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Jordanien Reisen

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Israel Tel Aviv

Jordanien & Israel "Biblische Stätten zweier Kulturen"

  • Busrundreise ab Tel Aviv/bis Amman
  • Garantierte Durchführung ab 2 Personen
  • Die hängenden Gärten in Haifa
  • Übernachtung in einem Kibbutz am See Genezareth
  • Die biblischen Stätten Nazareth und Jerusalem
  • Auf dem Königsweg nach Petra
  • Campübernachtung im Wadi Rum
  • Die tiefste Punkt der Erde, das Tote Meer
Termine: Oktober 2020
11 Tage | ab 2.895 €
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Jordanien "Spurensuche"

  • Busrundreise ab/bis Amman
  • Neue Termine für 2020
  • Amman, die Hauptstadt Jordaniens
  • Wüstenschlösser – UNESCO Welterbe
  • Jerash, die berühmte Stätte der Antike
  • Petra – verlassene Stadt der Nabatäer
  • Jeep-Fahrt in die Wüste des Wadi Rum
  • Aqaba, Hafenstadt am Roten Meer
  • Totes Meer, ein besonderes Badeerlebnis
Termine: Oktober 2020 - Dezember 2020
8 Tage | ab 765 €
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Länderinformationen Jordanien

+  Überblick

Offizieller Staatsname

Haschemitisches Königreich Jordanien.

Hauptstadt

Amman.

Geographie

Jordanien grenzt im Westen an Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete im Westjordanland, im Norden an Syrien, im Nordosten an den Irak und im Süden und Südosten an Saudi-Arabien. Im Nordwesten liegt das Tote Meer und im Südwesten das Rote Meer mit der einzigen Hafenstadt Aqaba. Eine Hochebene erstreckt sich über 324 km von der syrischen Grenze bis zum Ras en Naqeb im Süden; die Hauptstadt Amman liegt 800 m ü. d. M., Teile des Hügellandes nordwestlich der Hauptstadt sind bewaldet. Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erde (400 m u. d. M.). Der Jordan verbindet das Tote Meer mit dem See Genezareth in Israel. Etwa 80% des Landes, besonders der Osten, bestehen aus Wüste.

Staatsform

Konstitutionelle Monarchie seit 1952. Verfassung von 1952, letzte Änderung 2012. Zweikammerparlament: Abgeordnetenhaus (Wahl alle vier Jahre) und Senat (vom König für vier Jahre ernannt). Unabhängig seit 1946 (ehemaliges britisches Mandatsgebiet).

Staatsoberhaupt

König Abdullah Ibn al-Hussein, seit 1999.

Regierungschef

Omar al-Razzaz, seit Juni 2018.

Netzspannung

230 V, 50 Hz. Europäische Steckdosen weit verbreitet, dennoch Adapter empfohlen.

Sprache

Amtssprache Arabisch. Englisch ist als Verkehrssprache verbreitet.

Religion

92% sunnitische Muslime, christliche (6 %) und schiitische Minderheiten.

Ortszeit

Eastern European Time: MEZ +3 (MEZ +4 vom 28 März bis 24 Oktober 2019)

+  Vertretung

Botschaft des Königreichs Jordanien

+41 (31) 384 04 04.
Thorackerstrasse 3, Muri b. Bern, Switzerland
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.
http://www.jordanembassy.ch

Botschaft des Königreichs Jordanien

+43 (1) 405 10 25. Konsularabt.: +43 (1) 405 10 26.
Rennweg 17/4, Wien, Austria
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr, Konsularabteilung: Mo-Fr 09.30-12.30 Uhr.
http://www.jordanembassy.at

Botschaft des Königreichs Jordanien

+49 (30) 369 96 00. Visaabt.: Tel. +49 (30) 36 99 60 43.
Heerstraße 201, Berlin, Germany
Mo-Do 09.00-15.00 Uhr, Fr 09.00-14.00; Einreichen von Visaanträgen und Dokumenten 09.00-12.00 Uhr, Dokumentenausgabe 14.00-15.00 Uhr.
http://www.jordanembassy.de

+  Einreisebetimmungen

Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Nein Ja
Deutschland Ja Ja/1 Ja
Österreich Ja Ja/1 Ja
Schweiz Ja Ja/1 Ja
Andere EU-Länder Ja Ja/1 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige dürfen nur in Begleitung von sorgeberechtigten Erwachsenen reisen. Minderjährige, die alleine reisen, benötigen eine durch den/die Sorgeberechtigten unterschriebene schriftliche Reiseerlaubnis in englischer und deutscher Sprache. Der Reiseerlaubnis muss die Kopie des Reisepasses der sorgeberechtigten Person/-en beiliegen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visainformationen

Erforderlich u. a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder außer für Staatsangehörige der Türkei, die sich für touristische und geschäftliche Zwecke bis zu 3 Monate innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten in Jordanien visumfrei aufhalten dürfen.

Visum bei der Einreise[1] Für Staatsbürger u.a. der EU- und EFTA-Länder werden Visa auch bei der Einreise an den Flughäfen Queen Alia International und Aqaba ausgestellt (40 JD in bar für eine einmalige Einreise und mit einer Gültigkeit von 4 Wochen. Visa, die zur mehrmaligen Einreise berechtigen, werden am Flughafen nicht ausgestellt). Reisende, die über den Landweg einreisen, müssen vorab ein Visum beantragen. 
Nähere Auskünfte über die notwendigen Dokumente für ein Visum bei der Einreise erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Hinweis: Die jordanischen Botschaften empfehlen, ein Visum vor Antritt der Reise zu beantragen.

Visakosten

Deutschland
Visum: 76,77 € (einmalige Einreise, 2 Monate gültig); 97,50 € (zweimalige Einreise, 3 Monate gültig); 106,77 € (max. 30 Tage Aufenthalt, mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig, nur für Geschäftsreisen). 

Achtung: Das Touristenvisum ist seit September 2015 kostenlos, wenn die Touristen ihre Reise bei einem jordanischen Veranstalter buchen und mindestens zwei aufeinanderfolgende Nächte in Jordanien bleiben.

Visum bei der Einreise

Touristenvisum: 40 JD in bar (ca. 51 €) (einmalige Einreise, 4 Wochen gültig). 

Achtung: Touristen, die über den Landweg einreisen und mindestens drei aufeinanderfolgende Nächte in Jordanien verbringen, bezahlen seit September 2015 nur umgerechnet 13 € für das Touristenvisum. 

Visagültigkeit

1 Monat, Verlängerung vor Ort möglich.
Visum bei der Einreise: 4 Wochen.

Visaarten

Transit-, Touristen-, Mehrfach- und Geschäftsvisum.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 6 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise mit Sitzplatzreservierung verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Für visumfreie Transitaufenthalte zwischen 6 und 24 Stunden muss der Flughafen verlassen werden. Der Reisepass wird einbehalten.

Visaantrag

Persönlich oder postalisch beim Konsulat bzw. bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto in Farbe.
(c) Reisepass, der bei Antragstellung noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(e) Gebühr (per Überweisung mit Beleg).
(f) bei Geschäftsreisen zusätzlich Entsendungsschreiben der Firma mit Reiseanlass und -dauer, Bestätigung der Kostenübernahme sowie erwünschter Gültigkeitszeitraum (bis zu 6 Monaten) und Anzahl der Einreisen.

Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und ein Zahlungsnachweis beigelegt werden.

Unterlagen für ein Visum bei der Einreise
(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Rück- oder Weiterreisetickets.
(c) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.
(d) Gebühr.

Bearbeitungsdauer

7-14 Tage. Express- oder Samedaybearbeitung nicht immer möglich.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Alle Reisenden, die sich länger als 30 Tage im Land aufhalten möchten, müssen sich innerhalb von 28 Tagen nach Ankunft in Jordanien bei einer Polizeidienststelle melden. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, muss mit Geldstrafen rechnen.

Temporärer Wohnsitz

Informationen von der Botschaft.

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen werden ein Gesundheitszeugnis und ein Tollwutimpfzertifikat benötigt.
Vögel brauchen auch für den Transit ein Gesundheitszeugnis. Für die Einfuhr von Vögeln ist außerdem eine Genehmigung des jordanischen Landwirtschaftsministeriums nötig.

 

+  Geld

Währung

1 Jordanischer Dinar = 100 Piaster = 1000 Fils. Währungskürzel: JD, JOD (ISO-Code). 

Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5 und 1 JD. 

Münzen sind im Wert von ½ Dinar und ¼ Dinar, sowie 10 Piaster, 5, 2 1/2  und 1 Piaster im Umlauf. Der JD ist an den US-Dollar gekoppelt.

Wegen des hohen Wertverlustes des Rial sind statt Banknoten, die sogenannten Iran-Cheques, im Umlauf und werden als gängiges Zahlungsmittel verwendet. Sie werden ausschließlich von der Iranischen Zentralbank ausgegeben.

Geldwechsel

Geld kann in Banken und in Wechselstuben umgetauscht werden. Ausländische Währungen sollten wegen der ungünstigen Wechselkurse in Jordanien schon vor der Reise nach Jordanien in die jordanische Landeswährung gewechselt werden, zur Mitnahme eignen sich vor allem US-Dollar. Auch gehobene Hotels tauschen Geld um, allerdings ist dort der Umtausch am teuersten.

Kreditkarten

Geläufige Kreditkarten wie American Express, Visa, Mastercard und Diners Club werden in touristischen Orten in Hotels, Restaurants und in größeren Geschäften akzeptiert. Auf den Souks und in kleineren Geschäften wird in der Regel Bargeld verlangt. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

Bankkarten

Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann vielerorts in touristischen Gebieten an Geldautomaten mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Jordanien nicht mehr akzeptiert.

Wechselkurse

  • 1.00 EUR = 0.75 JOD
  • 1.00 GBP = 0.88 JOD
  • 1.00 USD = 0.71 JOD

Devisenbestimmungen

Einfuhr der Landeswährung und von Devisen in bar bis zum Gegenwert von 15.000 JD gestattet, darüber hinaus besteht Deklarationspflicht.

Ausfuhr von Fremdwährungen nur bis in Höhe der deklarierten Beträge.

Ausfuhr der Landeswährung nur bis 300 JD gestattet.

Israelische Währung darf nicht nach Jordanien eingeführt werden, kann aber an der Grenze umgetauscht werden.

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Do 08.30-15.00 Uhr. Ramadan: 08.30-10.00 Uhr, teilweise auch nachmittags geöffnet.

 

+  Zollfrei einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Jordanien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten und 200 g Tabak;
1 l Wein oder Spirituosen;
Persönliche Gebrauchsgegenstände einschließlich ein Laptop und eine Kamera.
Geschenke bis zu einem Wert von 200 JD.

Importbeschränkungen

Für die Einfuhr von Jagdwaffen und Munition (nicht im Handgepäck) wird eine Einfuhrgenehmigung benötigt.

Einfuhrverbot

Waffen und Munition (s. auch Einfuhrbeschränkungen), Funkgeräte, Betäubungsmittel, pornografisches Material.

Ausfuhrverbot

Antiquitäten und Korallen.

 

+  Gesetzliche Feiertage

Feiertage

01.01.2019 Neujahr
19.04.2019 Karfreitag
22.04.2019 Ostermontag
01.05.2019 Tag der Arbeit
25.05.2019 Unabhängigkeitstag
10.06.2019 Gedenktag zu Ehren des Militärs
25.12.2019 Weihnachten

Anmerkung

(a) Weihnachten und Ostern werden nur in christlichen Haushalten und Geschäftshäusern gefeiert.

(b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

 

+  Gesundheit

Übersicht

Die medizinische Versorgung in Amman ist gut, außerhalb Ammans entspricht sie je nach Gebiet nicht bzw. nur mit Einschränkungen westeuropäischem Standard.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Impfungen

Erkrankung Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
###erkrankung### 1
###erkrankung### Nein
###erkrankung### Ja/2 -
###erkrankung### Nein -

Impfvorschriften können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und aus einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere in Jordanien.

[2] Die nachgewiesenen Poliofälle in Syrien spielen bei den zunehmenden Flüchtlingsströmen nach Jordanien eine wichtige Rolle. Reisende sollten daher unbedingt ihren Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) überprüfen.

Sonstige Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 
Es kommt vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch das Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist  unklar. Enger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. 

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Auch in Jordanien besteht die Gefahr einer HIV-Infektion. Die bekannten Risiken sollten vermieden werden.

Durch Sandmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Essen und Trinken

Das Leitungswasser ist stark gechlort. Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Sonstige Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 
Es kommt vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch das Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist  unklar. Enger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. 

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Auch in Jordanien besteht die Gefahr einer HIV-Infektion. Die bekannten Risiken sollten vermieden werden.

Durch Sandmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt. Touristen sind davon normalerweise nicht betroffen. Reisende, die im Besitz von Medikamenten gegen HIV sind, werden als HIV-Infizierte angesehen werden und müssen infolgedessen mit ihrer Ausweisung aus Jordanien rechnen. 

 

+  Reiseverkehr International

Flugzeug

Jordaniens nationale Fluggesellschaft Royal Jordanian (RJ) fliegt Amman nonstop von München, Frankfurt/M., Genf und Wien an.

Lufthansa (LH) fliegt nonstop ab Frankfurt/M. und Austrian Airlines (OS) ab Wien nach Amman. Ab Zürich gibt es keine Direktflüge nach Amman; Swiss (LX) fliegt ab Zürich in Kooperation mit Lufthansa (LH) via Frankfurt/M. und Royal Jordanian (RJ) via Genf nach Amman.

easyJet (U2) fliegt wöchentlich nonstop von Berlin nach Aqaba.

Turkish Airlines (TK) fliegen ab Frankfurt/M., München, Wien, Genf und Zürich via Istanbul nach Aqaba.

Jordan Aviation (R5) verbindet Amman mit Ägypten, Dubai, dem Irak und der Ukraine.

Ausreisegebühr

Es sind keine Flughafengebühren zu bezahlen.

Bus/PKW

Die Grenzgebiete von Jordanien nach Syrien und in den Irak sind militärische Sperrgebiete mit besonderen Bestimmungen. Zur eigenen Sicherheit wird dringend davon abgeraten, diese Gebiete zu bereisen.

Von Israel aus gibt es drei Grenzübergänge; die Allenby-Brücke, die Sheikh Hussein-Brücke im Norden und Wadi Araba im Süden. Von Saudi-Arabien kommend geht es bei Al-Haditha (Saudi Arabien) und Al-Omari (Jordanien) über die Grenze nach Jordanien.

Fernbusse: Das Busunternehmen Jett bietet regelmäßige Fahrten von Amman nach Kairo (Ägypten) sowie nach Jeddah und Riyadh (Saudi-Arabien) an.

Maut: In Jordanien gibt es keine mautpflichtigen Straßen.

Unterlagen: Auch wenn der nationale Führerschein zumeist anerkannt wird, ist es empfehlenswert, zusätzlich den Internationalen Führerschein mitzuführen.

Bei der Einreise mit dem eigenen Pkw ist ein Carnet de Passages (Grenzübertrittsschein) vorgeschrieben, der bei deutschen Automobilclubs erhältlich ist. Außerdem muss an der Grenze eine temporäre Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden (Kosten: ca. 27 €), da die europäische Haftpflichtversicherung in Jordanien nicht gültig ist.

Schiff

Jordaniens einziger Seehafen ist Aqaba. Es bestehen Fährverbindungen mit Ägypten und ein reger Kreuzfahrtverkehr.

Warnung

Von Reisen in das syrisch-jordanische Grenzgebiet sowie in die Grenzregion zum Irak wird wegen wiederholter Zwischenfälle dringend abgeraten. 

In der Nähe der israelischen Grenze (auf grenznahen Straßen oder beim Segeln und Schwimmen im Roten Meer ohne Führer/Reiseleitung) sollte man seine Reise- und Ausweispapiere immer griffbereit haben.

 

+  Reiseverkehr National

Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft Royal Jordanian verbindet regelmäßig Amman und Aqaba.

Die Charterfluggesellschaften Arab Wings und Jordan Aviation bieten nationale Charterflüge an.

Bus/PKW

Das jordanische Straßennetz ist sehr gut ausgebaut und hat eine Gesamtlänge von ca. 8.000 km. Beim Befahren von Neben- und Wüstenstraßen ist es wichtig, absolut fahrtüchtige Fahrzeuge zu benutzen, ausreichend Wasser mitzunehmen und allen Ratschlägen der Bevölkerung vor Ort zu folgen. Von Nachtfahrten ist allgemein abzuraten.

Die am meisten befahrene Straße ist der Desert Highway, eine Wüstenautobahn, die von Aqaba über Ma’an, Amman bis zur syrischen Grenze führt. Touristisch interessant ist der kurvenreiche Kings Highway, westlich der Wüstenautobahn, der südlich von Amman beginnt, über Kerak, Madaba, Wadi Mujib und Petra verläuft und südlich von Ma’an in die Wüstenautobahn mündet.

Maut: Jordanische Straßen sind nicht mautpflichtig.

Tankstellen: In den Städten gibt es ausreichend Tankstellen. Im Süden Jordaniens sollten Reisende bei sich bietender Gelegenheit tanken, da die Tankstellendichte hier geringer ist. An älteren Tankstellen ist oft nur Barzahlung möglich.

Stadtverkehr

In Amman verkehren sowohl Linienbusse als auch Servees-Sammeltaxis, die festgelegte Strecken fahren. Die Servees-Taxis sind staatlich zugelassen und haben Standardtarife, aber keine festen Haltestellen. Sie nehmen ihre Passagiere häufig an Endhaltestellen in den Außenbezirken oder im Zentrum auf und fahren dann direkt bis zum Zielort.

Bahn

Zurzeit gibt es keinen zuverlässigen Passagierverkehr.

 

+  Wirtschaftsprofil

Umgangsformen

In Geschäftskreisen wird in der Regel Englisch gesprochen. Es empfiehlt sich, Freitagstermine zu vermeiden und einen Vorrat an Visitenkarten mitzunehmen.

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: So-Do 08.30-18.00 Uhr. Mittagspause in der Regel zwischen 13.00-15.00 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Botschaft von Jordanien
Heerstraße 201, D-13595 Berlin
Tel: (030) 369 96 00.
Internet: www.jordanembassy.de

Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V.
Garnisonkirchplatz 1, D-10178 Berlin
Tel: (030) 278 90 70.
Internet: www.ghorfa.de

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, Postfach 181, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Amman Chamber of Industry (ACI)
Zahran Street, JO-Amman
Tel: (06) 464 30 01.
Internet: www.aci.org.jo

Federation of Jordanian Chambers of Commerce (FJCC)
P.O. Box 7029, JO-Amman 11118
Tel: (06) 566 54 92, 567 44 95.
Internet: www.jocc.org.jo

 

+  Land & Leute

Essen & Trinken

In Jordanien gibt es viele gute Restaurants. Die Regierungskontrolle der 4- und 5-Sterne-Restaurants ist inzwischen abgeschafft worden. Die meisten Restaurants bieten arabische und europäische Gerichte an. Zu den Spezialitäten gehören Meze (kleine Vorspeisen wie Hummus, Ful, Kibbeh und Tabouleh), eine Auswahl unterschiedlicher Kebabs; Mahshi waraq inab (gefüllte Weinblätter mit Reis, Hackfleisch und Gewürzen), Musakhan (Brathähnchen in Olivenöl und Zwiebelsoße gebacken auf arabischem Brot) und Mensaf (gehacktes Lammfleisch in Jogurtsoße auf Reis), ein Gericht, das normalerweise mit der Hand gegessen wird. In der Regel gibt es als Vorspeise zahlreiche, meist vegetarische, Gerichte in kleinen Portionen, zum Nachtisch meist Wassermelone.

Getränke:
Das Trinken von arabischem Kaffee (Mokka) ist ein nationales Ritual. Einheimische Bier- und Weinsorten sind ebenso erhältlich wie importierte Spirituosen. Während des Fastenmonats Ramadan ist das Trinken und Rauchen tagsüber verboten.

Sitten & Gebräuche

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Für Jordanier sind die arabische Kultur und Gastfreundschaft von großer Bedeutung. Besucher werden herzlich aufgenommen, Jordanier sind gern Gastgeber und Berater und geben bereitwillig Auskunft über Kultur und Traditionen. Der Islam spielt im gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle. Arabischer Kaffee wird bei gesellschaftlichen Ereignissen oft und reichlich angeboten. Falls man die Tasse beim Zurückgeben nicht leicht zur Seite gekippt hält, wird sie automatisch nachgefüllt. Kleine Gastgeschenke werden gern angenommen.

Kleidung: Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Badebekleidung gehört an den Privat-Strand oder an den Pool. Jordanische Frauen gehen vollständig bekleidet zum Schwimmen.

Fotografieren: Man sollte um Erlaubnis bitten, bevor man jemanden fotografiert. In manchen Orten ist Fotografieren generell nicht gestattet. Militärische Anlagen dürfen nicht fotografiert werden. 

Trinkgeld: Ein extra Trinkgeld liegt im Ermessen des Gastes, dennoch freuen sich Kellner und andere Dienstleister über ein Trinkgeld in Höhe von ca. 10%. Im Taxi rundet man üblicherweise auf die nächsten 100 Fil auf. 

Rauchen: In Jordanien ist das Rauchen in allen Restaurants, Krankenhäusern, Schulen, Kinos, Theatern, Museen, öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Flughäfen und in überdachten Einkaufszentren verboten. Auch Wasserpfeifen (Shishas) dürfen an diesen Orten nicht geraucht werden. 

Einkaufen

Jede Stadt hat einen Souk (Markt), das Angebot an guten Kunstgewerbeläden und Schmuckgeschäften ist groß. In Amman gibt es einen hervorragenden Gold- und Schmuckmarkt. Beliebte Mitbringsel sind Hebron-Glas, Perlmuttkästchen, Wasserpfeifen, Tonwaren, Backgammonspiele, bestickte Tischdecken, Rosenkränze mit Juwelen, Weihnachtskrippen aus Olivenholz, Gebetskissen aus Leder, Messing- und Kupferartikel sowie handbestickte Kaftane.

Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 09.00-13.00 und 15.00-20.30 Uhr.

Nachtleben

In einigen größeren Städten gibt es Kinos, in Amman außerdem Nachtklubs und Theater. Viele 4- und 5-Sterne Hotels haben eigene Nachtclubs und Diskotheken.

 

+  Klima

Beste Reisezeit

In den östlichen und südlichen Teilen des Landes herrscht Wüstenklima.

Das Jordan-Tal, das unter dem Meeresspiegel liegt, ist im Winter warm und im Sommer sehr heiß und hat wie die Rotmeerküste ein subtropisches Klima.

Mediterranes Klima am Rand des Jordangrabens

Der meiste Niederschlag fällt zwischen November und März, keine Niederschläge von Mai bis September, kühler im Dezember/Januar. Die beste Reisezeit fällt auf die Monate März, April, Mai sowie Oktober und November.

 

+  Urlaubsorte & Ausflüge

Amman

Die Hauptstadt von Jordanien ist eine moderne Stadt in der Moslems und Christen friedlich seit 1921 zusammenleben. Amman lieg eingebettet in einer Hügellandschaft zwischen der Wüste und dem fruchtbaren Jordantal. Überall in der Stadt stößt man auf Überreste aus der römisch-griechischen Zeit. Dominiert wird die Stadtmitte durch das riesige antike Amphitheater, in dem noch heute Aufführungen stattfinden. Der Herkulestempel auf dem Zitadellenhügel und das Jordan Antiquities Museum mit seinen weltbedeutenden archäologischen Funden sind einen Besuch wert. Sehr interessant sind auch die König-Hussein-Moschee und die Nationalgalerie, die zeitgenössische Kunst ausstellt. 

Nationalpark Wadi Rum

Ohne menschliches Zutun wurde der tief gelegene Nationalpark östlich von Aqaba durch Wind und Wetter einzigartig geformt. Die monolithischen Felsformationen sind auch als der Grand Canyon von Jordanien bekannt. Sie ragen bis 1700 m in die Höhe und gehören seit 2011 zum UNESCO-Welterbe. Für Bergsteiger sind sie eine Herausforderung, für Wanderer bleibt der Weg vorbei an Schluchten mit 4000 Jahre alten Felsenzeichnungen unvergessen. Ab dem Besucherzentrum kann man Touren mit dem Jeep, Kameltouren mit Übernachtung und Ausflüge vorbei an den sieben Säulen der Weisheit bis zur höchsten Brücke Burda buchen. Eindrucksvoll ist der Anblick während des Sonnenunterganges, wenn die Felsen wie in purpurnes Feuer gehüllt sind.
 

Baden im Toten Meer

Im Naturwunder Totes Meer kann man sich auf dem Wasser treiben lassen und dabei ein Buch lesen. Zahlreiche Flüsse, unter ihnen der Jordan, speisen das 400 m unter dem Meeresspiegel gelegene Gewässer. Im Osten ist das Tote Meer von Bergen umgeben, im Westen begrenzen es die sanften Hügel Jerusalems. Die gute Luft und eine Schlammpackung machen einen Wellnesstag am Toten Meer perfekt.
 

Gerasa / Jerash

Knapp eine Autostunde von Amman entfernt liegt die prachtvolle antike Stadt Jerash /Gerasa. In der Nähe des Hügellandes Gilead gelegen, ist sie eine der gut erhaltenen Städte der Herrschaft Roms. Jerash /Gerasa war jahrelang unter Wüstensand begraben und wird seit 70 Jahren nach und nach ausgegraben und restauriert. Beeindruckend sind die 600 m lange Säulenallee mit fast 500 Säulen, der Triumphbogen und der Jupiter-Tempel auf dem künstlich gestalteten Hang. Sehr gut erhalten ist auch das zweigeschossige Nymphäum der Stadt. Jedes Jahr findet im Juli ein Festival statt. Vor der Kulisse der uralten Stadt mit ihren beleuchteten Ruinen sind dann Aufführungen in toller Atmosphäre zu sehen.
 

Einkaufen in Jordanien

Auf einem der zahlreichen Souks, den Märkten in Jordanien, kann man zwischen bunten Ständen schlendern und das Feilschen lernen. Nur Lebensmittel sind vom Handeln ausgenommen. Es werden Waren aller Art angeboten: Spiele, Lederwaren, Schmuck und Handwerkskunst. Besonders schön sind der Schmuckmarkt Souk Jabal und die Feisal-Straße in Amman, wo Mosaikkunst und Teppiche aus Madaba verkauft werden, und der Markt in der Freihandelszone Aqaba.

Aqaba

Der reizvolle Ort Aqaba am Toten Meer ist ein idealer Ausgangspunkt zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Südjordaniens und zugleich ein beliebter Urlaubsort für Taucher. Sehenswert ist die historische Festung der Mameluken, die eine Kreuzritterfestung aus dem 16. Jhd ist. Neben vielen Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten bietet Aqaba vor allem Wassersportlern eins der schönsten Bade- und Tauchreviere der Gegend. Das Riff von Aqaba beherbergt eine Vielzahl von Korallen und Fischarten und einige gute Tauchzentren sind hier beheimatet. Auch eine Fahrt mit einem Glasbodenboot bringt dem Besucher die schöne Unterwasserwelt näher.
 

Burgruine von Montreal

Strategisch günstig liegt das Castrum Saboach in einer Ebene auf einem kegelförmigen Berg, umgeben von nur einem Burggraben. Die Burgruine von Montreal, in Südjordanien, stammt aus der Zeit der Jerusalem-Raubzüge und in ihren Mauern lebten einst bis zu 6000 Menschen. Einheimische Beduinen wissen viel über ihre Geschichte und man kann sich die vielen endlosen Geheimgänge und die Hallen zeigen lassen. 

Festungsanlage Al Azraq

Im Nordosten Jordaniens trifft man auf die verlassene schwarze Basaltstadt von Um al Jimal. Ein Stück weiter südlich liegt inmitten trockener Wüste das Wüstenschloss Al Azraq. Mit seinen Ecktürmen schützte es einst die quadratische Festung mit dem großen Innenhof und der drehbaren Granitplatte. Al Azraq diente Laurenz von Arabien während der arabischen Revolte 1917 als Unterschlupf und Hauptquartier. In der Vorhalle sind noch eingravierte Reste eines römischen Brettspiels zu sehen.
 

Felsenstadt Petra

Von einem Wüstenvolk im 6. Jhd. v. Chr. errichtet, liegt die Felsenstadt Petra in einem Talkessel im Bergland von Edom im Südwesten des Landes. Die in den Felsen gehauene Stadt mit Tempeln und Höhlen, war noch vor gar nicht langer Zeit von Beduinen bewohnt und gehört zu den sieben Weltwundern. Bis heute sind ca. 800 Baudenkmäler im UNESCO-Welterbe-Gebiet erhalten geblieben. Ein breiter Weg führt durch die Felsenstadt bergab und durch eine schmale und eindrucksvolle Sandsteinschlucht. Wie ein Vorhang öffnen sich die Wände der Schlucht und geben den Blick auf die Halle und Schatzkammer des Pharao frei. Die größte Attraktion Jordaniens bietet viele archäologische Funde, wie den Tempel des geflügelten Löwen, ein Kloster, ein römisches Theater sowie ein riesiges Grab, das aus einem Stein gehauen wurde. Diese einzigartige Atmosphäre in Petra dürfte ein Höhepunkt jeder Reise nach Jordanien sein.
 

Jordanfluss des Johannes

Der längste Fluss Jordaniens zieht sich von Nord nach Süd über 320 km Länge. Neben seiner geografischen Lage an der Grenze zu Israel, erzählt der Jordan eine bedeutende Geschichte. Das Jordantal war das erste fruchtbare Gebiet, das das Volk von Israel bei seiner Wanderung durch die Wüste sah. Die Taufstelle, an der Johannes Jesus taufte, wird heute als die Taufstelle Jesu bezeichnet und zahlreiche Ausflüge führen dorthin. Außer der Taufstelle sind noch antike Überreste und Verweise auf den Propheten Elias zu sehen. Höhlen und Kirchen zeugen von der biblischen Vergangenheit.
 

Der Königsweg

Die historische Königsstraße führt von Nord nach Süd entlang des Jordans und ist eine im Alten Testament erwähnte Route. Von Amman geht es Richtung Madaba, der Mosaikstadt, und weiter südlich zum Berg Nebo. Dort soll Mose zum ersten Mal das verheißene Land erblickt haben. Von der Pilgerkirche sind noch Steinblöcke und Mosaikteile erhalten geblieben. Südlich davon liegt die Festung Machaerus, in der Johannes eingesperrt war. Nach 30 km passiert man den Ort Umm er-Rasas, in dem es Relikte aus byzantinischer und islamischer Zeit zu sehen gibt. Ein Höhepunkt ist der Mosaikboden in der St. Stefan Kirche. Der Königsweg offenbart die Schönheit des ländlichen Jordaniens und es geht vorbei an der Kreuzfahrerburg Kerak bis zur Felsenstadt Petra.
 

Mosaikstadt Madaba

Die Stadt südlich von Amman wurde durch den Fund eines riesigen Mosaiks weltbekannt. Auf 25×5 m Länge ist in der Kirche St. Georg die Landkarte Palästinas aus dem Jahr 565 zu sehen. Der archäologische Park und Museumskomplex beheimatet außerdem zahlreiche herausragende Mosaike aus der Kirche der Jungfrau Maria. In der Nähe befindet sich die Mosaikschule Madabas, die einzige ihrer Art im ganzen Nahen Osten. 

Jordanische Küche

In Jordanien isst man in privatem Rahmen viele kleinere Gerichte gemeinsam aus den Schüsseln, in denen sie gereicht werden. Wer möchte, kann jedoch auch einen eigenen Teller benutzen. Das Essen besteht aus Gemüse wie Kichererbsen, Bohnen und Auberginen und wird mit gegrilltem Fleisch und Fisch kombiniert. Das Nationalgericht der Beduinen, das Mansaf, sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf einem riesigen Teller wird Reis mit Nüssen und Früchten durchmischt und mit Hammelfleisch und Joghurt gegessen. Dem Gast wird dazu der Nationalschnaps Arak, ein Anisschnaps, serviert. Nach dem Essen kommt man mit den Einheimischen bei einem gemeinsamen Tee leicht ins Gespräch.
 

Wüstenschloss Qasr Amra

Östlich von Amman befindet sich das Wüstenschloss Qasr Amra, das eher einer Burg gleicht. Das Anwesen, das eindrucksvoll ist und mitten in der Wüste liegt, besteht aus einem Badehaus im römischen Stil, Audienzhalle, Gewölben und Wandbemalungen. Der gut erhaltenen Bau aus dem Jahre 700 n. Chr. gehört seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die zahlreichen Fresken zeigen Menschen und Tiere im alltäglichen Leben und stellen Jagdszenen dar. Im Außenbereich befindet sich eine Brunnenanlage. Qasr Amra ist ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Wüstenschlösser Qasr Kharaneh und Al Azraq.
 

Kerak

Die Stadt am alten Königsweg in Zentraljordanien ist schon von Weitem durch ihre Burg zu erkennen. Man kann fast das Hufgetrappel hören, wenn man die imposante Kreuzritterburg auf 900 m Höhe thronen sieht. Das Stadtbild von Kerak wird von restaurierten Gebäuden aus dem 19. Jhd. geprägt. Die Festung wurde bereits in historischen Schriften erwähnt. Mit einer Taschenlampe gerüstet, lassen sich viele Gänge und Tunnel gut erkunden. Abends erstrahlt die Festung in einer Lichtshow.
 

Naturreservat Dana

Im Naturreservat Dana, in Zentraljordanien, kann man wilde Steinböcke beobachten und unzählige kleine Tiere in Sand- und Steinspalten entdecken. Das 300 km² große Gebiet präsentiert sich auf den ersten Blick als Steinwüste. Eine Kette aus Tälern und Bergen bis zum Jordan-Flachland bietet eine ungeahnt reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Viele Wanderer und Naturliebhaber werden von der schroffen Schönheit der Berge und den ursprünglichen Ortschaften in ihren Bann gezogen.
 

Naturschutzgebiet Azraq und Shawmari

Das geschützte Feuchtgebiet im trockenen Osten ist eins der schönsten Naturschutzgebiete Jordaniens. Viele Zugvögel machen im überfluteten Marschland Qa´al- Azraq Pause und einige überwintern im Sumpfland. Natürliche und auch vor langer Zeit künstlich angelegte Teiche bieten optimale Bedingungen. Besonders im Frühling präsentiert sich ein buntes Bild, wenn sattes Grün und tausende, wilde Blumen sprießen. Das Wildreservat Shawmari befindet sich neben dem Feuchtgebiet und ist ein Aufzuchtzentrum für bedrohte Wildtiere. Man kann Herden von weißen Antilopen, Straußen und Wüstengazellen beobachten.
 

Umm ar-Rasas

Bei den Ausgrabungen zwischen Amman und Madaba wurden beeindruckende, byzantinische Kirchenmosaike in der Siedlung Umm ar-Rasas entdeckt. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein großer Mosaikteppich zeigt Darstellungen von alt- und neutestamentlichen Städten entlang des Jordans. Sehenswert ist der 15 m hohe Turm in Umm ar-Rasas. Er diente Mönchen in frühchristlicher Zeit als Rückzugsort. Bemerkenswert sind auch die antiken Mosaike in der Stephanus-Kirche, sie zeigen Stadtansichten aus Palästina, Ägypten und Jordanien. 

Die heißen Quellen von Ma´in

Oberhalb des Toten Meeres stößt man gelegentlich auf kleine Wasserläufe, die schwefelhaltig über die Felsen rinnen. Das Zischen und der Dampf verraten, dass das Wasser im Erdinneren aufgeheizt wird, – nämlich bis zu 60 Grad Celsius. Folgt man den Wasserläufen, – es gibt etwa 60 davon unter der Oberfläche –, treten diese unterschiedlich stark als heiße Quelle ans Tageslicht. Die bekannteste und kommerziell genutzte ist die Hammamat Ma´in Quelle. Die wohltuenden Quellen ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher und Einheimische an.
 

Mukawir

Mitten in Jordaniens Wüstenlandschaft, nahe dem Toten Meer und dem Ort Mukawir, erhebt sich der kleine Berg Machaerus. Nach historischen Überlieferungen wurde hier einst Johannes der Täufer von Herodes hingerichtet. Zu sehen sind noch einige antike Säulen und es beeindruckt die herrliche Panoramaaussicht mit den Farbnuancen der Wüste. Touristisch wenig frequentiert, kann man die Weite und die Ruhe in dieser geschichtsträchtigen Umgebung genießen.
 

 

+  Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 00962. Öffentliche Kartentelefone befinden sich in fast allen größeren Städten und bei den Sehenswürdigkeiten. Telefonkarten können in zahlreichen Geschäften und auch online erworben werden. Anrufe von Hotels sind oft sehr teuer. Internet-Cafés bieten eine kostengünstigere Alternative. Notrufnummern sind: Notarzt 193 und Polizei 191 und 192.

Mobiltelefon

GSM 900/1800. Internationale Roaming-Abkommen bestehen. Der Sende- und Empfangsbereich deckt das Land, von einigen Wüstengebieten abgesehen, gut ab. Eine kostengünstige Variante ist das Telefonieren mit einer inländischen SIM-Karte u.a. von Zain Jordan (Internet: www.jo.zain.com). Kauft man diese bei einem Mobiltelefonhändler, wird die Karte vor Ort gleich aktiviert.

Internet

Hauptanbieter ist u.a. Orange (Internet: www.orange.jo/EN). Internet-Cafés findet man in zahlreichen Städten. Auch Hotels bieten Zugang zum Internet. 

Post

Pakete sollten für die Zollkontrolle offen bleiben. Luftpost nach Europa benötigt 3-5 Tage, gegen Aufpreis wird eine Zustellung innerhalb von 24 Std. in 22 Länder angeboten. Öffnungszeiten der Postämter: Sa-Do 08.00-18.00 Uhr, Fr geschlossen (mit Ausnahme des Postamtes im Geschäftsviertel von Amman, Prince Mohammed-Street).

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.d