An Bord der Pandaw – Ein Traum auf dem Mekong

An Bord der Pandaw – Ein Traum auf dem Mekong

Ein Reisebericht von Matthias Magnor:

Im März 2024 hatte ich die Gelegenheit mit einem kleinen Kreis von Gruppen-Touristikern nach Kambodscha und Vietnam zu Reisen. Zunächst ging es zu den grandiosen Tempeln von Angkor. immer wieder ein tolles Erlebnis! Ich war nun schon zum fünften Mal dort, bin jedoch immer wieder über die Kunstfertigkeit erstaunt, mit den diese Tempel seinerzeit errichtet und verziert wurden. Alltagsszenen, aber auch Tanz- und Kriegsszenen wurden als detaillierte und filigrane Steinmetzarbeiten der Nachwelt überlassen – Wahnsinn!

Weiter ging es über Land nach Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas. Nach meinem letzten Besuch von 2017 war sie für mich kaum wiederzuerkennen. Sie hat sich zu einer modernen Großstadt mit eindrucksvoller Hochhaus-Kulisse entwickelt. Die Lage direkt am Mekong lässt sie besonders abends, wenn die bunten Lichter der vielen Restaurants und Bars und Dachgärten zu einem Essen oder Drink einladen, besonders aufregend wirken. Das weitläufige Gelände des prächtigen Königspalastes mit der schönen Silberpagode war ebenso unser Ziel, wie die Zeugnisse der jüngeren, grausamen Vergangenheit des Regimes der Roten Khmer. Gemeint ist das Tuol Sleng Genocide-Museum und die Killing Fields – emotional berührend, aber ein unbedingtes Muss eines Aufenthalts in Phnom Penh!

Am nächsten Tag checkten wir auf unserem Boutique-Flusskreuzfahrtschiff der Pandaw-Reederei ein. Da der Anleger direkt im Zentrum der Stadt ist, kann man vor Abfahrt noch zu Fuß ins Zentrum gehen und das eine oder andere Souvenir (z.B. auf dem nahen Markt, der Abends lange geöffnet ist)  günstig erwerben. Das Schiff war nun für die folgenden vier Nächte unser traumhaftes Zuhause, mit dem Ziel Saigon in Vietnam (an dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass die Reise auch für 7 Nächte an Bord buchbar ist – dann geht sie schon in Siem Reap bei den Tempeln von Angkor los und führt nach Saigon).

Die insgesamt 28 Kabinen (für max. 56 Gäste an Bord) befinden sich auf dem Haupt- oder Oberdeck und haben alle die gleiche Größe von 16qm. Stilvoll-komfortabel ausgestattet mit Einzel- oder Doppelbett machen sie diese Reise zu einem wunderschönen Erlebnis. Zu jeder Kabine gehört ein geräumiges Badezimmer mit großer Duschkabine, WC und großem Waschtisch. Vor jeder Kabine stehen zwei bequeme Stühle, auf denen man Tags und abends bei einem kühlen Drink die schöne Landschaft an sich vorbeiziehen lassen und das Treiben am Ufer beobachten kann.

Abwechslungsreiche Ausflüge zu schwimmenden Gärten mit exotischen Früchten und Blumen, bunte Märkte auf denen fast alles verkauft wird, was man sich vorstellen kann, Fahrten auf trad. Sampans durch die dichten Mangrovenwälder, Besuche bei Handwerksfamilien, denen man über die Schulter schauen kann und sieht wie Palm-Schnaps und -Konfekt hergestellt werden oder bei Fischer-Familien, die uns über die Mekong-Fischerei aufklärten. Alles in allem eine erholsame Fahrt, abwechslungsreich, aber entspannt mit köstlichem Essen an Bord.

Apropos Essen: Vollpension ist inklusive – das Frühstück startet mit einer riesigen Auswahl an europäischen und asiatischen Zutaten. Sowohl frische Baguettes mit Käse, Wurst oder Marmelade, als auch Müsli und Säfte stehen bereit. Wer es asiatisch mag, lässt sich eine köstliche Pho, die vietnamesische Hühnersuppe oder exotische Salate schmecken. Zum Mittag- und zum Abendessen kann zwischen einem Fleisch-, einem Fisch- oder einem vegetarischen Gericht wählen. Garniert wird dieses Essen dann durch eine Vielzahl an köstlichen, frisch zubereiteten Salaten und Suppen, die auf dem Buffet auf den Genießer warten. Beim stets freundlichen und immer aufmerksamen Personal kann man jederzeit kostenfrei Tee, Kaffee, Softdrinks oder lokale alkoholische Getränke bestellen. Ein vietnamesisches Bier ist nach einem erlebnisreichen Ausflugstag eine ganz besondere Erfrischung – 🍻 ! Wer zu den warmen Mahlzeiten internationale Weine und Alkoholika bestellen möchte, dem rate ich dazu, das Weinpaket zu buchen. Zu einem Festpreis (um 150 EUR p.P.) kann man dann zu den Mahlzeiten unbegrenzt bestellen.

Auf dem Weg nach Saigon haben wir dann noch einen Stopp bei der Han-Pagode eingelegt. Wunderschön an und in einen Hügel gebaut, hat man einen tollen Blick durch den bunten Garten, versehen mit unzähligen Terrassen und vielen Blumen, in die weite Umgebung. Mit etwas Glück wohnen Sie vielleicht einer buddhistischen Zeremonie bei oder kommen anderweitig in Kontakt mit den Mönchen oder anderen Gläubigen vor Ort – ein wunderschöner Ausflug!

Nach vier Nächten an Bord mussten wir dieses schöne Schiff (leider) in Saigon verlassen und haben uns dem Trubel dieser wirklich aufregend-interessanten Stadt hingegeben. Die Mischung aus dem kolonial-französischen Erbe im historischen Zentrum und die wirtschaftliche Power dieser Stadt, ausgedrückt in modernen Wolkenkratzern, eleganten Restaurants und Geschäften, Markt-Straßen in deren Trubel man sich bei leckerstem vietnamesischem Essen und hippen Shops verlieren kann, machen Saigon für mich so erlebnisreich.

Besonders beindruckt hat mich ein abendlicher Vespa-Ausflug durch Saigon. Wir wurden vom Hotel abgeholt. Jeder Teilnehmer hatte einen Fahrer mit einer Vespa. Wir nahmen als Sozius auf dem Sitz hinter ihm Platz und ließen uns mit zigtausend weiteren Vespas durch das dichte Netz an Straßen zu unserem ersten Ziel, einer Dach Bar auf einem der Wolkenkratzer mit grandiosem Blick auf das abendlich beleuchtete Saigon fahren. Dort oben genossen wir einen kühlen Drink, wahlweise ein Glas Wein oder ein frisches kühles Bier – urgemütlich!

Weiter gings zu einer 1km langen „Fress-Meile“, auf der Restaurant an Restaurant auf hungrige Gäste warteten, die köstliches, frisch vor den Augen der Gäste zubereitetes Essen servierten. Ein kühles Bier dazu, und auch dieses Erlebnis war perfekt! Weiter ging es in eine Bar, in der vietnamesische Live-Bands spielten, von vietnamesischen Schlagern über klassische europäische Musik bis hin zu einer jungen Dame, die die vietnamesische Kopie von Tina Turner war – unglaublich, was diese zierliche Frau für eine Stimme hatte und wie sie diese Bar „rockte“!

Des „schönen Wahnsinns“ nicht genug, fuhren wir weiter zur nächsten Location. Hier war ich baff-erstaunt, wie zu südamerikanischer Musik, Tango, Samba, Merengue, aber auch zu spanischem Flamenco die Gäste auf die Bühne stürmten und, vom Publikum mit lautem Applaus begleitet, tanzten. Das hatte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Ich war echt begeistert, hingerissen und hatte einen wunderschönen Abend.

Am nächsten Tag ging es leider viel zu früh wieder zurück nach Deutschland. Diese ganze Reise war ein einziger Traum, der bis heute nachwirkt!

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