Ein Reisebericht von Anita Parker:
Tag 1: Ende November durfte ich mit unserer langjährigen Partner-Agentur Marokko sehr gut kennenlernen. Es ging mit Royal Air Maroc von München nach Casablanca, wo ich mit einem sehr herzlichen „Salam Aleikum“ empfangen wurde. Die erste Nacht verbrachte ich in einem unweit von der Moschee entfernten Hotel.
Tag 2: Heute betraten wir die Hassan-II.-Moschee, eine der wenigen Moscheen, die auch für Nicht-Muslimen zugänglich ist, eine seltene Möglichkeit, die Pracht und kunstvollen Arbeiten in nächster Nähe zu bestaunen. Dieses architektonische Meisterwerk thront direkt am Atlantik und es scheint als ob sie über dem Meer schwebt, da sie auf einem Felsvorsprung teilweise über dem Meer gebaut wurde.

Anschließend machten wir uns auf nach Fès, der ältesten der vier Königstädte Marokkos, vorbei an abwechslungsreichen Landschaften, Olivenhaine und kleinen Dörfer. In Fès angekommen, fühlte es sich an, als wäre ich in eine andere Zeit gereist. Die enge Medina mit ihren Souks, Gerbereien und historischen Gebäuden wirkte wie ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Ich tauchte tief ein in diese faszinierende Welt, wo der Duft von Gewürzen sich mit den anderen intensiven Gerüchen vermischen, wo sich Esel sich ihren Weg durch enge Passsagen bahnen und die Menschen ihre Einkäufe erledigen. Es ist unbeschreiblich und bleibt mir unvergesslich. Den Abend verbrachten wir in einem traditionellen Riad, es ist eine stille Oase hinter unscheinbaren Mauern. Von außen oft schlicht, öffnet sich im Inneren ein liebevoll gestalteter Innenhof mit Mosaikfliesen, geschnitztem Holz und filigranen Stuckverzierungen in der Mitte plätschert meist ein Brunnen oder wächst ein riesiger Organgen- oder Zitronenbaum. Die Zimmer liegen um den Innenhof herum, abgeschirmt vom Lärm der Medina und sind sehr gemütlich gestaltet.
Tag 3: Heute ging es über den Atlas hinab zur Wüste. Über Ifrane, wo wir gerade mal 4 Grad hatten, nicht um sonst hat es den Beinamen „Klein-Schweiz“ ging es weiter nach Midelt., idyllisch zwischen Mittlerem und Hohem Atlas gelegen. Weiter ging es Richtung Süden, die Landschaft veränderte sich zunehmend, von der kühleren Hochebene bei Midelt führt der Weg zunächst durch weite, offene Ebenen und zerklüftete Berglandschaften. Kahle Felsen, tiefe Täler und vereinzelte Bergdörfer prägen das Bild. Bei Erfoud öffnet sich die Landschaft zur Sahara hin: flach, weit und still, mit staubigen Pisten, Dattelpalmen. Ein gigantischer Sonnenuntergang in der Sahara beendete diesen aufregenden Tag.
Tag 4: Die heutige Strecke führte uns durch Schluchten und Täler nach Ouarzazate. Ich konnte die beeindruckende Todra-Schlucht erleben, wo sich steil aufragende Felswände zu beiden Seiten auftürmen. Auch das Dadès Tal, beeindruckte mich sehr, welches für seine duftenden Rosengärten, fruchtbaren Oasen und die majestätischen alten Kasbahs berühmt ist. Übernachtung in Ouarzazate.
Tag 5: An diesem Vormittag konnte ich einen weiteren unvergesslichen Ausflug erleben, den Besuch von Ait Benhaddou. Ait Benhaddou ist ein beeindruckendes, befestigtes Lehmdorf (Ksar), die eng aneinandergeschmiegten Häuser aus Lehm und Stroh steigen terrassenförmig einen Hügel hinauf. Dieser Ort war einst eine wichtige Station auf alten Karawanenrouten. Als UNESCO-Weltkulturerbe und berühmte Filmkulisse verbindet Ait Benhaddou Geschichte, Architektur und Wüstenromantik auf einzigartige Weise.
Anschließend fuhren wir über die eindrucksvollste Route Marokkos, über den Tizi-n`Tichka-Pass durch den hohen Atlas. Mit dem Anstieg in den Hohen Atlas wird die Landschaft zunehmend dramatischer, steile Berghänge, tiefe Schluchten und kleine Bergdörfer aus Lehm klammern sich an die Hänge. Diese kurvenreiche Strecke bietet spektakuläre Ausblicke auf schroffe Gipfel und weiter Täler. Am späten Nachmittag erreichten wir Marrakech, die „Rote Stadt„. Das Herz Marrakechs ist der Djemaa el-Fna, ein Platz, der sich vom ruhigen Treffpunkt am Tag in eine brodelnde Bühne aus Gauklern, Musikern und Garküchen verwandelt, sobald die Sonne untergeht. Händler preisen ihre Waren an, Handwerker arbeiten in kleinen Werkstätten und über allem liegt das stetige Pulsieren einer jahrhundertalten Stadt. Übernachtung in Marrakech.
Tag 6: Der Vormittag startete mit einem Besuch des prächtigen Bahia-Palastes, ein Meisterwerk marokkanischer Architektur und ein Paradebeispiel für die Pracht der späten 1800er Jahre. Der Palast liegt ruhig in der Medina und überrascht Besucher mit einem weitläufigen Innenhof, in dem blühende Orangenbäume, springende Brunnen und kunstvolle Mosaikfliesen eine besondere Atmosphäre bietet. Ein weiterer Ruhepol war der Secret Garden, ein prachtvoll gestalteter Garten, der traditionelle islamische Gartenkunst mit grünen Oasen verbindet. Zum Abschluss schlenderten wir noch durch die Souks um das ganze Treiben zu beobachten und auch Gewürze oder andere schöne Andenken zu erhaschen. Danach ging es zurück nach Casablanca mit einer weiteren Übernachtung.
Tag 7: Diesen Tag konnte ich Casablanca auf eigene Faust erkunden. So bin ich zu Fuß vom Hotel Odyssee noch einmal zur Hassan-II.-Moschee gegangen und habe ausführliche Spaziergänge entlang der Promenade gemacht. Die Promenade bietet einen Blick auf die wunderschöne Moschee und den rauen Atlantischen Ozean und wird sowohl von Einheimischen als auch von Touristen gerne genutzt, ein Ort der Erholung. Ein wunderschöner Abschluss eine äußerst erlebnisreiche und aufregende Marokko Reise ausklingen zu lassen.
Tag 8: Nach einem sehr leckeren Frühstück ging es zum Flughafen Mohammed V. Ich bin mit Royal Air Maroc direkt nach München zurück geflogen, die seit Oktober 2025 nicht nur von Frankfurt, sondern jetzt auch ab/bis München nach Casablanca fliegt.

Fazit: Marokko überzeugt das ganze Jahr über, als Land voller Kontraste, Gastfreundschaft und kultureller Tiefe. Die heißesten Monate sind Juli und August, da muss man Hitze mögen. Was die Unterkünfte betrifft, bietet Marokko ebenfalls eine Vielfalt, entweder man übernachtet in sehr schönen ausgewählten Hotels oder man gönnt sich eine oder zwei Übernachtungen in einem wunderschönen landestypischen Riad, z.B. in Fez oder Marrakech. Ein Riad ist mehr als nur eine Unterkunft, es ist ein Ort der Tradition, Gastfreundschaft und marokkanische Lebensart. Zudem kann ich eine Wüstenübernachtung bei Merzouga sehr empfehlen, ein einzigartiges Erlebnis. Marokko hat insgesamt einen unvergesslichen Eindruck bei mir hinterlassen und so kann ich Marokko jedem ans Herz legen, der Kultur und Vielfalt schätzt.






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