughafen und im Zentrum von Kampala erhältlich und relativ teuer.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

 

+  Wirtschaftsprofil

Umgangsformen

In Geschäftskreisen wird Englisch gesprochen. Termine sollten im Voraus vereinbart werden.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-12.45 und 14.00-17.00 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Ständigen Vertretung von Uganda
Rue Antoine Carteret 6, CH-1202 Genf
Tel: (022) 339 88 10.

Uganda Investment Authority
PO Box 7418, Kampala
Tel: (041) 30 10 00.
Internet: www.ugandainvest.com

 

+  Land & Leute

Essen & Trinken

In und um Kampala gibt es zahlreiche Restaurants. Alle staatlichen Hotels bieten einheimische und internationale Gerichte an. Spezialitäten sind Matooke (Bananenbrei), Hirsebrot, Maniok, Süßkartoffeln, Huhn- und Rindfleischeintöpfe sowie Meeresfrüchte. Getränke: Nationalgetränk ist Waragi, ein Bananen-Gin.

Sitten & Gebräuche

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Zwanglose Kleidung ist meist angebracht. Das Fotografieren militärischer Einrichtungen ist verboten. Rauchen in öffentlichen Einrichtungen ist verboten. Trinkgeld: Kellner und Taxifahrer erhalten 10% Trinkgeld.

Einkaufen

Schmuck, Holzschnitzereien, Korbwaren, Tee, Kaffee und Keramik. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr, Sa 08.00-13.00.

 

+  Klima

Beste Reisezeit

Aufgrund der Höhenlage (über 1200 m) sind die Temperaturen in einigen Landesteilen trotz der Nähe zum Äquator verhältnismäßig niedrig. Heftige Regenfälle zwischen März und Mai sowie Oktober und November.

 

+  Urlaubsorte & Ausflüge

Nationalparks

Die größten sind Kabalega, Ruwenzori und Kidepo. Kabalega und Ruwenzori bieten gute Unterkunftsmöglichkeiten; der Ruwenzori-Nationalpark (auch Queen-Elizabeth-Nationalpark genannt) gilt als einer der großartigsten afrikanischen Parks überhaupt. Im East National Park in der Nähe von Kampala gibt es Lodges, Banda (Hütten) und Campingplätze.

Kampala

In der Hauptstadt befinden sich das interessante Uganda Museum sowie
Moscheen und Paläste des alten Königreichs Buganda. Zahlreiche Geschäfte,
Straßenmärkte und lebhafter Verkehr zeichnen die Innenstadt aus. Zu den weiteren
Sehenswürdigkeiten zählen die Kabaka Tombs auf dem Kasubi Hill,
die Gräber der Könige der Buganda. Die Kibuli-Moschee, die katholische
Rubaga-Kathedrale, die anglikanische Namirebe-Kathedrale und der
riesige Sikh-Tempel sind ebenfalls besuchenswert.

Mbale

Mbale liegt in einer fruchtbaren Ebene. Dieser Ort in der Nähe des Mount Elgon ist bei Bergwanderern und Bergsteigern gleichermaßen beliebt.

 

+  Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst von und zu größeren Städten.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber sind CelTel Cellular Uganda (Internet: www.ug.celtel.com/en/index.html oder www.msi-cellular.com), MTN Uganda (Internet: www.mtn.co.ug) und mango, eine Tochter der Uganda Telecom Ltd (Internet: www.utl.co.ug). Der Empfangs-/Sendebereich deckt den gesamten Südwesten und Südosten und alle größeren Städte ab. Es bestehen Roaming-Verträge mit Mobilfunkgesellschaften u.a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Internet

Hauptanbieter sind InfoCom (Internet: www.imul.com) und MTN Uganda. Internetcafés findet man in Kampala.

Post

Luftpostsendungen nach Europa sind drei Tage bis mehrere Wochen unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.30-12.30 und 14.00-16.30 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

 

+  Sicherheitsinformationen

Stand – Thu, 13 Jun 2019 09:45:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Thu, 13 Jun 2019 09:48:06 +0100)

Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen

Aktuelle Hinweise

Am 11. und 12. Juni 2019 bestätigte das ugandische Gesundheitsministerium die ersten drei Ebola-Fälle in Kasese im Westen des Landes. Es wird von derzeit kontrollierbaren, isolierten Fällen innerhalb einer Großfamilie ausgegangen. Weiterführende Informationen hierzu bieten die Informationen zum Ebola-Virus-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda, siehe Aktuelle medizinische Hinweise.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Innenpolitische Lage
Im August 2018 hat die Inhaftierung von prominenten Oppositionspolitikern im Zusammenhang mit Unruhen am Rande lokaler Nachwahlen, in den Städten Arua und Mityana, im Norden Ugandas und auch in der Hauptstadt Kampala zu politischen Spannungen, mit zum Teil gewalttätigen Demonstrationen, geführt.
Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo und im Südsudan haben gelegentlich Auswirkungen auf angrenzende Gebiete in Uganda, insbesondere durch Zustrom von Flüchtlingen. Damit verbunden ist eine starke Militärpräsenz in der Grenzregion. Auseinandersetzungen sind auch in unmittelbarer Grenznähe zu Uganda nicht auszuschließen, daher sollte eine Annäherung direkt an die ugandisch-kongolesische Grenzlinie, im Südwesten und Westen Ugandas, vermieden werden.
Vor Besuchen der ugandischen Nationalparks in diesem Gebiet – insbesondere des Semliki Nationalparks, des Rwenzori Nationalparks und des Queen Elizabeth Nationalparks (Ishasha) –  sollten sich Reisende unbedingt über die aktuelle Sicherheitslage vor Ort informieren.
Demonstrationen und Proteste aus politischen und sozialen Gründen können sich spontan entwickeln und unvorhersehbar eskalieren.
Bei Reisen innerhalb von Uganda wird generell zu Vorsicht und Wachsamkeit geraten.
In der Vergangenheit führten Konflikte in den Bezirken Kasese und Bundibugyo zu zahlreichen Todesopfern. Hintergrund sind Streitigkeiten zwischen den Bakonzo aus dem Bantu-Königreich Rwenzururu und rivalisierenden Gruppen des davon abgespaltenen Königreichs Bamba.
Reisende werden gebeten, sich über lokale Medien informiert zu halten, Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen der lokalen Behörden zu beachten.

Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
2010 wurden in der Hauptstadt Kampala Bombenanschläge verübt, bei denen es Todesopfer und viele Verletzte gab. Laut Angaben der ugandischen Behörden konnte am 13. September 2014 ein weiterer Terroranschlag der somalischen Al-Shabab-Miliz in Kampala vereitelt werden. Auch weiterhin ist von einer Gefährdung insbesondere weicher Ziele auszugehen. Es wird daher insbesondere an öffentlichen Orten wie etwa Einkaufszentren zu besonderer Vorsicht und erhöhter Wachsamkeit  geraten.

Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als relativ sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich. Aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird ansonsten empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es zu Diebstählen aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. langsamen Verkehrsfluss kommen kann. Besondere Vorsicht ist im Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden. In Hotels ist darauf zu achten, dass Türen und Fenster verriegelt und bei Anwesenheit nur von innen geöffnet werden können. Bei Abwesenheit sollten keine Wertsachen im Zimmer aufbewahrt werden.
Insbesondere nachts kommt es immer wieder zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete Passagiere. Meist war das bei jungen Leuten beliebte Partyviertel Kissementi mit seinen Bars und Clubs dabei Ausgangspunkt.
Bei Reisen in die Region Karamoja im Nordosten sollte ein Aufenthalt direkt an der Grenze zu Kenia vermieden werden, da entlang der Grenze ein erhöhtes Risiko von Übergriffen bewaffneter Banden (Viehdiebe) besteht. Beim Besuch des Kidepo-Nationalparks sollten Reisende Abstand zur südsudanesischen Grenze halten und in Begleitung erfahrener Führer oder Reiseveranstalter reisen.
Am 2. April 2019 wurde eine US-amerikanische Touristin im südlichen Teil des Queen Elizabeth Nationalparks (Ishasha), der an die Demokratische Republik Kongo grenzt, entführt. Reisende in diesem Gebiet werden gebeten, besonders vorsichtig zu sein und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge zu leisten.

Naturkatastrophen
Uganda liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommen kann. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.
Insbesondere in der Regenzeit von März bis Mai sowie im Oktober und November können aufgrund von Starkregen Überschwemmungen und Erdrutsche auftreten.

Krisenvorsorgeliste
Reisenden wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um eine schnelle Kontaktaufnahme im Notfall zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Sprache
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.

Infrastruktur/Straßenverkehr
Es herrscht Linksverkehr. Straßen sind teilweise in sehr schlechtem Zustand.
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis („Boda Bodas“) grundsätzlich abgeraten.

Führerschein
Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Besondere Verhaltenshinweise
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda seit der Kolonialzeit strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich. Seit Unabhängigkeit Ugandas ist keine gerichtliche Verurteilung auf der Grundlage dieser Strafvorschriften mehr erfolgt. Eine aktive Verfolgung Homosexueller durch Staatsorgane findet nicht statt. Homosexualität ist jedoch quer durch alle gesellschaftlichen Schichten hindurch stark tabuisiert. Dies gilt auch für den öffentlichen Austausch von Zärtlichkeiten unter Heterosexuellen. Deshalb ist dringend zurückhaltendes Verhalten in der Öffentlichkeit angezeigt. Zurückhaltung wird auch bezüglich des Tragens vielfach als unangemessen empfundener Kleidung (z. B. kurze Miniröcke) empfohlen.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Uganda-Schilling (UGX). Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und in größeren Städten möglich. US-Dollar werden landesweit nur akzeptiert bzw. gewechselt, wenn es sich um neue Scheine (ab 2006) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von Fluggesellschaften sowie von Hotels und Touristenunterkünften der gehobenen Kategorie akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden, an Geldautomaten der Stanbic Bank und einiger anderer Banken auch mit der EC-Karte (Maestro). Diese Möglichkeit ist nicht immer verfügbar. Der Höchstbetrag, der mit Kredit- oder EC-Karte abgehoben werden kann, schwankt zwischen 250.000,- und 700.000,- UGX pro Tag.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen ab Einreise mindestens noch sechs Monate lang gültig sein.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum.
Seit Juli 2016 kann ein Visum nur noch online über das Uganda E-Immigration System beantragt werden. Dabei sind eingescannte Passkopien, Passbilder, Gelbfieberimpfungsnachweis und gegebenenfalls andere Nachweise hochzuladen. Nach abgeschlossenem Verfahren wird das Visum dann gegen Vorlage von Pass und Originalnachweisen sowie Zahlung der Visagebühr (bar, in US-Dollar oder Landeswährung) bei Einreise erteilt.

Die Visumgebühr – zur Zeit 50,- US-Dollar für ein einfaches Touristenvisum – hängt von der Art des Visums ab und wird im Antragsverfahren angezeigt. Zur Gelbfieberimpfung siehe auch „Medizinische Hinweise“. Die bewilligte Einreisedauer kann vom Antrag abweichen.

Wird die bei Einreise in den Pass eingetragene Aufenthaltsdauer überschritten, ist pro Tag eine Geldbuße von 100,- US-Dollar fällig. Reisende sollten deshalb genau prüfen, welche Aufenthaltsdauer in ihren Pass bei Einreise eingetragen wurde und erforderlichenfalls innerhalb dieses Zeitraums eine Verlängerung oder einen ihrem Aufenthaltszweck entsprechenden Aufenthaltstitel beantragen. Pass oder Passkopie sollten während des Aufenthalts stets mitgeführt werden.

Um eine Ausbreitung von Ebola nach Uganda zu verhindern, müssen Reisende bei Einreise nach Uganda ein Gesundheitsformular zur Feststellung möglicher Ebola-Indikatoren ausfüllen. Reisende mit hohem Fieber und solche aus Westafrika müssen mit ärztlicher Untersuchung, bei begründetem Verdacht einer Ebola-Infektion auch mit Zurückweisung rechnen, siehe auch Aktuelle medizinische Hinweise.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.

Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App „Zoll und Reise“ finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.

Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.

Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.

Seit 2004 besteht ein umfassender Schutz der Nichtraucher in Uganda. Das Rauchen in öffentlichen Bereichen ist demnach weitgehend verboten. Auch wenn die einschlägigen Gesetze meist nicht immer einheitlich angewandt werden, kann es in Einzelfällen bei Verstößen zu Bußgeldern oder Inhaftierungen kommen.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
In Uganda sind im Grenzgebiet mehrere aus der Demokratischen Republik Kongo importierte Ebola-Fälle bekannt geworden. Das Risiko für Reisende in Uganda ist als extrem niedrig anzusehen.
Aufgrund des aktuellen Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo müssen derzeit alle Reisenden, die über die internationalen Flughäfen oder über eine Landesgrenze zur Demokratischen Republik Kongo nach Uganda einreisen, einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und werden nachfolgend ggf. einer weiteren Befragung/Untersuchung unterzogen. Bei bestätigtem Verdacht auf Ebola ist von erweiterten Maßnahmen, z.B. Quarantäne, auszugehen.
Das Ausbruchgebiet in der Demokratischen Republik Kongo liegt nahe der Grenze mit Uganda. Im Grenzverkehr zwischen den beiden Staaten werden entsprechende Gesundheitsprüfungen (Screening) durchgeführt. Betroffen sind die Distrikte Kasese, Ntoroko, Kanungu, Bundibugyo, Kisoro und Kabarole in West- und Südwest-Uganda.
Weitere Informationen, Fallzahlen und Verhaltenshinweise bieten die regelmäßig aktualisierten Informationen zum Ebola-Virus-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda.

Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.

Impfschutz
Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden ab dem Alter von einem Jahr zwingend vorgeschrieben, siehe www.who.int. Wegen der immer wieder vorkommenden Ausbrüche von Gelbfieber ist eine Impfung auch medizinisch sinnvoll.
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Tollwutimmunglobulin ist im Land nicht sicher verfügbar.

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen.

Eine Malariaprophylaxe mit Medikamenten (Chemoprophylaxe) ist daher dringend empfohlen. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Uganda mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden eine Expositionsprophylaxe empfohlen. Speziell sollte auf folgende Punkte geachtet werden::

  • Tragen körperbedeckender, heller, ggf. imprägnierter Kleidung (lange Hosen, lange Hemden)
  • besonders in den Abendstunden und nachts das wiederholte Auftragen von Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen
  • Schlafen unter einem imprägnierten Moskitonetz

HIV/AIDS
Für 2013 wurde geschätzt, dass 7,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind, insgesamt leben in Uganda ca. 1,6 Mio. Menschen mit HIV/AIDS. Die Tendenz ist steigend. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadisch werden – nicht nur lokal beschränkte, sondern sich ggf. auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche – gemeldet. In der Vergangenheit waren davon zumeist Flüchtlingslager im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, in Einzelfällen aber auch Armutsviertel in Kampala betroffen.
Auch traten in der Vergangenheit immer wieder Typhusfälle (zuletzt im Osten des Landes, Bukwo-Distrikt) auf. Eine Choleraimpfung kann in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen (z. B. Katastropheneinsatz) u. U. indiziert sein.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.

Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes und desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Virale hämorrhagische Fieber
Zu den in Uganda immer wieder auftretenden hämorrhagischen Fiebern zählen das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber (CCHF) sowie die Gelbfieber-, Marburg Virus- und Ebola Virus-Infektionen.
Ein Charakteristikum dieser Virusinfektionen ist hohes Fieber, ausgeprägtes Krankheitsgefühl und eine  Blutungsneigung. Die Erkrankungen sind mit einer hohen Sterberate assoziiert.
Gelbfieber wird durch tagaktive Stechmücken, CCHF, durch den Stich infizierter Zecken und beim Kontakt mit Blut und Fleisch infizierter Tiere übertragen.
Marburg- und Ebola-Infektionen treten in Zusammenhang mit Kontakten zu Fledermäusen bzw. Tieren und Fleisch von infizierten Tieren auf (bush meat). Infektionen nach dem Besuch von Fledermaushöhlen in Fort Portal in West-Uganda, sowie der „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald, der Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes ist, sind bekannt geworden.
Für alle hämorrhagische Fieber (außer Gelbfieber) stellt der ungeschützte Kontakt zu Erkrankten, insbesondere deren Körperflüssigkeiten, ein hohes Risiko dar.

Vorsichtsmaßnahmen:
•Impfung gegen Gelbfieber
•Meiden von Fledermaushöhlen und sonstigen Ansammlungen dieser Tiere
•Meiden von Kontakt mit rohem Wildfleisch insbesondere von Affen („bush meat“)
•Meiden von Schlachthöfen oder anderen Tierschlachtungen und Kontakt zu Tierblut
•Anwenden von Hautabwehrmitteln gegen Mücken und Zecken, auch tagsüber
•Fernhalten von Krankenhäusern und Meiden von erkrankten Personen und deren Körperflüssigkeiten 

Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website who-country-office-uganda

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen. Vom Baden in Süßwassergewässern sollte daher in ganz Uganda konsequent abgesehen werden. Auch angeblich sichere Gewässer und auch der Nil stellen ein Risiko dar. Lokale Informationen, angebliches Insiderwissen, dubiose Merkblätter lokaler Kliniken, Vereine oder sonstiger Lobby-Gruppen und die „Erfahrungen“ Ortsansässiger sind mit äußerster Vorsicht zu werten. Laut Aussage des WHO Landesbüros in Kampala sind alle Süßwassergewässer Ugandas bilharzioseinfestiert.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren. Er wird durch tagaktive aggressive Tsetsefliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen. Vermeidung der Stiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.

Afrikanisches Zeckenbissfieber
Eine nach der Malaria häufigste fieberhafte Infektionskrankheit nach Aufenthalt in afrikanischen Nationalparks ist das afrikanische Zeckenbissfieber (african tick bite fever).
Der Erreger, Rickettsia africae, wird durch z. T. sehr stechagressive Zecken bei ungeschütztem Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften übertragen. Die Erkrankung ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und später durch einen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Charakteristisch ist die blutverkrustete Einstichstelle (Eschar), die oft zunächst nicht bemerkt wird. Doxyzyclin zur Behandlung ist gut wirksam. Schutz ist nur durch adäquate Kleidung, Insektenabwehrmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Rückkehr möglich.

Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Die Infektion erfolgt durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertes Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich insbesondere für Schwangere, die o. g. Hygieneregeln zu beachten

Nodding Disease
Diese bisher nur bei einheimischen Kindern auftretende Nervenerkrankung ist nur wenig erforscht. Infektion mit Filarien (Onchozerkiasis – Flußblindheit), Fehlernährung und genetische Faktoren oder eine Kombination von Ursachen wird vermutet. Für Reisende besteht keine Gefahr.

Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige „Untermieter“ durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Leishmaniasis, Filariasis, zeckenübertragbare Erkrankungen, Wurmerkrankungen etc.)

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz mit einer Reiserückholversicherung ist dringend empfohlen. Versicherungen sollten sofort bei Behandlungsbeginn kontaktiert werden (Telefonnummer mitführen!). Ungeachtet dessen hat der Patient fast immer Vorkasse zu leisten und später mit der Versicherung abzurechnen. Für alle Touristen wird derAbschluss einer lokalen Evakuierungsversicherung bei AMREF-Flying Doctors empfohlen. Dies kann über das Internet vor Reisebeginn erfolgen. Die Karte mit den Nummern der Alarmzentrale in Nairobi sollte man mit sich führen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte sind z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. zu finden.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden können nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

 

 

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Länderinformationen Ruanda

+  Überblick

Offizieller Staatsname

Republik Ruanda.

Hauptstadt

Kigali.

Geographie

Ruanda ist ein kleines bergiges Binnenland in Zentralafrika und grenzt im Norden an Uganda, im Osten an Tansania, im Süden an Burundi und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Von Nord nach Süd erstreckt sich eine bis zu 3000 m hohe Bergkette. Die Virunga-Vulkane steigen westlich des Kiwu-Sees steil auf und neigen sich zum hügeligen Zentralplateau. Ganz im Westen, am Oberlauf des Kagera-Flusses, gibt es eine Region mit Sumpfland.

Staatsform

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1962. Neue Verfassung von 2003. Nationalversammlung mit 53 Abgeordneten. Unabhängig seit 1962 (ehemaliges belgisches Treuhandgebiet).

Staatsoberhaupt

Paul Kagame, seit 2000.

Regierungschef

Anastase Murekezi, seit Juli 2014.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Sprache

Amtssprachen sind Französisch, Kinyarwanda und Englisch. Geschäftssprache ist Swahili.

Religion

Christentum (83 %), Muslime (5 %) und andere.

Ortszeit

Central Africa Time: MEZ +3

+  Vertretung

Botschaft der Republik Ruanda

(030) 20 91 65 90.
Jägerstr. 67-69, D-10117 Berlin, Germany
Mo-Fr 09.00 -13.00 und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr.
http://www.rwanda-botschaft.de

Botschaft der Republik Ruanda

(022) 919 10 00.
Rue de Vermont 37/39, 4ème étage, CH-1202 Genève, Switzerland
Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-18.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr.
http://rwandamission.ch/

+  Einreisebetimmungen

Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.
 

U.a. die Staatsangehörigen der folgenden in der obigen Tabelle genannten Länder können ein Visum für einen Aufenthalt von maximal 30 Tagen für eine einmalige Einreise entweder bei der Ankunft oder online beim Rwanda Directorate General of Immigration and Emigration beantragen:

(a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Staaten;

(b) Schweiz;

(c) Türkei.

Visakosten

Deutschland und Österreich
Touristenvisum: 45 € (einmalige Einreise, bis zu 30 Tage gültig) und 45 € (mehrmalige Einreise, bis zu 30 Tage gültig).

Business-Visum: 45 € (einmalige Einreise, bis zu 30 Tage gültig), 45 € (mehrmalige Einreise, bis zu 30 Tage gültig).

Transit-Visum: 27 €.

East Africa Visa (EAC): 100 US$.

Es kommen jeweils 5 € Portogebühr hinzu. 
 

Visum bei der Ankunft:  30 US$ (27 €) (auch in Euro und mit der Kreditkarte bezahlbar) (einmalige Einreise).

Online-Visum: 30 US$.

Schweiz
Touristen-/Geschäftsvisum: 50 CHF (mehrmalige Einreise, Aufenthalt von bis zu 3 Monaten).

Transit-Visum: 30 CHF.

East Africa Visa (EAC): 100 US$/ 100 CHF.

Visum bei der Ankunft: 30 US$.

Online-Visum: 30 US$

Visagültigkeit

Bis zu 3 Monaten; Visa können bei den Einwanderungsbehörden in Kigali verlängert werden.

Visaarten

Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum sowie ein gemeinsames Visum für Kenia, Uganda und Ruanda.

Transit

Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaantrag

Persönlich oder postalisch beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen), oder bei der Einreise (30 US$ und für 30 Tage gültig) oder online.

(a) 2 ausgefüllte Antragsformulare (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) 1 Visumantragsschreiben.
(e) Firmenschreiben bzw. Einladung bzw. Nachweis der gebuchten Reise.
(f) Gebühr (per Überweisung mit abgestempeltem Original-Beleg).

Bei postalischer Beantragung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Bearbeitungsdauer

Ca. 1 Woche

 

+  Geld

Währung

1 Ruanda-Franc = 100 Centimes. Währungskürzel: FRw, RWF (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5.000, 2.000, 1.000 und 500 FRW; Münzen in den Nennbeträgen 100, 50, 20, 10, 5 und 1 FRW. In den größeren Städten des Landes wird in der Regel auch mit US-Dollar bezahlt.

Geldwechsel

Der Umtausch von Bargeld in Landeswährung ist möglich, die Mitnahme von US-Dollar und Euro wird empfohlen (nur neue Scheine). Bei Reisen im Landesinneren ist nur Barzahlung in Landeswährung üblich. Umtauschmöglichkeiten sind in Banken, Hotels und Foreign-Exchange-Büros gegeben.

Kreditkarten

Internationale Kreditkarten wie Mastercard und teilweise auch Diners Club werden nur in der Hauptstadt und dort nur in einigen der größeren Hotels akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

Geldautomaten stehen in Ruanda nicht zur Verfügung.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Ruanda nicht akzeptiert.

Wechselkurse

  • 1.00 EUR = 851.30 RWF
  • 1.00 GBP = 1013.90 RWF
  • 1.00 USD = 818.58 RWF

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 5.000 FRw beschränkt. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages, abzüglich der Umtauschbeträge.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-12.30 und 14.00-17.00 Uhr, Sa 08.30-11.30 Uhr.

 

+  Zollfrei einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Ruanda eingeführt werden (Personen ab 16 J.):

250 g Tabakwaren;
1 l alkoholische Getränke (einschließlich Spirituosen) oder 2 l Wein.

500 ml Parfüm und Eau de Toilette, wovon Parfüm maximal ein Viertel der Menge sein darf.

Es besteht immer Deklarationspflicht.

Einfuhrverbot

Plastikverpackungen und –tüten, Waffen, Drogen und pornographisches Material aller Art.  

 

+  Gesetzliche Feiertage

Feiertage

01.01.2019 Neujahr
01.02.2019 Tag der Helden
07.04.2019 Völkermord-Gedenktag
19.04.2019 Karfreitag
01.05.2019 Tag der Arbeit
01.07.2019 Unabhängigkeitstag
04.07.2019 Befreiungstag
15.08.2019 Mariä Himmelfahrt
01.10.2019 Tag des Patriotismus
25.12.2019 Weihnachten
26.12.2019 Weihnachten

 

+  Gesundheit

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Impfungen

Erkrankung Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
###erkrankung### 4 -
###erkrankung### 3 -
###erkrankung### Ja -
###erkrankung### 2
###erkrankung### 1

Impfvorschriften können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt.
Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber empfohlen, da Ruanda zu den Infektionsgebieten zählt. Am Flughafen Kigali ist eine Impfung gegen Gelbfieber möglich (Kosten: 40 US$).

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Malariaschutz ist ganzjährig in allen Landesteilen erforderlich. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll hochgradig gegen Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein.

[4] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten vermieden werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Sonstige Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber tritt vor allem in den Slums in den Höhenlagen auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen während der Trockenzeit (Mai – September und Dezember – März) vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden. 

Die Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis) kommt besonders im Westen des Landes vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen. Bei Beschwerden nach Aufenthalt in gefährdeten Gebieten im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Sonstige Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber tritt vor allem in den Slums in den Höhenlagen auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen während der Trockenzeit (Mai – September und Dezember – März) vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden. 

Die Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis) kommt besonders im Westen des Landes vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen. Bei Beschwerden nach Aufenthalt in gefährdeten Gebieten im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

 

+  Reiseverkehr International

Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft heißt Rwandair Express (Internet: www.rwandair.com).

Lufthansa (LH) fliegt im Codeshare mit Brussels Airlines (SN) (Internet: www.flysn.com) von Brüssel nach Kigali.

Ruanda wird auch von Kenya Airways (KQ) und Ethiopian Airlines (ET) angeflogen.

Bus/PKW

Straßen führen von den Nachbarstaaten Uganda, Tansania und der Demokratischen Republik Kongo nach Ruanda. Die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo kann jederzeit geschlossen werden. Wegen der politisch instabilen Lage und des teilweise schlechten Straßenzustandes wird von Überlandfahrten, insbesondere von Nachtfahrten, abgeraten.

Busse fahren täglich von Kampala (Uganda) und Bujumbura (Burundi) nach Kigali.

 

+  Reiseverkehr National

Flugzeug

Es gibt Charterflugzeuge, die jedoch teuer sind.

Bus/PKW

Das Straßennetz ist nicht allzu umfangreich und hat durch den Bürgerkrieg stark gelitten; auch wichtige Brücken sind beschädigt worden. Nur die Hauptstrecken des Landes sind in relativ gutem Zustand. Nach starken Regenfällen im Frühling und Sommer kommt es zu Erdrutschen. Von Nachtfahrten wird abgeraten.

Busse
werden vom L’Office National des Transports en Commun betrieben und sind in drei Klassen aufgeteilt: Stadtbusse (mit A, B oder C beschildert); Vorortbusse (D) und Langstreckenbusse fahren zu allen Städten des Landes. Fahrpläne und Fahrpreise sind in Ruanda erhältlich.

Taxis
gibt es in Kigali und in den anderen größeren Städten, der Fahrpreis sollte im Voraus vereinbart werden.

Mietwagen
sind in Kigali erhältlich. Wagen mit Allradantrieb werden empfohlen.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Bahn

Es besteht kein Bahnverkehr in Ruanda.

 

+  Wirtschaftsprofil

Umgangsformen

Beste Besuchszeiten sind April – Oktober und Dezember – Januar.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.

Kontaktadressen

Chambre de Commerce et d’Industrie du Rwanda (Industrie- und Handelskammer)
BP 319, Kigali
Tel: 835 38, 835 41.

 

+  Land & Leute

Essen & Trinken

In den Hotelrestaurants steht meist eine angemessene Auswahl europäischer Gerichte auf der Speisekarte. Zahlreiche Restaurants bieten französisch-belgische und einige afrikanische Gerichte an. Getränke: Die Auswahl an Spirituosen, Wein und Bier ist gut.

Sitten & Gebräuche

Der traditionelle Lebensstil beruht auf der Landwirtschaft und Rinderzucht. Die Bevölkerung lebt in den fruchtbaren Landesteilen, allerdings lebt jede Familie auf ihrem eigenen Land und nicht in Dörfern. Der Großteil der Ruander gehört der Volksgruppe der Hutu an, ca. 15% der Bevölkerung gehören zu den Tutsi. Die kleinste Minderheit sind die Twa, ein Pygmäen-Mischvolk, die möglicherweise ältesten Bewohner des Landes, die noch heute Töpfer und Jäger sind. Die üblichen Höflichkeitsformen gelten auch hier. Trinkgeld: 10% sind üblich.

Einkaufen

Körbe mit spitzen Deckeln, Keramik, Holzschnitzereien, Talismane, Messer, Pangas oder Umuhoro genannt, deren Klingen wie Fragezeichen geformt sind. Wem Gorillahände oder -schädel angeboten werden, sollte nicht zögern, und den Händler sofort bei der Polizei anzeigen.

Nachtleben

Außer den vielen kleinen Bars und einigen Diskotheken ist die Abendunterhaltung nicht sehr breit gefächert. In Kigali gibt es einige Kinos.

 

+  Klima

Beste Reisezeit

Trotz der Äquatornähe ist das Klima durch die Höhenlage eher kühl. In den meisten Landesteilen ist es warm, in den Bergen jedoch kühler. Regenzeiten: Mitte Januar bis April und Mitte Oktober bis Mitte Dezember.

 

+  Urlaubsorte & Ausflüge

Westprovinz

Am Nordufer des Kiwu-Sees sind Wassersport und Bootfahren beliebt. Das weiter südlich gelegene Kibuye ist ein weiterer Badeort. Am Südufer des Sees, in der Nähe von Cyangugu, gibt es bei Kaboza und Nyenji Höhlen zu erkunden, und bei Nyakabuye ziehen Heilquellen Besucher an. Der nahegelegene Rugege-Wald ist die Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten.

Südprovinz

Östlich von Cyangugu liegt Butare, die kulturelle Hauptstadt des Landes. Verschiedene Museen und der Botanische Garten sind besuchenswert. Die Stadt Kabgayi hat eine schöne Kathedrale, und bei Mushubati kann man die Grotten von Bihongori durchstreifen. Das Fremdenverkehrsamt in Kigali erteilt weitere Auskünfte.

Kigali

Die Hauptstadt Kigali ist ein quirliges Geschäfts- und Verwaltungszentrum mit einem ausgezeichneten Angebot an Restaurants, die ihre Besucher mit den Gaumenfreuden sowohl der afrikanischen Küche als auch der internationalen bzw. Fusionsküche verwöhnen. Zu den Sehenswürdigkeiten, die unbedingt besichtigt werden sollten, gehören das Kigali Genocide Memorial.

Ostprovinz

Im Osten des Landes liegt Kibungo inmitten von Seen und Wasserfällen, einschl. des Mungesera-Sees und der Rusumo-Wasserfälle. Diese Region bildet die Südspitze des 2500 qkm umfassenden Kagera-Nationalparks, der westlich des Kagera-Flusses an der Grenze zu Tansania liegt. Der Park bietet zahlreichen Tierarten ein Zuhause. 100 km nördlich, am Rand des Parks bei Gabiro, gibt es Unterkünfte, die man am besten im Voraus bucht. In der Regenzeit (Dezember, März und April) sind viele Straßen unbefahrbar.

Berggorillas im Vulkan-Nationalpark

Westlich von Kagera befindet sich der Vulkan-Nationalpark, einer der letzten Lebensräume der Berggorillas. Das ORTPN-Fremdenverkehrsamt in Kigali bietet für kleine Gruppen geführte Touren durch den Park an; Vorausbuchung wird empfohlen. Diese Vulkankette mit zwei aktiven Vulkanen auf der zaïrischen Seite beeindruckt durch ihre atemberaubende Landschaft. Das Verwaltungsbüro in Kinigi erteilt Ratschläge und Informationen für Ausflüge. Hier sind gute Führer und der Wetterbericht erhältlich. Gisenyi ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in den Park. 

 

+  Kommunikation

Telefon

Ist vorhanden.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber ist Rwanda Cell. Mobiltelefone können gemietet werden. Mobiltelefone können in großen Geschäften gemietet oder gekauft werden.

Internet

Internetanbieter ist Rwandatel (E-Mail: service@rwanda1.com; Internet: www.rwanda1.com). In den meisten Städten gibt es Internetcafés und Computerzentren.

Post

Luftpost nach Europa ist ca. zwei Wochen unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

 

+  Sicherheitsinformationen

Stand – Fri, 14 Jun 2019 10:00:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Fri, 14 Jun 2019 10:20:43 +0100)

Letzte Änderungen:
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (Einreise aus der Dem. Rep. Kongo und aus Uganda)
Medizinische Hinweise (Aktuelle medizinische Hinweise)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Innenpolitische Lage
Bei Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Burundi und in die Demokratische Republik Kongo, südlich des Kivusees, wie auch bei  Weiterreisen in diese Länder wird zur Vorsicht geraten. Gleiches gilt für das Grenzgebiet zu Uganda im Norden des Landes. Im unmittelbaren Grenzgebiet sind grenzüberschreitende Auswirkungen von Konflikten in/mit den Nachbarländern nicht auszuschließen.
Reisende, die nach Burundi, die Demokratische Republik Kongo oder nach Uganda weiterreisen möchten, sollten die Reise- und Sicherheitshinweise zu Burundi, die Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung) der Demokratischen Republik Kongo bzw. die Reise- und Sicherheitshinweise Uganda beachten. Siehe hierzu auch Aktuelle medizinische Hinweise.

Terrorismus
Bei Reisen in das Gebiet des Nationalparks Nyungwe-Forest und auf der Verbindungsstraße zwischen Cyangugu, früher Rusizi, und Nyamagabe, früher Gikongoro, wird um besondere Vorsicht gebeten. Am 15. Dezember 2018 wurden im Nyungwe-Wald mehrere Busse von Bewaffneten angehalten und Reisende getötet.
Die Sicherheitskräfte wurden danach erheblich verstärkt und die staatliche Kontrolle in dem Gebiet wieder hergestellt.
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern der Region, auch in Ruanda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Vor allem in größeren Städten ist besondere Vorsicht und erhöhte Wachsamkeit ratsam – insbesondere an öffentlichen Orten wie etwa Märkten oder Busbahnhöfen.

Kriminalität
Vorsicht vor Taschendiebstahl und Kleinkriminalität, wie z.B. dem Diebstahl aus Autos, ist angebracht. Die Zahl der Einbrüche nimmt zu.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um eine schnelle Kontaktaufnahme im Notfall zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur/Straßenverkehr
Verschiedene nationale und internationale Fluglinien fliegen den internationalen Flughafen Kigali an. Regelmäßige Direktverbindungen nach Europa gehen nach Brüssel, Amsterdam und Istanbul, weitere Umsteigeverbindungen werden über Addis Abeba, Doha und Nairobi angeboten.
Das öffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut, gleichwohl entsprechen die Verkehrssicherheit von Taxis, Motorräder und Busse wie auch die Fahrweise nicht europäischem Standard.
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren sollten wegen häufig schlechter Straßenverhältnisse und des riskanten Fahrverhaltens anderer Verkehrsteilnehmer grundsätzlich nur bei Tag durchgeführt werden.
Alle Verkehrsteilnehmer, auch Fußgänger müssen beachten, dass offizielle Wagenkolonnen Vorrang haben; andere Verkehrsteilnehmer müssen am rechten Straßenrand anhalten und warten, bis die komplette Kolonne passiert hat.
Besuche des Virunga-, Nyungwe- und Akagera-Parks sollten vor Einreise geplant werden.
Europäischen Standards entsprechende Hotels sind nur in größeren Städten vorhanden.

Führerschein
Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Ruanda-Francs (RWF). Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Die Zahlung mit Kreditkarten ist nur in wenigen Hotels möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von Euro oder US-Dollar, sofern es sich um neue Scheine (ab 2009) handelt. Diese können problemlos gewechselt werden.

Telekommunikation
Es existiert ein gut funktionierendes nationales Mobiltelefonnetz der Anbieter Airtel, MTN und Tigo. Nicht alle deutschen SIM-Karten sind verwendbar und wenn dann zu erheblichen Mehrkosten. Lokale SIM-Karten können für SIM-lock-freie Mobiltelefone landesweit beschafft werden. Internetcafés, teilweise mit WLAN, sind vorhanden.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Ruanda ein Visum. Visumsanträge für einmalige Einreisen, mit Gültigkeit für einen Aufenthalt von maximal 30 Tagen, können entweder online oder nach Eintreffen am Flughafen gestellt werden. Die Gebühr beläuft sich auf 30,- US-Dollar und kann in US-Dollar oder Euro in bar oder mittels Kreditkarte bezahlt werden.

Alternativ kann vor Reiseantritt online ein East-Africa-Tourist-Visum, gültig für die Länder Kenia, Uganda und Ruanda beantragt werden, wenn das Ersteinreiseland Ruanda ist und es sich um einen touristischen Aufenthalt handelt. Das East-Africa-Tourist-Visum erlaubt eine einmalige Einreise in den Staatenverbund und multiple Reisen zwischen den Staaten. Die Kosten hierfür betragen 100 US-Dollar.

Gelbfieberimpfung
Bei direkter Einreise aus Europa ist keine Gelbfieberimpfung erforderlich. Nur bei Einreisen aus Gelbfieberendemiegebieten wird der Nachweis eines gültigen Gelbfieberimpfschutzes gefordert (siehe Medizinische Hinweise und Informationen des Rwanda Directorate General of Immigration and Emigration).
Reisende können sich ggfs. auch direkt am Flughafen Kigali noch impfen lassen. Die Kosten hierfür belaufen sich derzeit auf 40,- US-Dollar. An anderen Einreisegrenzstellen ist dieser Service nicht gewährleistet.

Einreise aus der Demokratischen Republik Kongo und aus Uganda
Reisenden aus von Ebola betroffenen Gebieten in der Demokratischen Republik Kongo und aus Uganda müssen bei der Einreise mit einer vollständigen Gesundheitskontrolle und ggf. einer 21-tägigen Quarantänezeit rechnen, siehe Aktuelle medizinische Hinweise.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Plastikverpackungen und –tüten, Waffen, Drogen und pornographischem Material aller Art ist nicht erlaubt. Zuwiderhandlungen können mit Geld- und Haftstrafen geahndet werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist quantitativ beschränkt. Die Einfuhr von größeren Mengen Medikamenten für Spendenzwecke ist nur nach vorheriger Erlaubnis möglich.

Zölle für importierte Waren werden in Höhe von 15 bis 25% des Warenwerts erhoben. Die Staffelung erfolgt nach Warengruppen.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App „Zoll und Reise“ finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Ruandische Sicherheitskräfte sind allgegenwärtig. Anweisungen von Sicherheitsbeamten ist unbedingt Folge zu leisten. Beamtenbeleidigungen können zu mehrwöchigen Haftstrafen führen; eine anwaltliche Verteidigung wird dann erforderlich.

Zu beachten ist außerdem, dass der Flughafen Kigali, Brücken, Regierungsgebäude sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen.

Nach wie vor in Kraft ist auch eine Vorschrift aus dem Jahr 1988, welche die soggenannte „concubinage“, das dauerhafte Zusammenleben von unverheirateten Personen, von denen mindestens eine verheiratet ist, unter Androhung einer Geldbuße und/oder Freiheitsstrafe untersagt.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind gesellschaftlich nicht akzeptiert.

Das ruandisches Strafrecht sieht für sexuellen Kontakt mit Personen unter 18 Jahren (Minderjährige) Geld- und/oder Gefängnisstrafen vor.

Darüber hinaus von europäischen Regelungen erheblich abweichende, strafrechtliche Vorschriften existieren nicht.

Medizinische Hinweise

Aktuelle Medizinische Hinweise
Alle Reisenden aus von Ebola betroffenen Gebieten in der Demokratischen Republik Kongo und aus Uganda müssen bei der Einreise nach Ruanda mit einer vollständigen Gesundheitskontrolle und ggf. einer 21-tägigen Quarantänezeit rechnen. Diese Maßnahmen des ruandischen Gesundheitsministeriums betreffen auch Gesundheitspersonal und Freiwillige, die an Ebola-bezogenen Aktivitäten im Ausbruchgebiet der Demokratischen Republik Kongo oder Ugandas teilnehmen.
Für einladende Organisationen können vor der Ankunft dieser Personen bereits spezifische Berichtspflichten an das ruandische Gesundheitsministerium und die Generaldirektion für Einwanderung und Auswanderung anfallen.
Informationen zum aktuellen Ebola-Ausbruch bieten die Informationen zum Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda.

Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.

Impfschutz
Pflichtimpfung gegen Gelbfieber bei Einreise aus einem Gelbfieberübertragungsgebiet. Bei direkter Einreise aus Europa ist keine Gelbfieberimpfung erforderlich.
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.

Malaria
Es besteht ein inzwischen hohes landesweites Risiko, das sich aufgrund der mannigfaltigen Topographie des Landes nicht exakt definieren lässt. Besonders westliche und östliche Regionen des Landes sind betroffen, auch in der Hauptstadt Kigali kommt es zu Malariainfektionen (fast ausschließlich Plasmodium falciparum). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei Nichtimmunen häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung in einer geeigneten medizinischen Institution mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden eine Expositionsprophylaxe empfohlen. Speziell sollte auf folgende Punkte geachtet werden:

  • Tragen von körperbedeckender, heller Kleidung (lange Hosen, lange Hemden)
  • wiederholtes Auftragen von Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen tagsüber (Dengue!) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria!)
  • Schlafen ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz

HIV/ AIDS
Etwa 3-4% der 15-49 Jährigen in Ruanda sind HIV positiv, in den bekannten Risikogruppen sind es deutlich mehr. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: kochen oder selber schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Erkrankung (bakterielle Hirnhautentzündung)
Die Meningokokken-Erkrankung wird im gesamten Land hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai-September und Dezember-März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Vierfach-Impfung (Konjugatimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen – ACWY) sinnvoll sein.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (auch Kivu-See). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Auch in Kigali sind schwere Krankheiten/Unfallfolgen nicht immer ausreichend behandelbar.
Für ärztliche Leistungen und Krankenhausbehandlung in Ruanda ist für Ausländer grundsätzlich Vorauskasse zu leisten. Der Abschluss einer adäquaten Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption wird daher dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe z.B. www.dtg.org.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden können nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland und längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten; für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • nicht unabhängig von individuellen Verhältnissen des Reisenden zu nutzen; vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Tropenmediziner ist unerlässlich;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen nicht unbedingt umfassend, genau und aktuell.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Erfahrungsberichte

Erkundungstour Uganda

25.05.2018

Uganda – Ruanda garantiert außergewöhnliche Begegnungen mit unseren Primaten

Diese besondere Inforeise machte selbst den erfahrensten Weltenbummler sprachlos – doch der Reihe nach…

Vor dem Erlebnis kommt die Anreise. Nach einem angenehmen Nachtflug mit Ethiopian Airlines ab Frankfurt kommt das weniger angenehme Vergnügen des mehrstündigen Transferstopps auf dem etwas „anstrengenden“ Airport von Addis Abeba. Nach einem weiteren kurzen angenehmen Flug empfängt uns leichter Regen in Entebbe…

Keine Überraschung, da diese Reise doch in der Hochsaison des Niederschlags stattfindet, aber auf das Wetterfazit verweise ich hier schon mal an das Ende dieses Reports. Der Vollständigkeit halber der Hinweis an dieser Stelle, dass alternativ auch Tagesflüge mit Brussels Airlines oder KLM zur Auswahl stehen.

In einem separaten Teil des Airports von Entebbe ist auch eine der größten UNO-Basen für Hilfsflüge in der Region beheimatet. Diese Basis erlangte als ehemaliger Passagierairport traurige Berühmtheit als Terroristen 1976 eine Air France Maschine von Tel Aviv nach Paris kaperten, in Entebbe landeten um Terrorgenossen frei zu pressen und einem israelischen Spezialkommando die Befreiung gelang – anders als 1977 in Mogadischu durch die GSG9 – OHNE, dass das Regime von Idi Amin zur Zusammenarbeit bereit war.

Hier schiebe ich einen Exkurs ein, da ich 3 Tage früher angereist bin, um ein paar weitere Möglichkeiten von Uganda zu erleben. Mit meinem engagierten und sehr aufmerksamen Guide Robert führt die Fahrt über ca. 1 h nach Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Sorry Kampala, aber es gibt dort wirklich nur ein Highlight und das ist noch sehr belastend und berührend:
Ich erhalte eine Führung am Königspalast (der heute nur noch 1-2 Mal im Jahr vom König genutzt wird und auch ansonsten leer ist) und wundere mich nach einer Einweisung in die politische Gegenwart über den kurzen Weg durch die Gartenanlage, worin ich kein Ziel und somit keinen Sinn sehe…. bis ich vor einem großen Loch stehe, welches in einen nackten betonierten nur schwach vom Tageslicht erhellten Bunker von ca. 100 m führt. Der Guide führt mit bewegter Stimme aus, dass dieses der Folterbunker Idi Amins war, in dem hunderttausende willkürlich als Widerspenstige eingestufte Menschen gefoltert und durch Strom in Verbindung mit Wasser getötet wurden.

Uganda – Schimpansen – Baum-Löwen – Berg-Gorillas

10.04.2018

Eigentlich hatte ich Mexiko-Guatemala geplant. Doch dann kam sie – die Einladung nach Afrika, nach Uganda, zu den Berg-Gorillas! Da konnte ich nicht „Nein“ sagen.

Reisetermin 2. Aprilwoche. Ja, das wollte ich schon lange, ich mache es!

April? Ich lese nach: Uganda hat 2 Regenzeiten, eine Kleine und eine Große. In ihr fallen über 40 % der Jahresniederschläge. Und die große Regenzeit ist im – April. Egal, ich will zu den Gorillas, auch wenn ich naß werde. Tagestemperaturen um diese Zeit bestenfalls 18°C, nachts einstellig. Also Pulli einpacken. Malariamücken? Die schlimmste Zeit ist im April, nach den Informationen lauern ganze Schwärme auf einen, sobald man im Freien nackte Haut zeigt. Also zum Arzt – Malariaprophylaxe, in die Apotheke und gleich 2 Dosen Mückenspray dazu. Ich will zu den Gorillas!

Uganda - Kronenkraniche

Uganda - Kronenkraniche

Uganda - Murchison Falls Nationalpark Sonnenuntergang

Uganda - Murchison Falls Nationalpark Sonnenuntergang

Uganda - Landschaft

Uganda - Landschaft

Uganda - Gorilla

Uganda - Gorilla

Ruanda - Virunga

Ruanda - Virunga

Ruanda - Teepflücker

Ruanda - Teepflücker